Was erwartet Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, nach dem Tod?

gestellt von Wolfgang am 27. Juli 2015

Sehr geehrter Herr Muchlinsky

was geschieht mit den vielen Menschen nach dem Tode, die ihrer Kirche den Rücken zukehrten und nicht mehr an den Christengott glauben? Wenn ein Gott jene Menschen nicht mehr zu sich nimmt,
warum hat er aber trotz seine Allwissenheit und Allmächtigkeit zugelassen, das jene Menschen das Licht der Welt erblickten? Wie gehen Sie selbst mit den Menschen um, die aus der Kirche "geflüchtet" sind? Wie steht es bei ihnen mit der Toleranz? Sind nur
Christen (auch die Scheinheiligen) die besseren Menschen?
Also, wie gehen Sie selbst mit "Flüchtlingen" um?

Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
(Jean-Jacques Rousseau, franz. Philosoph u. Schriftsteller, 1712-1778)

Auf Antwort hoffend
Wolfgang

Okay, Wolfgang!

 

Weil ungefähr ein Jahr vergangen ist, seit ich zum letzten Mal eine Ihrer provokativen Fragen beantwortet habe, soll es heute mal wieder so sein. Ich weiß ja aus Ihren zahlreichen Zuschriften und Kommentaren, dass Sie

  1. Christinnen und Christen gern davon überzeugen möchten, dass sie sich einer Illusion hingeben, wenn sie an Gott glauben,
  2. mir grundsätzlich vorwerfen, dass meine steigende Unlust, mich mit Ihren Provokationen zu beschäftigen, ein Zeichen meiner Intoleranz ist,
  3. Sie anscheinend Angst haben, Sie könnten – zumindest meiner Meinung nach – nach Ihrem Tod in die Hölle kommen.

Der dritte Punkt bringt mich letztlich dazu, dass ich Ihnen heute antworte. Ich hoffe immer wieder, dass Sie meine Antwort auch tatsächlich genau lesen, anstatt einfach nach Reizwörtern zu suchen, anhand derer Sie dann wiederum einen Kommentar schreiben können. Wohlan!

 

Meinem christlichen Glauben nach, werden alle Menschen – ganz gleich, ob sie in ihrem Christen waren oder nicht – am Jüngsten Tag mit Gott eine eingehende Unterredung haben. Sie also auch. In dieser Unterredung wird es darum gehen, ob was wir aus unserem Leben und all den Gaben, die uns Gott geschenkt hat, gemacht haben. Wer zu Lebzeiten an Gott glaubte, wird sich die Frage gefallen lassen müssen, ob er mit diesem Geschenk etwas Gutes angestellt hat. Wer Gott den Rücken kehrte, wird sich fragen lassen, warum er das tat. Wie auch immer, ich bin mir sicher – und auch das entspricht meinem evangelisch-christlichen Glauben –, dass niemand in diesem Moment Gott vollständig zufrieden machen wird. Jeder Mensch ist wertvoll und geliebt, aber kein Mensch ist vollkommen gut. Wir alle machen, auch gegen besseres Wissen, Fehler.

 

Ich denke, dass es ein Fehler ist, der Gemeinschaft der Christinnen und Christen den Rücken zu kehren, darum glaube ich ja auch, dass Gott Sie danach fragen wird. Aber ich maße mir nicht an zu entscheiden, ob dieser Fehler vor Gott schwerer wiegt als andere Fehler, die man begehen kann. Das ist Gottes Sache allein. Weil also niemand vor Gott wirklich bestehen kann, brauchen wir seine Gnade, und auf die verlassen wir Christinnen und Christen uns.

Mit anderen Worten: Ihnen und mir geschieht nach dem Tod genau das Gleiche. Beide werden wir uns nicht selbst rechtfertigen können. Beide werden wir hoffentlich dennoch gerettet.

 

Schönen Gruß und bis in einem Jahr!

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Ich finde, das ist eine sehr gute und klare Antwort, die auch mir hilft, mit meinem vorherigen Gottesbild klar zu kommen.

Vielen Dank für diese Antwort!

Liebe Grüße

Alexis

Ich bin bereit, meinem Schöpfer gegenüberzutreten. Ob mein Schöpfer ebenso bereit ist, diese Begegnung über sich ergehen zu lassen, ist eine andere Sache.

Winston Churchill

Ich weiß nicht, ob ich hier etwas falsch verstanden habe. Aber beim Lesen dieses kurzen Kommentares zucke ich zusammen. Für mein Empfinden klingt es doch irgendwie überheblich so etwas zu sagen.

Zitat: "....................Ob mein Schöpfer ebenso bereit ist, diese Begegnung über sich ergehen zu lassen, ist eine andere Sache."

Wird hier Gott nicht "klein" geredet? Gott ist zu allem bereit und auch zu allem fähig. Weil er groß ist, weil er Gott ist!

Hallo, das ist ein Witz! Ein witziges Apercu von Winston Churchill, das dadurch witzig ist, dass er sich eben verbal auf eine Ebene mit Gott stellt.

PS: Diese Captachas in diesem Forum sind so gut wie unlösbar. Ich versuch es jetzt zum dritten Mal.

Ich fürchte weder einen Gott noch einen Teufel. Ich fürchte nur diejenigen, die an so etwas glauben, denn sie sind zu allem fähig, wie die 2000jährige Kirchengeschichte unbestritten erzählt.
Im übrigen wurde bis heute kein einziges antichristliches Buch widerlegt oder vom Gesetzgeber verboten. Zahlreiche entsprechende Webseiten zeigen, das es sich ohne einen Gott auch gut leben lässt. Wenn Nobelpreisträger, angesehene Persönlichkeiten und Vereinigungen sich gegen einen Gott wenden, dann könnte
auch nur ein Gott einen Schlussstrich ziehen und nicht der einfache Mensch.
Glauben ist schön, Wissen ist jedoch besser.
Danke übrigens für die Antwort. Danke auch, das Sie mir ein Jahr geben! Es besteht also Hoffnung!

Danke, Wolfgang, Sie enttäuschen mich nie!

Zitat: "Glauben ist schön, Wissen ist jedoch besser."

Wissen und Bildung ist gut und wichtig. Aber meinen Glauben an Gott lasse ich mir nicht nehmen!

Ein Ungläubiger flüchtet sich allzu gerne in die Hoffnung, dass mit dem Tod "alles aus" ist. So versucht man sich gedanklich aus der Verantwortung zu schleichen. Gerade gläubige (Christen ) haben Angst vor dem Sterben . Atheisten wissen, ich sterbe , und das war es. Das ist doch praktisch gedacht! "Und tschüss!" Der einfache Mensch, z. B. ein Wolfgang, kann sehr wohl den Schlussstrich ziehen. Wer denn sonst?

Bei Gläubigen ist es aber so , das sie nicht nur Angst vor dem Tod haben , da kommt auch noch die Angst und der Zweifel hinzu, ob ihr Glaube nun auch stimmt. Eine Angst vor der Ungewissheit, die Ungläubige nicht haben. Das ganze Spektakel, welche Religion nun die wahre Wahrheit vertritt, geht doch jedem Ungläubigen gehörig auf den Senkel. Katholiken kommen nach dem Tod erst mal ins Fegefeuer. und dann wird entschieden, wie`s weitergeht! Ungläubige fallen in ein großen schwarzes Nichts.

Ich glaube an Gott, ich liebe Jesus Christus und weil ich ihn angenommen habe, habe ich überhaupt keine Angst vor dem Tod :-)
Wenn Christen Angst vor dem Tod haben, haben Sie Jesus noch nicht angenommen.

Ich glaube an Gott, ich glaube, dass er mich liebt und mich angenommen hat. Ich habe die große Hoffnung, dass er mich am Ende durch den Tod hindurchtragen wird. "Muss ich von hier nach dort, er hat den Weg erlitten. Der Fluß reißt mich nicht fort, seit Jesus ihn durchschritten. Wär er geblieben, wo des Todes Wellen branden, so hofften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden." (Jürgen Henkys, EG 117) Aber der Tod ist dennoch groß. Man merkt das, wenn man wirklich mit ihm zu tun kriegt. Ich denke, dass jeder Mensch Angst vor dem Sterben hat, spätestens, wenn er feststellt, dass er nicht weglaufen kann, sondern genau jetzt sterben muss und NICHTS dagegen unternehmen kann. Wenn die Hoffnung, dass Gott größer ist als der Tod, im Ernstfall noch hält, dann ist das sehr, sehr viel. Urteile über Menschen, die Angst haben, und arrogante Diagnosen wie "haben Sie (sic!) Jesus noch nicht angenommen" finde ich abscheulich. Als läge das in unserer Macht.

Naja, wozu Wissen und Bildung auch führen können, sieht man wunderbar an der Entwicklung chemischer + biologischer Kampfstoffe, an Waffen etc..

Ich kann Ihnen versichern, dass sie vor mir keine Angst haben brauchen, auch wenn ich gläubig bin. Sicher ist es so, dass in Gottes Namen von Menschen schreckliche Taten begangen wurden. Die wurden auch in anderer Namen begangen. Vergessen sie nicht, dass im Namen Gottes auch sehr, sehr viele gute Taten geschehen. Dass im Namen Gottes viele menschen Gutes tun für andere Menschen. Was tun sie eigentlich, außer zu zweifeln? geschrieben mit Google diktat

Durch den eigenen freien Entschluß kann der Mensch für immer und für alle Zeit von Gott getrennt bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott nennt man "Hölle". Man kann also nicht sagen: "Wahnsinn, warum schickst Du böser Gott, mich in die Hölle? Hölle, Hölle, Hölle? Eiskalt, lässt Du meine Seele erfriern..." ....frei nach Wolfgang Petry.

Nein, so einfach ist es nun auch wieder nicht! Der Mensch spricht Gott gegenüber ein Machtwort aus, salopp gesagt "Bleib mir vom Leib!" und schickt sich dann selber in die Hölle. Ich glaube, dass die meisten Atheisten daran glauben, dass nach dem Tod gar nichts mehr kommt.

Für Atheisten wird es eine Erleichterung sein, wenn dieses bescheuerte, fruchtlose und sinnentleerte Leben endlich vorbei ist. Wenn das ganze Leben ohne Sinn + Zweck verlaufen ist, völlig aussichtslos und erfolglos, dann kann ich sehr gut verstehen, dass man am Ende nur noch in der Hölle brutzeln will. Wenn jeder einzelne gelebte Tag witzlos und wirkungslos war, salopp "für die Katz", dann ist es doch eine wahre Gnade, wenn man den zugeworfenen göttlichen Rettungsring dankend ablehnen kann. Nach eigenem freien Willen zu Grunde gehen darf.

Auf dem Meersgrund zu verrotten ist aber sicherlich nicht so endgültig wie in der absoluten Finsternis in einer Ecke zu kauern, mit heulen + Zähneklappern und auf die Höllenqualen zu warten.

Meine Meinung: Ich glaube nicht, dass Gott nervtötend ist, und einem Atheisten ständig auf den Keks gehen will!

Wie kommen Sie darauf, dass der Tag sinnlos ist, wenn es kein Leben nach dem Tod gibt? Ist es nicht gerade die Endlichkeit der Dinge unsere Emotionen auslöst. Und sind es nicht unsere Emotionen, die unser Leben ausmachen? Liebe, Leid, Glück, Schmerz, Freude, Angst? Was wären all dieses Gefühle in der Ewigkeit? Was wäre, wenn wir für alles ewig Zeit hätten? Stelle ich mir ziemlich langweilig vor.

Der Sinn des Lebens besteht darin, Christus nachzufolgen.
Wo die Nachfolger einkehren, ist den Gastgebern bereits Gottes zukünftiger Schalom gewiss. Wo sie abgelehnt werden, sollen sie nicht mehr umkehren, sondern den „Staub von ihren Füßen schütteln“ und weiterziehen, also den Ort Gottes Endgericht überlassen (MT 10,14)

Lieber Herr Muchlinsky,

ich würde diesem Menschen hier kein Forum mehr bieten, seine kranken Attitüden ausleben zu lassen.

irgendwann muss auch mal Schluss sein.

Liebe Grüße

Alexis

Wie gesagt, einmal in jedem Jahr werde ich dem ausgesprochen hartnäckigen Wolfgang hier erlauben, seine Missionstätigkeit auszuüben. Dann muss aber auch erst einmal wieder genug sein.

Warum so kleinlich???
Eine lebhafte, kontroverse Diskussion ist doch fruchtbar für uns alle!

Ich habe die Frage von Wolfgang so verstanden, dass er uns allesamt warnen will, vor den falschen Propheten, die laut der Bibel "en masse" scharenweise auftreten. Die Menschen flüchten aus ihrer Kirche wo sie getauft wurden, konfirmiert wurden, getraut wurden und wo sie mit ihren Familien Weihnachtsfeste, Osterfeste, Pfingstfeste gefeiert haben. Diese Menschen kehren haufenweise ihrer eigenen Kirche den Rücken zu und folgen irgendwelchen Scharlatanen, die nichts Gutes im Schilde führen! Wohin flüchten eigentlich diese Kirchenflüchtlinge? Gibt es dazu schon Auswertungen?

Wolfgang hat da völlig recht - es ist eine Verführungsbewegung im Gange, denn zigtausende treten Jahr für Jahr aus ihrer Kirche aus! Wolfgang macht sich meiner Meinung nach große Sorgen, was mit diesen Kirchenflüchtlingen nach deren Tod wohl geschehen wird!?

Mich persönlich interessiert eher die Frage, was mit den Kirchenflüchtlingen aktuell in ihrem Leben geschieht, wohin flüchten diese??? wer hat sie verführt?

Gottseidank verdeutlicht uns Wolfgang diese drastische Situation! Die Menschen wollen keine staatlich registrierte Kirchenmitgliedschaft mehr haben sondern wollen einen Stempel im kirchlichen Taufbuch : "Ausgetreten am....." In fast allen Bundesländern erheben die Behörden eine Gebühr für den Kirchenaustritt: in Baden-Württemberg bis zu 60 €. Sogar mit dem Kirchenaustritt wird noch Geld verdient!

Zitat aus der Bibel:
"Nehmt euch in Acht vor denen, die in Gottes Namen auftreten und falsche Lehren verbreiten! Sie tarnen sich als sanfte Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie reißende Wölfe".

Wolfgang ist meiner Meinung nach wie ein Wächter auf dem Turm, der alle Mitglieder der Kirche warnen will vor den falschen Propheten und den falschen Lehrern und vor den falschen Christussen, die auf der Lauer liegen, und den Glauben und das Zeugnis an Jesus zerstören wollen.

Damit kann ich gut leben :-)

Wie kommst Du überhaupt darauf, daß wir Christen Angst vor dem Tod haben? Und wie kommst Du überhaupt darauf, daß wir in ständigen Zweifeln leben? Ein Christ, der eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus hat, erlangt irgendwann die tiefe Gewißheit, daß das was Jesus für unser aller Errettung und Erlösung getan hat, wirklich passiert ist, und die tiefe Erkenntnis, daß die Bibel wahr ist, und Gott ihn bedingungslos liebt, ihm seine Sünden vergeben hat und vergibt. Und das Gott ihn bedingungslos liebt. Das ist das Schönste und Wunderbarste, was man erleben kann. Desweiteren macht Gott einen neuen Menschen aus jedem, der sich bedingungslos seiner Liebe und seinem Vertrauen aussetzt und es zulässt, Gott an sich arbeiten zu lassen, und seinen Willen und sein Werk in dieser armen, verlorenen Welt zu tun und zu vollenden. Jeder Christ, der diesen Weg geht- den einzig wahren und richtigen- kann sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.

So wie es in seinem heiligen wunderbaren Wort steht: Jesus sagt: Bleibt ihr in mir, dann bleibe ich in Euch. Meinen geliebten Herrn möchte ich in meinem Leben nie wieder missen. Er macht mein Leben perfekt und füllt es mit seiner wunderbaren und bedingungslosen Liebe. Das ist einfach das Wunderbarste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Ich bin ein Kind Gottes, und weiß, wo ich hin gehöre. AMEN.

Bin ganz deiner Meinung! Den Himmel gibt's echt! Bin auch ein Kind Gottes....

Lieber Wolfgang, lieber Frank Muchlinsky,

ich stehe der Antwort von Frank Muchlinsky sehr nahe und sehe als gläubiger Christ den Fragen an mein Leben, die mir Gott stellen wird, auch mit Spannung entgegen. Auch darum, weil so manches auftauchen wird, was ich vergessen und verdrängt habe. Ich freue mich und bin gewiss, manche Lebensfäden gezeigt zu bekommen, in denen Gutes von meine Worten und Taten ausgegangen ist. Ich werde viel Trost von der göttlichen Gnade benötigen, für all das, was ich ausgelöst habe und gar nicht gut war. Aber diese Gnade ist mir versprochen.
Das alles hält mich nicht davon ab, mein Leben so führen zu wollen, das ich von den guten Lebensfäden viel gezeigt bekomme.
Das ist meins und mein Glaube. Und der hat seine tiefen Wurzeln in dem, was Gott von sich selbst kundgegeben hat. Davon lese ich in der Bibel. Und die bestätigt in einem ihrer Grundtöne alles das, was Frank Muchlinsky in seiner Antwort geschrieben hat. Das ist der Ton der Gnade. Die Bibel wird aber auch noch von einem anderen Grundton durchzogen und das ist der der Konsequenz. Und die hat eine zweifache Richtung.
Zum einen, unser menschliches Handeln hat Konsequenzen. Oder anders gesagt: Gott nimmt uns in der Entscheidung, die wir in der von ihm geschenkten Freiheit getroffen haben, ernst. Und zum Zweiten: Gott ist konsequent. Gott ist sich selbst treu. Er ist Majestät. Und so stellt er auch dann die entscheidende Frage: Bist du aus der Kirche ausgetreten, und hast du den Glauben abgelehnt, weil dir die Institution zuwider war, weil dir Menschen den Glauben madig gemacht haben, und was es für Gründe hat geben können, oder hast du es getan, weil die meine Gnade, meine Liebe zu billig war? Wenn du das Zweite mit ja beantwortest, dann wirst du mit allen Fehlern deines Lebens wohl allein klar kommen müssen ... Ich hatte es anders für dich vorgesehen.
Lieber Wolfgang,
solltest Du es vielleicht auch anders empfinden, dieser Ton der Konsequenz ist keine Drohung, sondern eine Werbung. Eine Werbung dafür sich in allen Dingen des Lebens ein klein wenig getragen zu fühlen. Wie ein Adler, der den Wind nutzt um Schweben zu können und leben zu dürfen. Auch davon weiß die Bibel schön zu berichten: Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jes 40,31)
Es sind solche Verheißungen, die mich durch das Leben tragen.

Lieber Wolfgang, wenn Sie Ihre Ansichten als "Wissen" bezeichnen, dann bin ich wirklich gottfroh, dass ich so "dumm" bin, an einen Gott zu glauben! Denn ich "glaube" nicht nur, ich weiss, dass es einen Gott gibt, da ich schon öfter großartige Erfahrungen mit ihm gemacht habe, die daran keinen Zweifel lassen. Ihre Argumente zeigen mir deutlich, dass Sie alles nur "verstandesgemäß" sehen und einer lebendigen Beziehung zu Gott nicht geringste Chance lassen, was ich sehr schade finde. Aber das dürfen Sie ja nunmal selbst entscheiden, so wünsche ich Ihnen tiefe Erkenntnisse, ein schönes Leben und einen noch schöneren Tod.

...auch Ungläubigen wird von Gott das Leben geschenkt!
Was sie draus machen, ist dann ihre Sache

Und die daraus resultierende Meinungsfreiheit ist das Höchste Gut und sollte zu aller Letzt von einem Christen beschnitten werden.
Was Herr Muchlinsky getan hat, hat Größe. Er setzte sich am Ende mit Wolfgang gleich, erhöhte sich nicht, richtete nicht. Das ist wahrlich christlich! Die Kirche ist sicherlich keine Bedingung um am Ende auf dem "falschen oder richtigen Haufen" der Ernte zu liegen, aber sie erhalten für uns Alle die Möglichkeit auch heute noch über den Glauben überhaupt nachzudenken. Das Skurile daran ist, früher durften die Menschen sich nicht frei zu ihrem Glauben äussern ohne einem Scheiterhaufen entgegenzusehen, heute wo man es könnte, glaubt keiner mehr. Das Wichtigste daran ist, es wird keine Hölle für Diejenigen geben die aus der Kirche ausgetreten sind. Du wirst an deinen Taten gemessen, nicht am Glauben. In den Taten der heutigen ev. Kirche kann man sich aber vortrefflich orientieren.

Nach dem Kirchenaustritt erwartet den Menschen zunächst mal, dass er keine Kirchensteuern mehr bezahlen muss und im Gegenzug keinen kirchlichen Arbeitsplatz, Kindergartenplatz, Krankenhausplatz, Altenheimplatz etc mehr bekommt.

Mit der Kirchensteuer werden Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Kultur, Seelsorge, Gemeindearbeit, Gehälter und weltweite Entwicklungshilfe...finanziert. Wenn alle Menschen aus der Kirche austreten, dann werden Altenheime nicht mehr finanziert, es gibt keine kirchlichen Arbeitsplätze mehr, die Kirchen werden zu Moscheen umgewidmet und die weltweite Diakonie und Caritas fließt den Bach hinunter.

Von der Zahlung der Austrittsgebühr sind auch sozial Schwache nicht befreit. Nachdem der Kirchenflüchtling sich bereits im Leben von der Gemeinschaft entfernt hat, wird er auch nach seinem Tode an einem fürchterlichen und grauenhaften Ort untertauchen, genauer gesagt im ewigen Feuer, das unauslöschlich ist. Dort erwartet ihn "Schande und ewige Abscheu". Es ist ein Ort, wo "ewiges Verderben" warten. Dort in dem "Feuer- und Schwefelsee", werden die Gottlosen "Tag und Nacht gequält werden, von Ewigkeit zu Ewigkeit".

Ganz offensichtlich ist die Hölle ein Ort, den wir meiden sollten.

Dieser Kommentar von Ihnen ist leider voller Fehler. Kirchliche Einrichtungen sind generell offen für jeden Menschen, ganz egal ob Kirchenmitglied oder nicht. Sie werden zudem nur teilweise aus kirchlichen Steuermitteln bezahlt, sondern größtenteils aus staatlichen Mitteln. Und die Hölle, nun ja, wenn Sie sich die so vorstellen, bitte!

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