Nahtoderfahrungen auf Bibelstellen stützen?

gestellt von Tojo am 12. September 2012

Hallo! Ich behandle im Unterricht derzeit Nahtoderfahrungen sowie daraus resultierende Hoffnung oder Trost bzw. ewiges Leben. Gibt es hierzu geeignete Bezüge zur Bibel? Bin dankbar für Tipps! :-)

Lieber Tojo,

in der Bibel gibt es ja – quasi – DIE (Nah-)Toderfahrung schlechthin, aus der Millionen Menschen Hoffnung und Trost schöpfen. Jesus wurde gekreuzigt, starb und am dritten Tage stand er auf von den Toten. Daraus schöpfen die Christinnen und Christen seit jeher ihre Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode. Der Apostel Paulus schreibt dazu:

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.  Denn da durch "einen" Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch "einen" Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. (1. Kor 15,20-22)

Die Todeserfahrung Jesu hat ihn für alle zur Hoffnung gemacht.

Nun nehme ich aber an, dass Sie auf der Suche nach einer NAHtod-Erfahrung sind, weniger auf der Suche nach einer "Ganztod"-Erfahrung. Eine solche ist mir aus der Bibel nicht bekannt. Wohl gibt es Stellen, in denen es beinahe dazu kommt, dass jemand stirbt. So geht es zum Beispiel Isaak, dem Sohn Abrahams, der von seinem vater beinahe geopfert wird. Die Geschichte steht in Genesis 22,1-19. Ich frage mich allerdings, ob sich aus dieser Geschichte Trost schöpfen lässt.

Trost und Hoffnung werden in den biblischen Zeugnissen durch die Hoffnung auf Gott geschöpft, nicht aus dem Erleben von Visionen bei Sauerstoffmangel. Und wenn von Erscheinungen berichtet wird, wie sie auch in den Erzählungen von Menschen mit einer Nahtod-Erfahrung stammen, dann werden diese in der Bibel als göttliche Offenbarung beschrieben, die man zwar in einer Art Entrückung aber auch in einem sehr lebendigen Zustand erfährt.

Herzlichen Gruß!

Frank Muchlinsky

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