Taufpate/Taufzeuge

gestellt von Birgit am 11. August 2014

Sehr geehrte Frau Löw, welches Amt ist wichtiger? Das Patenamt oder auch der Taufzeuge? Was genau ist der Unterschied? Entscheidet sich ein Mensch bewußt für das ein oder andere Amt? Wir wirkt sich dies auf den Getauften aus. Was haben beide Ämter für eine Bedeutung? Genaues habe ich im Netzt leider nicht gefunden. vielen Dank.

Liebe Birgit,

das Patenamt ist das eigentliche Amt. Das Patenamt ist ein Amt, das die Kirche verleiht.

Man braucht Pat*innen bei der Taufe von Kindern bis zum 14. Lebensjahr. Mit 14 Jahren ist ein Mensch im religiösen Sinne erwachsen und braucht keine Pat*innen mehr.

Die Pat*innen versprechen bei der Taufe, das Kind im christlichen Glauben zu begleiten. Deshalb ist es wichtig, dass sie Mitglied in der Kirche sind.

Die Eltern bei der religiösen Erziehung zu begleiten, ist übrigensdas Einzige, was die Pat*innen versprechen! Sie versprechen nicht, wie man zuweilen denkt, für das Kind da zu sein, falls den Eltern etwas zustößt. (So etwas muss notariell geregelt werden). Und sie versprechen auch nicht, das Kind an Geburtstagen auch Weihnachten zu beschenken. (Obgleich sich jedes Kind, über Geschenke freut :-)  ).

Das Patenamt erlischt wieder, wenn das Kind 14 Jahre alt ist. Wobei es natürlich schön ist, wenn die Bindung länger besteht. Dies ist meist im Zusammenhang mit der Konfirmation der Fall. Bei ihr bekennt der/die Konfirmand'in den eigenen christlichen Glauben. Ist im religiösen Sinne mündig. 

Taufzeugen ist kein Amt. Es ist aber zuweilen üblich, wenn man sich als Erwachsene (also über 14 Jahre) taufen lässt,  Taufzeugen zu bestellen (Freund'innen oder jemanden aus der Gemeinde).

Taufzeug*in ist jemand, der/die einfach dabei ist, wenn man getauft wird, vielleicht einen Bibelvers einem überreicht oder ein Gebet für einen spricht.

Konnte ich Ihre Fragen klären? oder ist noch etwas offen geblieben? 

Gottes Segen für die Taufvorbereitung wünsche ich Ihnen.

Mit herzlichen Grüßen, Ihre Sabine Löw 

 

 

 

 

Kommentare

Dürfen die Taufzeugen auch nicht christlich sein bzw. keiner christlichen Kirchen angehören, weil sie u. a. keine Kirchensteuer zahlen wollen?

Ist es möglich, eine Kind 2mal zu taufen, weil man z. B. in einem fremden Land christlich getauft wurde und keine Taufurkunde von dem dortigen Kirchbüro erhält? (Die sind zu faul)

Taufzeugen gibt es auch bei Kindertaufen - das sind jene, die aufgrund fehlender Kirchenzugehörigkeit nicht Taufpate werden können. Die nennt man ebenso Taufzeugen und sie bekommen einen Taufzeugenschein. Antwort also ja: Taufzeugen dürfen nichtchristlich sein bzw. keiner Kirche angehören.

Eine Wiedertaufe ist in den Landeskirchen ausgeschlossen. Sie können versuchen, sich an Ihr Gemeindepfarramt zu wenden und über den offziellen Weg dann eine Taufurkunde zu bekommen.

Ihre Ergänzung ist in dieser Pauschalität falsch. Als Mitglied einer christlichen Kirche kann man das Patenamt übernehmen. Als Nicht-Mitglied oder nach einem Kirchenaustritt kann man natürlich ein Kind begleiten, als Zeuge an einer Taufe teilnehmen (so wie alle anderen Anwesenden) - aber es ist eben kein Amt und es gibt auch keine Urkunden dafür. Das jedenfalls ist die Rechtslage in den Kirchen Hannover, Rheinland und Nordkirche.

hallo meine frage ist meine freundin hat mein mann als taufzeuge bei der taufe ihrs kindes . aber sie hat ein falschen nammen ge nacht er heißt so nicht was kann mann da machen schüne gruße

Wenden Sie sich an die Kirchengemeinde, die die Urkunde/Bescheinigung ausgestellt hat.

Hallo Zusammen,
Ist es möglich eine Taufe mit 2 Taufpaten ( evangelisch) und 2 Taufzeugen (katholisch/ nicht in einer Konfession) zu haben?

Wir würden gerne 2 weitere Menschen nahe in die Taufe einbinden und nicht nur die beiden Taufpaten.

liebe Grüße Lydia

Liebe Lydia,

das ist kein Problem. Ob die "Taufzeugen" allerdings eine Bescheinigung bekommen, hängt von der Pfarrerin/ dem Pfarrer ab. Die evangelische Kirche kennt das Amt eines Taufzeugen nicht, da jeder, der bei der Taufe anwesend ist "Taufzeuge" ist. Aber man kann sie natürlich in den Gottesdienst mit einbinden: z.B. Taufkerze entzünden, Fürbitte sprechen, etc.

Guten Tag,
ich bin katholisch, werde jetzt Taufpatin eines (bald) evangelischen Kindes. Gibt es da traditionelle Taufgedchenke? Bei uns gibt es traditionell ein Kettchen mit Kreuz oder Schitzengel.
Was kann ich meinem Patensohn schenken?
Liebe Grüße und besten Dank im Vorraus

Muss denn der Taufzeuge in der Kirche sein ? Wir wollen unseren Sohn ev. taufen lassen. Die eine Taufpatin ist getauft, konfirmiert, in der Kirche. Der zweite ist gerade 15 J., nicht getauft.... Kann er Taufzeuge werden ?
Lg Petra Mietzner-Oelke

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