"Bibeltreues" Theologiestudium

gestellt von Denis am 25. Dezember 2014

Sehr geehrter Pastor,
ich habe einen tiefen Wunsch Pastor zu werden und das Evangelium zu verkündigen. Ich bin 19 Jahre alt und wohne in Niedersachsen. Vor kurzem habe ich meinen erweiterten Realschulabschluss / erw. Sek I "erhalten" und erkundige mich nun nach einer bibeltreuen Kirche und einer Ausbildungsmöglichkeit. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich meine schulischen Qualifikationen erweitern, oder eine Berufsausbildung anstreben soll. Zudem bin ich überzeugter Christ und bin der Meinung, dass die Bibel das Wort Gottes ist und für uns Menschen, absolute Wichtigkeit und Autorität darstellt. Leider konnte ich oftmals die Erfahrung machen, dass mehrere Theologen, bzw. Pastoren nach ihren Belieben, den Inhalt der Bibel "verdrehen" und ihre eigenen Theorien aufstellen, so dass die Bibel dann nicht als ein Zentrum des Glaubens präsentiert wird, sondern "eigene" Wertvorstellungen in den Vordergrund geraten. Das ist der Grund, warum ich manche christliche Gemeinden "meide". Könnten Sie mich bitte aufklären, was die genauen Voraussetzungen für den Beruf Pastor und Diakon sind und was Sie mir konkret in meiner Situation raten würden?
Ich erwarte Ihre Antwort und bedanke mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Denis

Lieber Denis,

 

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Schulabschluss! Als Niedersachse ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie auf dem Gebiet der Hannoverschen Landeskirche wohnen. In dieser Kirche gilt wie in allen Landeskirchen, dass ein Pastor ein Hochschulstudium absolvieren muss. Sie müssten daher zunächst noch Ihre Hochschulreife erlangen, bevor Sie ein solches Studium antreten können. Um Diakon zu werden, könnten Sie sich an einer Fachhochschule bewerben.

Für beide Studiengänge gilt, dass Sie sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen, dass die Bibel nach kirchlichem Verständnis nicht das wörtlich offenbarte Wort Gottes ist. Vielmehr ist sie nach diesem Verständnis ein Zeugnis der Offenbarung Gottes. Das ist ein wichtiger Unterschied, den Sie sicherlich auch kennen, wenn Sie sich als "bibeltreu" bezeichnen. Das Studium der Theologie dient gerade nicht dazu, dass man die Bibel "verdreht", sondern dass man die in der Bibel erhaltene Frohe Botschaft auf eine Weise verkünden kann, die sowohl dem Text gerecht wird als denen, die diese Botschaft hören. Darum ist es unbedingt nötig, sich sowohl mit dem Text als einem antiken Text auseinanderzusetzen, der in einer bestimmten zeit verfasst wurde, als auch zu lernen, wie man die lange zeit zwischen der Niederschrift und der heutigen Zeit angemessen überbrücken kann.

 

Dies ist – wie erwähnt – der Weg, den die verfassten Kirchen in Deutschland ihren angehenden Pastorinnen und Pastoren vorschreiben, und auch für Diakone verhält es sich nicht viel anders. Wenn Ihnen das aufgrund Ihrer persönlichen Frömmigkeit nicht als ein gangbarer Weg erscheint, sollten Sie schauen, ob Sie sich in einer entsprechenden Freikirche wohler fühlen würden. Hier gibt es unterschiedliche Wege der Ausbildung. Hier sollten Sie sich am besten bei einem freikirchlichen Pastoren erkundigen, der in einer Gemeinde amtet, die Ihnen besonders zusagt.

Lassen Sie mich zum Schluss noch betonen, dass in jeder Kirchengemeinde die Bibel das absolut wichtige Zentrum unseres christlichen Glaubens darstellt. An ihr muss sich alles ausrichten, was unsere Kirche tut. Allerdings will die Bibel ausgelegt sein. Sie selbst will es. Dazu habe ich einmal ausführlich geantwortet. Schauen Sie gern einmal hier hinein.

 

Ich grüße Sie sehr herzlich

Frank Muchlinsky

Kommentare

Es geht um die Frage, wer die Schrift recht auslegt. Nach der Vorstellung Luthers konnte dies nur durch die Schrift selbst geschehen, da sie "durch sich selbst glaubwürdig, deutlich und ihr eigener Ausleger" sei. Bei diesem Vorgang sei der Mensch nur passiv – er empfange das unverfügbare Wort.

Damit diese Unverfügbarkeit nicht wiederum zur Willkür der Schriftauslegung führt, betonte Luther die „Mitte der Schrift“. Diese Mitte liege in der Christusbotschaft, die somit der innere Maßstab der Schrift sei. Von hier aus sei es möglich, kirchliche Entscheidungen und sogar die einzelnen Schriften der Bibel zu kritisieren – je nachdem, ob sie „Christum treyben“,[3] also das Evangelium den Gläubigen zuführen, oder nicht.

Hütet Euch davor GOTT den VATER zum LÜGNER zu machen!

Man kann Gott den Vater nicht zum Lügner machen, denn das Wort Gottes ist 100% ECHT und GOTT kann nicht LÜGEN. Wer etwas vom Wort Gottes wegnimmt oder dazu tut, macht GOTT zum Lügner.

Gott lässt sich niemals, von uns sündigen Menschen zum "LÜGNER" machen. Gott der vater sagt: Das alle Menschen „Lügner“ sind und zum Tode durch das Gesetz verurteilt sind. Es gibt keinen Menschen der nicht sterben wird, oder?

Titus 1,2
aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat

Wer nicht HÖREN will, bekommt gemäß 2.Thess den Geist der Lüge, der Lüge glauben zu müssen, weil man dem Wort Gottes nicht geglaubt haben.

2. Thessalonicher 2,11
Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben,

Es ist die härteste Erziehungsmaßnahme Gottes für Menschen der Lüge glauben zu müssen.

JESUS CHRISTUS
lebt

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