Ehe

gestellt von Wolfgang am 2. April 2015

Sehr geehrte Frau Buettner, ist eine Ehe zwischen einer Christin und einem Atheisten möglich und wird eine Trauung durch die Kirche vollzogen? Mit freundlichen Grüssen Wolfgang

Lieber Wolfgang,

für die Anmeldung einer Trauung in der evangelischen Kirche müssen nicht beide Ehepartner Mitglied der Kirche sein, es reicht, wenn ein Ehepartner Mitglied der Kirche ist. Eine Trauung zwischen einer Christin und einem Atheisten ist also möglich. Beachten würde ich jedoch, dass eine solche Trauung auch immer das Eheversprechen vor Gott beinhaltet, hier kommt es auf die innere Haltung der Ehepartner an. Wenn ich also die Pfarrerin wäre, die die Trauung durchführt, würde ich noch einmal nachfragen, ob es auch wirklich der Wunsch des Atheisten ist, sich in einer Kirche trauen zu lassen.

Mit den besten Wünschen,

Ihre Irmela Büttner

Fragen zum Thema

Kommentare

Ähem! Das Eheversprechen findet nicht nur vor Gott statt sondern auch vor den Medien ! Die meisten Heiratswilligen verspüren den unbändigen Wunsch, mit Medienrummel zu heiraten.

Mit professionellen Kameramännern, moderner Technik und langjähriger Erfahrung werden ganz individuelle Hochzeitsfilme während der Trauung erstellt. Emotionen und unvergessliche Szenen beim Ringtausch oder beim JA-Sagen werden per Foto shooting für alle Ewigkeit festgehalten. Ohne Medien ist eine kirchliche Trauung fast nicht mehr denkbar! Der Pfarrer/in sollte meines Erachtens die oben erwähnte Atheistin fragen, ob es auch wirklich ihr Wunsch ist, mit Medienrummel zu heiraten.

Ich kann es mir nicht so recht vorstellen, ja, es wundert mich sogar, wenn ein Atheist das Bedürfnis nach einer kirchlichen Trauung hat. Ich dachte immer, dass ein Atheist mit Gott und der Kirche nicht so besonders viel zu tun haben will.

Ich möchte mich an dieser Stelle kurz in die Debatte einmischen. Wenn eine Christin einen Menschen heiratet, der nicht Mitglied einer christlichen Kirche ist, dann spielt es in der Tat keine Rolle, was der Bräutigam so glaubt, oder auch nicht glaubt. Die beide können in jedem Fall einen "Gottesdienst anlässlich  einer Eheschließung" feiern. Der Unterschied zu einer kirchlichen Trauung, bei der beide Kirchenmitglieder sind, ist unteranderem folgender: Das angesprochene Trauversprechen vor Gott wird durch eine sogenannte "Anrede" ersetzt, in der die Brautleute zwar angeredet werden, sie allerdings nicht antworten. Das geschieht, damit man den nicht-christlichen Partner nicht dazu zu bringen, etwas zu sagen, was er nicht glaubt.

Grüße von rank Muchlinsky

Atheismus meint: das völlige Abstreiten der Existenz eines Gottes.

So frage ich euch vor Gott und dieser seiner Gemeinde: Atheist, willst du diese Christin, geborene NN, als deine dir von Gott anvertraute Ehefrau lieben und ehren und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und im Glauben an seine Verheißung führen, bis der Tod euch scheidet? So antworte: Ja.

Passt irgendwie nicht!

Trauanrede für Atheisten in einer Kirche:
Lieber Atheist, liebe Christin......, wollen Sie sich einander annehmen, immer zueinander stehen, in guten ...so antworte: Ja.

Passt auch nicht!

So funktioniert es auch nicht. Auf die sogenannte Anrede wird nicht vom Brautpaar geantwortet. Das klingt dann zum Beispiel so:

NN und NN,

Aus diesen Worten der Bibel (die wurden vorher gelesen) haben Sie gehört, dass Gott die Ehe segnen und beschützen will.

Gottes Segen gilt allen Menschen, die danach verlangen, weil sie Halt und Hilfe für ihr Leben brauchen.

Gott stärke Ihren Willen, einander zu achten und beieinander zu bleiben ein Leben lang.

Liebe Gemeinde, lasst uns für diese Eheleute beten.

Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Atheist im Kirchenbuch namentlich erwähnt werden möchte.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Kirchenbücher die Existenz von Atheisten darstellen sollen. Kirchenbücher sind meines Wissens wichtige Quellen der historischen Forschung! Wenn sich eines schönen Tages herausstellt, dass Atheisten in den Kirchenbüchern drin stehen, dann könnte das die ganze Kirchenlandschaft durcheinander bringen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gott einen Atheisten segnen will. Warum sollte er das tun? Hat nicht Jesus mal gesagt "Wer mich nicht kennt, den kenne ich auch nicht?" Da hat Jesus doch recht!

Auch wenn ich mir noch so viel Mühe gebe, ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass ein Pfarrer bei einer Trauung auf die Traufrage verzichtet. Ts! Eine Trauung ohne Trauversprechen ist doch keine Trauung sondern leeres Geseier.

Von einem Atheisten erwarte ich mindestens ein: "Ja, aber ohne Gottes Hilfe!" Ich meine, "GAR NIX" zu sagen, ist doch irgendwie zu wenig, oder? Polterabend ist ja noch okay - aber Trauung?

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann soll die Kirche das Verlangen, die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen erfüllen, die nicht an Gott glauben.

Aha! Wie`s ausschaut, funktioniert dieses Konzept wie geschmiert! Ich glaube, das nennt man dann "Unterwanderung"?

Neuen Kommentar schreiben

Hier ist Ihre Meinung gefragt. Wenn Sie etwas zu diesem Thema beitragen möchten, geben Sie einfach Ihren Namen an (wenn Sie das Feld leerlassen erscheint "Gast" auf der Website) und geben Sie Ihren Text ein. Die Redaktion behält sich vor, welche Kommentare veröffentlicht werden. Radikale politische Äußerungen und persönliche Beleidigungen werden grundsätzlich nicht veröffentlicht.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.