Kircheneintritt wegen dem Beruf

gestellt von Stefanie am 2. September 2014

Hallo !

Ich bin Erzieherin und Mitglied einer Freikirche die nicht im ACK ist. Ist es ratsam um eine Arbeitsstelle in die Evangelische Kirche einzutreten / Mitglied zu werden?

Liebe Stefanie,

die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Richtlinie verabschiedet, die von den meisten ihrer Gliedkirchen übernommen wurde. Dort geht es darum, wer in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten darf und wie das zu geschehen hat. Es ist die sogenannte "Loyalitätsrichtlinie". Wichtig ist der Paragraph 3:

 

§ 3

Berufliche Anforderung bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses

(1) Die berufliche Mitarbeit in der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie setzt grundsätzlich die Zugehörigkeit zu einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland oder einer Kirche voraus, mit der die Evangelische Kirche in Deutschland in Kirchengemeinschaft verbunden ist.

 

(2) Für Aufgaben, die nicht der Verkündigung, Seelsorge, Unterweisung oder Leitung zuzuordnen sind, kann von Absatz 1 abgewichen werden, wenn andere geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu gewinnen sind. In diesem Fall können auch Personen eingestellt werden, die einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen angehören sollen. Die Einstellung von Personen, die die Voraussetzungen des Absatzes 1 nicht erfüllen, muss im Einzelfall unter Beachtung der Größe der Dienststelle oder Einrichtung und ihrer sonstigen Mitarbeiterschaft sowie der wahrzunehmenden Aufgaben und des jeweiligen Umfeldes geprüft werden. § 2 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

(Richtlinie des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland nach Art. 9 Buchst. b Grundordnung)

 

Als Erzieherin nehmen Sie keine Aufgabe in der "Verkündigung" wahr. Darum würde in Ihrem Fall die Mitgliedschaft in einer der Mitgliedskirchen der ACK reichen. Eventuell kann Ihre Arbeitgeber auch darum bitten, in Ihrem Fall eine begründete Ausnahme zu machen. Am besten, Sie fragen Ihren (zukünftigen?) Arbeitgeber.

 

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

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