Darf man im Abendmahl Wein an Jungendliche ausschenken?

gestellt von Lea Meyer am 7. April 2016

Dürfen der Pfarrer oder die Pfarrerin bei dem Abendmahl minderjährigen Kindern Wein austeilen oder nur Traubensaft?

Liebe Frau Meyer,

 

Das Jugendschutzgesetz, das den Ausschank von Alkohol an Jugendliche regelt, betrifft nicht den Gottesdienst. Es regelt vielmehr den Verkauf und die Abgabe in Gaststätten und Verkaufsstätten. Für die Vollständigkeit zitiere ich dennoch hier einmal  den entsprechenden Paragraphen:

Jugendschutzgesetz (JuSchG) § 9 Alkoholische Getränke

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen

1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche, 2. andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

(2) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht, wenn Jugendliche von einer personensorgeberechtigten Person begleitet werden.

(Quelle: www.gesetze-im-internet.de)

Wie bereits erwähnt, bezieht sich der Paragraph nicht auf gottesdienstliche Handlungen. Im Abendmahl wird eben kein Wein "ausgeschenkt". Vielmehr wird im Abendmahl ein Sakrament gefeiert, im Zuge dessen, ein kleiner Schluck Wein gereicht wird.

 

Dennoch ist die Kirche natürlich kein rechtsfreier Raum, und seitdem auch Kinder unter 14 Jahren in vielen Gemeinden zum Abendmahl zugelassen werden, wird in den Gemeinden, in denen das üblich ist, selbstverständlich auch Traubensaft zum Abendmahl gereicht. Ich habe Ihre Frage weitergeleitet an die EKD, weil ich es genau wissen wollte, und Oberkirchenrat Dr. Stephan Goldschmidt (aus dem Kirchenamt der EKD (und aus der Geschäftsführung der Liturgischen Konferenz) schrieb mir auf Ihre Frage: "Aus kirchenrechtlicher Sicht muss der Kirchenvorstand einer Gemeinde die Entscheidung treffen, ob Kinder zum Abendmahl eingeladen werden. In diesem Zusammenhang wird sinnvollerweise auch die Verwendung von Traubensaft oder zumindest der Möglichkeit, neben Wein Traubensaft zu erhalten besprochen. Pfarrer und Pfarrerinnen sind an diese Beschlüsse des Kirchenvorstands gebunden."

 

Wie Sie sicherlich wissen, sind die Regelungen innerhalb der Evangelischen Kirche nicht immer einheitlich. Es gibt von Gemeinde zu Gemeinde ebenso Unterschiede, wie zwischen den einzelnen Landeskirchen. Doch überall gilt, dass wir mit dem Abendmahl ausgesprochen sorgsam umgehen. Das bedeutet auch, dass wir, wenn wir Kinder zum Abendmahl zulassen, die noch keinen Wein trinken sollen, Traubensaft reichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

Kommentare

Ich persönlich finde es nicht in Ordnung, dass das Vermächtnis Jesu und sein Auftrag an uns, einfach mal so, per Beschluss des Kirchenvorstandes, abgeändert werden darf! Inhalte aus der Bibel dürfen ja eigentlich nicht abgeändert werden. So steht`s geschrieben!

Mal ehrlich! Kinder sind Personen unter 14 Jahren. Kinder sind weder reif, das Abendmahl inhaltlich zu verstehen und schon gar nicht reif, einen Schluck Wein zu nehmen.

Bevor Kirchengemeinden den Auftrag Jesu "einfach mal so" abändern, sollte man eher dieses Kinder-Abendmahl wieder "rückabwickeln": Zuerst Konfirmation und DANN Abendmahl!

Alles andere macht doch gar keinen Sinn. Mit der Konfirmation werden junge Menschen zu vollwertigen Mitgliedern der Gemeinde. Damit verbunden ist das Recht zur Teilnahme am Abendmahl. Alles andere ist unrechtmäßig.

Bereits die Taufe macht einen Menschen, egal wie alt, zu einem vollwertigen Mitglied der Gemeinde Jesu. Die Konfirmation/Firmung ist die erwachsene eigene Bestätigung, die zum Beispiel eine Beteiligung in der Gemeindeleitung, und auch das Patenamt ermöglicht, aber nicht Voraussetzung für die Begegnung mit Jesus am Altar. Ich unterstütze unsere Kinder wenn sie freiwillig (!) zum Gottesdienst mitwollen, und auch soweit und wenn sie zum Abendmahl gehen wollen und habe das auch schon vor dem "Unterscheidungsalter", von etwa 7 Jahren, getan, das in der katholischen Kirche wiederum als Minimum angesehen werden würde. Ich finde es sehr tröstlich, dass diese Dimension der Nähe Jesu inzwischen auch schon Kindern zugänglich gemacht wird, die auf ihre Weise ja auch schon den ganzen Kosmos an guten und nicht ganz so guten Erlebnissen und Gefühlen verarbeiten müssen, und Begriffe, wie "das Fest Jesu", können durchaus einen Zugang bieten. Eine Alternative, wenn man Wein festlicher findet oder diesen beibehalten möchte, wäre es, einen Schluck Wasser in den Kelch zu geben - damit wäre der rechnerische Alkoholgehalt dieses Schlucks dann nochmal geringer - eine andere Alternative wäre, dass ein Kind nur das Brot nimmt, weil Brot wie Wein ja die Nähe Jesu vermittelt, oder die Intinktion. Letztlich ist in vielen Lebensmitteln Alkohol in Spuren enthalten, zum Beispiel auch in Fruchtsäften. Insofern ist es hier eindeutig eine Frage der Menge und wie oben beschrieben gibt es ja verschiedene Lösungen für die denkbaren Fragestellungen.

Wo steht denn bitte geschrieben, dass Jesus die Konfirmation eingesetzt habe? Wo in der Bibel steht, dass man konfirmiert sein muss, um am Abendmahl teilzunehmen? Wo steht, dass man dazu 14 Jahre alt sein mus? Mit 13 1/2 Jahren ist man nicht reif, das Abendmahl inhaltlich zu verstehen, aber mit 14, zackboing, begreift man's? Was meinen Sie, ist ein geistig behinderter Mensch in der Lage, das Abendmahl inhaltlich zu erfassen? Nein? Darf der dann niemals hingehen? Und wo wir schon dabei sind: haben SIE denn vollständig begriffen, was das Abendmahl ist? Also ich maße mir das nicht an - es ist ein "Geheimnis des Glaubens", wie es in der Liturgie heißt. Ich geh aber trotzdem hin.

Die Frage ist ja: womit soll man es "begreifen" - mit dem Verstand, der in der Pubertät bekanntlich unter Hormoneinfluss Kapriolen schlägt und sich erst finden und üben muss? mit dem Intellekt, mit dem man Abiturnoten erwirbt und Diplome?

Nein, finde ich nicht. Paulus beschreibt ja in 1 Kor 13 sehr schön, wie sich das Verständnis im Lauf des Menschenlebens entwickelt und verändert und wie nachher noch mal alles ganz anders sein wird.

Jeder getaufte Christ ist ein vollwertiges Mitglied der Gemeinde. Auch die Kinder. Und jedes Kind und jeder Erwachsene muss und darf auf seiner Stufe den eigenen Zugang zum Abendmahl finden und die Einladung Christi auf seine eigene Art annehmen (lernen).

Wir haben in unserer Gemeinde gut und gern 2 Jahre um die Entscheidung gerungen, ehe wir beschlossen haben, die Kinder zum Abendmahl zuzulassen. Das ist nun einige Jahre her, und wir haben nur gute Erfahrungen damit gemacht.

Machen Sie in Ihrer Gemeinde dann separaten Kindergottesdienst parallel zum Gottesdienst und wenn ja: weshalb?

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Mit der Konfirmation nehmen die Jugendlichen erstmals in
"eigener" Verantwortung am Abendmahl teil.

Wenn Eltern ihre religionsunmündigen Kinder in die Kirche lotsen + zum Abendmahl bugsieren, einen Becher Rotwein anschleppen, äh, meine natürlich Wasser, dann ihre Kinder eine volle Stunde lang in die Kirchenbank manövrieren, bis es allen sterbenslangweilig wird, ... also, ich meine, welches Kind trinkt schon gern Wasser? Mal ganz abgesehen davon, dass der rote Wein, Jesu Blut symbolisieren soll. Für die Rettung der Menschheit hat Jesu am Kreuz sein Blut gegeben und kein durchsichtiges Wasser!

Außerdem habe ich noch nie einen Täufling gesehen, der sagen konnte: Ja, mit Gottes Hilfe.

Ich kenne auch kein einziges Kind, das seinen Glauben durch Wort + Tat bewähren kann.

Falls Sie mich mit dem "Wasser statt Wein" meinen, es ist ja möglich, Wasser IN den Wein zu mischen (das machen unter anderem römische Katholiken, Altkatholiken und Anglikaner, sollte aber auch in einer lutherischen Kirche kein Problem sein), dann haben Sie keinen Alkoholgehalt von 12 oder 13 Prozent, sondern liegen deutlich drunter. Das können Sie sich jetzt für vielleicht 10 ml, meinetwegen 20 ml Wein-Wasser-Mischung (50:50) ausrechnen, rechnen Sie es bitte zum Vergleich aber auch noch für ein Glas Apfelsaft oder Kefir à 0,2 Liter aus - oder auch zwei oder drei :-) . Die Formeln finden Sie hier: http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/haeufige-fragen/wie-berechnet-man-... und hier: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/versteckter-alkohol-das-restrisiko... - Berechnungshilfe: Ein Kind von 30 kg Körpergewicht (meine liegen alle schon drüber!) hat etwa 2,5 Liter Blut im Körper.
Und man muss mit seinem Kind ja nicht zwingend einen sterbenslangweiligen Gottesdienst aussuchen (wie auch immer man in diesem Zusammenhang langweilig definiert). Es geht ja zum Beispiel um den Gründonnerstag, oder Gottesdienste auf Freizeiten - meistens wird das Abendmahl dort dann eh mit Saft gefeiert. Und natürlich wird man durch die Taufe "vollwertiges" Mitglied der Gemeinde, weil man bei allen bestgemeinten eigenen Bemühungen, auch später aus sich heraus nie heilig und gut genug für Gott sein können wird, aber trotzdem "Kind Gottes" sein darf. Dieses "Es ist vollbracht" ist für mich eigentlich DIE Kernerkenntnis der Reformation und auch das Beste am Abendmahl und am Glauben insgesamt!

Bevor am Abendmahl teilgenommen werden darf, muss eine ausgibige Belehrung stattgefunden haben. Diese Belehrung findet im Konfirmandenunterricht statt und endet quasi mit einer Prüfung und mit einem "JA" vor der Gemeinde.

Ein Pfarrer darf also einem 8jährigen oder einer 4-jährigen KEIN Abendmahl reichen, weil zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Konfirmandenunterricht und noch keine Belehrung stattgefunden hat.

Wenn Kinder trotzdem am Abendmahl teilnehmen, und der Pfarrer teilt es ihnen aus, dann bedeutet dies im Klartext, dass sich der Pfarrer von der Konfirmation trennt.

Damit alle Sakramente ihre Ordnung behalten, könnte man versuchen, das Konfirmationsalter herunter zu setzen. Ob es allerdings Sinn macht, einen Dreijährigen zum Konfirmandenunterricht einzuladen, ist ja schon fraglich. Weinseligkeit für 5-jährige? Also ich weiß nicht so recht!

Ja, das mag in manchen Kirchenordnungen so stehen. In unserer zum Beispiel nicht. Da darf der Pfarrer genau das sehr wohl. Eine Gemeinde, vertreten durch ihr gewähltes Presbyterium, kann nach ausgiebiger Beratung qua Beschluss getaufte Kinder zum Abendmahl zuzulassen. Sie muss dann auch dafür sorgen, dass Kinder auf das Abendmahl in altersgemäßer Form vorbereitet werden können. So wachsen sie in vielen Gottesdiensten in das Sakrament hinein und erleben Feierlichkeit, Gemeinschaft, Trost und Tränen, Freude und Geheimnis. Da sind die auch sehr offen für. Das ist insgesamt sicher etwas mehr Arbeit, als die Jungs und Mädels routinemäßig durch den Unterricht zu schleusen, im Gottesdienst anzupfeifen, wenn sie während des AM kichern, und ihnen dann einmalig in einer Stress-Situation (Konfirmation!) das Abendmahl zu verabreichen, worauf sie dann nie wieder hingehen.

Der 8-Jährige oder die 4-Jährige müssen also nicht im Konfirmandenunterricht ausgiebig belehrt worden sein, sie sollen aber verstehen: Jesus lädt mich ein, genau wie Papa und Mama und alle anderen, die hier sind, und er liebt mich, und er ist jetzt bei uns, wenn wir Brot und Wein miteinander teilen. Das versteht jeder Mensch auf seiner Entwicklungsstufe auf seine eigene Weise. Und dann kann er auch die Einladung von Christus annehmen.

Die Aufgabe der Vorbereitung liegt also bei den Eltern und Paten, bei der Kinderkirche, im Schulgottesdienst, in der Kirchenmusik (Kinderchöre!) und selbst bei den Omas, die selber im Gottesdienst gar so gern quatschen und sich dann über die Konfis beschweren ;-)

Hier fängt das Problem schon an: "Die Aufgabe der Vorbereitung liegt also bei den Eltern und Paten, bei der Kinderkirche..."

Selbst wenn der Pate einen Gesellenbrief als Mechatroniker in der Tasche hat, ist er noch lange kein Theologe. Ich möchte auch die Eltern nicht als Geringqualifizierte bezeichnen, aber meistens haben Sie kein Gelübde abgelegt, dass z. B. falscher Lehre gewehrt wird. Wie sollen Eltern falsche Lehre erkennen, wenn sie gar nicht wissen, worauf sie achtgeben müssen?

Die meisten Kirchenchöre sind beispielsweise als Vereine organisiert und unter den Mitgliedern befinden sich auch Atheisten und kirchliche Nichtmitglieder. Die Texte, die gesungen werden, wehren nicht der falschen Lehre - es wird getextet, gesungen, was das Zeug hält und was man eben selber so alles glaubt, obwohl eben sehr viel grundlegend falsches in den Texten drinsteht.

Ich bin davon überzeugt, dass Sie "falsche Lehre" selber nicht erkennen können, sonst würden Sie es nicht gutheißen, dass jeder X-Beliebige, egal wer, alle Welt und jeder Dahergelaufene unsere Kinder auf das Abendmahl und Konfirmation vorbereiten können.

In unserer Gemeinde führt "Jan + Jedermann" + "wer auch immer" die Konfi-3-Unterrichte durch, in privaten Wohnzimmern von Hinz + Kunz organisiert und durchgeführt von sonst wem. Äh? Da kann ich nur den Kopf schütteln!

Für mich ist das Ganze Private Prozedere die pure Unordnung und Ungehorsam gegenüber Christus. Die Nachfolger der Jesus-Jünger sind nun mal unsere Pfarrer/innen und nicht die Atheisten aus dem Kirchenchor e.V.
Falscher Lehre wird Tür und Tor geöffnet. Und alle finden das super! Wir Christen schaffen uns selber ab!

Liebe Gästin, ich finde, dass im Zweifelsfall gerade die Eltern und Paten zuständig sind, denn sie haben ja das Taufversprechen anstelle des Säuglings bzw. Kindes gegeben, was dann in der Konfirmationsfeier lediglich nochmal selbst bekräftigt wird. Genau die Erziehung im Glauben sichert man ja bei der Taufe als Eltern und Paten zu, und dazu gehört nicht nur Theorie, sondern auch Praxis. Noch eine Überlegung: Gerade als evangelische Christen, haben wir eben nicht ein von oben herab verordnetes Lehramt, sondern es sollte sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten schon auch selbst machen, um "falsche Lehre" erkennen zu können. Sonst hat man weder den Zeugen Jehovas, noch Esoterikanhängern oder auch einfach dem Materialismus oder übertriebenem Zweckdenken irgendetwas entgegenzusetzen. Man ist auch von der Wiege zur Bahre mit lebenspraktischen Ethikfragen konfrontiert, wo ich vielleicht jetzt auch nicht jedesmal direkt den Pfarrer anrufen würde. Und wenn ich Ihre Argumentation jetzt konsequent zu Ende denken würde, dann wäre es schwierig, unterhalb von einem Theologieexamen überhaupt zum Abendmahl zu gehen, und nach dessen Bestehen wäre es wahrscheinlich immer noch schwierig.
Dass sich in Ihrer Gemeinde offenbar viele "Laien" im Konfirmandenunterricht engagieren, finde ich übrigens toll! Viele verschiedene Leute haben meistens mehr mitzugeben, als ein "Alleinunterhalter", und gerade Jugendliche können sich dann auch selbst ihre Identifikationspersonen suchen. Und warum soll das dann nicht der Mechatroniker mit seinen Lebens- und Glaubenserfahrungen sein? Beim Tod Jesu ist ja der Tempelvorhang zerrissen, das bedeutet im übertragenen Sinne eine Aufhebung der Trennung zwischen Kultisch-Sakralem und Weltlich-Profanem. Wir dürfen ganz nah bei Gott sein, aber dabei dürfen wir trotzdem wir selbst sein. Das ist für mich Evangelium, und ja, auch eine der Sinn-Nuancen des Abendmahls.

Sehr geehrte Geheimniskrämerin,
es ist ja völlig in Ordnung, dass Eltern/Paten/Kinderkirchmitarbeiter etc sich z. B. am Konfi-Unterricht beteiligen möchten.

Auch unser Pfarrer ist lediglich noch an der "Mit-Koordination" mit Team +Gruppen-Müttern beteiligt. Ebenso bei Konfi-3 und Konfi-8, da darf der Pfarrer ebenfalls "mit-koordinieren" gemeinsam mit einer Jugendreferentin + Team.

Auf welches Ziel hin eigentlich koordiniert wird, das entscheidet nicht der Theologe der Kirchengemeinde, sondern Laien, Jugendreferenten, und das Team, wer immer das auch sein soll...

Jugendreferenten arbeiten z. B. mit "pädagogischen Maßnahmen" also mit erzieherischen. Pädagogik zählt zu den Wissenschaften und nicht zur Theologie. Folglich verfolgen Pädagogen ganz andere Ziele als Theologen. Das muss doch jedem einleuchten, oder? Pädagoge ist eine Berufsbezeichnung aber keine Berufung. Man muss bedenken, dass es gute, mittelmässige und schlechte Pädagogen gibt, genauso wie es gute, mittelmässige und schlechte Handwerker, Rechtsanwälte, Maschinenbauer und Verkäufer gibt. Dass es zwischen einem Laien-Handwerker und einem ausgebildeten Handwerker nochmals gravierende Unterschiede gibt, das weiss ja wohl jeder selber!

Wenn ich z. B. sage "Im Kühlschrank ist Bier", bin ich Theologe. Wenn ich im Kühlschrank nachschaue, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachsehe, nichts finde und trotzdem behaupte, es ist Bier drin – dann bin ich Esoteriker!

Unsere Kirchengemeinden haben sich größtenteils dafür entschieden, dass profane, wissenschaftliche und esoterische Ziele verfolgt werden. Mit Religion und mit dem Theologen können die Kirchengemeinden meistens gar nichts mehr anfangen, eben weil sich auf diesem theologischen Gebiet niemand auskennt, nur der Pfarrer und das ist blöd. Deshalb entscheiden sich Kirchengemeinden für "falsche Lehre", denn da kann jeder was dazu beitragen!

Wissenschaft, Weltlichkeit und Theologie sind nun mal inkompatibel - es sind 3 grundverschiedene Weltbilder. Die Wissenschaft zweifelt die absolute "Wahrheit" an. Wie? Jesus, Gottes Sohn? Nö!

Der Theologe darf als Hauptaufgabe die Geburtstagsbesuche absolvieren ( 80, 85, 90 und älter).

Bei den Seniorengruppen der Kirchengemeinden sieht es doch ähnlich aus! Eigentlich sollten diese regelmässig theologische Inhalte erfahren, damit die Senioren dieses religiöse Wissen dann an andere weitererzählen können. Doch auch die Senioren drehen ihr eigenes Ding und gehen lieber den weltlichen Genüssen nach.
Ich hoffe mal, Sie haben einigermassen verstanden, was ich ausdrücken will!

Ach Sie sitzen auf einem dermaßen hohen Ross, dass es überhaupt keinen Sinn hat, mit Ihnen zu diskutieren. Wie wollen Sie beurteilen, ob ich eine falsche Lehre erkennen kann, wenn Sie mir begegnet? Die Heranführung an das Abendmahl liegt ja nicht in der Hand eines einzelnen Mechatronikers, um Ihr Beispiel zu zitieren, sondern ist ein Zusammenwirken .. und gelingt eh nur mit Gottes Hilfe .. und nichts anderes haben Eltern und Paten bei der Taufe vor Gott und der Gemeinde gelobt: dass sie es tun wollen nach besten Kräften und mit Gottes Hilfe. Ebenso gelobt die Gemeinde, sie darin mit Gottes Hilfe zu unterstützen.
Und Sie dürfen auch mal aufhören, Leute zu verurteilen ("Atheisten aus dem Kirchenchor"). Die Musik hat mit Gottes Hilfe schon so manche Brücke gebaut und so manchen Weg gebahnt, wo der Menschenverstand beim besten Willen keinen gesehen hätte. Sie verallgemeinern irgendwelche Erfahrungen, die Sie vielleicht gemacht haben, und urteilen über unsere Arbeit und unsere Gemeinde hier, die Sie nicht kennen; von der Sie also noch viel weniger Ahnung haben als von allem anderen, worüber Sie sich auslassen. Sie werden auch jetzt wieder Hohn und Spott auskippen ... Es ödet einen schon ziemlich an. Machen Sie weiter, wenn Sie es brauchen - es hilft aber ansonsten keinem einzigen Menschen und trägt auch nicht zu Gottes Ehre bei.
Grußlos
K.

Ihre Frage:
"Die Frage ist ja: womit soll man es "begreifen"?"
Man soll das Abendmahl begreifen mit Brot + Wein.
In Brot + Wein ist Jesus real zugegen.

Viele Gemeinden sind dazu übergegangen, Wein zu predigen aber Wasser an alle auszuschenken!

Ich würde Kinder durchaus zum Abendmahl zulassen. Auch Kinder sind Teil der Gemeinde Christi mit der Taufe.

Die andere Frage ist, wie man zum Thema Alkohol steht. Im Gegensatz zum "Blut Jesu" gibt es beispielsweise im Islam ein komplettes Alkoholverbot. Daher meine pragmatische Lösung - alkoholfreier Wein. Dieser ist zwar durchaus selten, lässt sich aber ohne Probleme auch kaufen.

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