Konvertieren zum Islam?

gestellt von Fynn am 3. August 2016

Guten Tag,

seit einiger Zeit plagt mich die Frage, ob ich vom Christentum zum Islam konvertieren soll. Ich habe beide Bücher mehrmals studiert, kann aber nicht herausfinden welche der beiden Religionen für mich die richtige ist. Nach Gebot soll man keine anderen Götter haben. Nur ist es so, dass man davon ausgehen kann, dass es derselbe Gott seien könnte. Wäre eine Konvertierung dann ein Bruch des Gebotes?

Und wenn ich mich in 10 Jahren umentscheiden würde, könnte ich zurückkonvertieren oder wäre ich dann verstoßen von beiden Religionen, die eigentlich denselben Gott anbeten? Dann gäbe es schließlich keinen Weg mehr ins Paradies, richtig?

Ich bitte um Hilfe bei diesen Fragen. Mit freundlichen Grüßen

Lieber Fynn,

in Ihren Fragen stecken gleich mehrere Themen, die man alle sehr ausführlich beantworten und auch diskutieren kann. Ich will versuchen, es kurz zu machen. Sie sprechen im ersten Absatz vom ersten der zehn Gebote, in dem es heißt: "Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Sie gehen außerdem davon aus, dass der Gott, an den Christen und Muslime glauben, derselbe ist. Dafür gibt es gute Gründe, schließlich berufen sich beide Religionen zum Teil auf dieselben Personen, seien es Abraham oder auch Jesus. Allerdings ist gerade Jesus derjenige, an dem sich die Religionen absolut voneinander unterscheiden, denn nach christlichem Verständnis ist in Jesus Christus Gott selbst Mensch geworden. Diese Vorstellung lehnt der Islam komplett ab. Jesus Christus ist also für Christen sozusagen eine – und zwar eine entscheidende – Komponente Gottes.

Insofern glauben wir eben nicht an denselben Gott. Unser christlicher Gott hat sich direkt in Jesus Christus den Menschen offenbart. Der Gott der Muslime hat sich direkt im Koran offenbart. Darum ist eine Konvertierung zum Islam in jedem Fall eine Abkehr von dem Gott, den das Christentum in seinem Glaubensbekenntnis bezeugt. Nach christlichem Verständnis wendet sich jemand, der zum Islam konvertiert also von Christus ab und also anderen Göttern zu.

Auf Ihre zweite große Frage kann ich Ihnen mit großer Gewissheit antworten: Wer zurückkommt, wird in jedem Fall mit offenen Armen aufgenommen. Es gibt so viele Gleichnisse in der Bibel, in denen Jesus genau das erzählt. Vielleicht kennen Sie die Geschichte vom "Verlorenen Sohn" (Lk 15,11-32). Es mag Menschen geben, die es nicht verzeihen können, wenn jemand ohne Not weggeht und dann wiederkommt. Gott aber macht keine Ausnahme: Wer kommen will oder zurückkommen, der darf.

Das ändert natürlich nichts daran, dass ich persönlich Ihnen nicht rate zu konvertieren. Meiner Meinung nach ist das Christentum die Religion, die Gottes Offenbarung am besten bewahrt und lebt. Aber das ist eben meine Meinung. Was ich am Islam (und leider auch in einigen christlichen Kreisen) vermisse, ist die Fähigkeit einzugestehen, dass man sich irren könnte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und grüße herzlich.
Frank Muchlinsky
 

Kommentare

Danke für diese gute Erklärung! Aber wie steht es mit dem Gott des Judentums: Kann man von diesem sagen, dass er derselbe ist wie der christliche? Immerhin ist und bleibt Jesus Jude, betet zu diesem Gott und hält dessen Gebote. Andererseits glauben Juden wie auch die Muslime nicht daran, dass Christus ein Teil des trinitarischen Gottes ist.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14:6

Ja, das weiß ich doch. Es gibt selbstverständlich in jeder der drei Buchreligionen Argumente dafür, warum man selbst Recht hat. Dies ist einer der oft geäußerten Gründe des Christentums.

Was ich an der Antwort vermisse ist, dass die Empfehlung nur aus einer Perspektive geschrieben wurde. Fynn bezieht sich ja auf beide Religionen und da ist meines Erachtens nach die Untersuchung aus beiden Perspektiven zu empfehlen. Die Muslime glauben zwar nicht da dran, dass Jesus die Komponente Gottes ist, jedoch spielt Jesus im Islam eine sehr wichtige Rolle und wird ebenfalls sehr geehrt. Hinzu kommt noch, dass der Islam das Christentum mit in die Religion einschließt, genauso wie das Judentum. Es ist alles eine Einheit. Der Islam sieht das Judentum, sowie das Christentum als einen Vorgänger und der Islam selbst ist sogesehen das Update dieser beiden Weltreligionen. Alles baut aufeinander auf und bildet eine Gemeinschaft. Ob jemand aus dem Islam wieder austritt oder nicht, liegt ebenfalls in dessen Hand, denn alles was man macht, ist aus freien Stücken und keinem Zwang.

Das ist wahr. So versteht sich der Islam. Ich bin allerdings nicht neutral in dieser Frage, wie Sie sich denken können, und wie ich ja auch geschrieben habe.

Zitat: "Der Islam sieht das Judentum, sowie das Christentum als einen Vorgänger und der Islam selbst ist sogesehen das Update dieser beiden Weltreligionen."

Ich bin Christ. Aber ich war immer tolerant gegenüber anderen Religionen, insbesondere gegenüber dem Islam. Das liegt wohl an der Tatsache, dass wir in Deutschland mit sehr vielen Muslimen zusammenleben und ich mich für andere Menschen interessiere. Und die Religion, der Glaube, ist meiner Ansicht nach, Teil eines Menschen. Aber wenn ich lese, dass sich eine Religion, hier der Islam, für ein "Update", eine "Überhöhung" also, gegenüber anderen Religionen (Christentum und Judentum) sieht, dann schwindet meine Toleranz mehr und mehr.

Natürlich kann man zu jeder Zeit aus frei Stücken konvertieren - von einer Religion zur anderen. In den zwei Konfessionen in Deutschland ist das alles kein Problem. Doch wer sich mit der Bibel und dem Koran intensiv beschäftig hat, sollte wissen, dass man sich auch anderweitig informieren sollte, um zu wissen, wohin man sich begibt. Wer vom Islam konvertiert ist ein Abgefallener und wird mit dem Tode bestraft.

Nun, das gilt nicht überall und sollte darum nicht pauschal behauptet werden.

Traurige Frage. Aber sehr gute Antwort :-)

Nach dem Amoklauf in München fand ein ökumenischer Gottesdienst unter der Leitung von Kardinal Marx und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deuschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, statt. In diesem Gottesdienst sprach eine Muslima ein Gebet. Wenn es - wie oben geschrieben - stimmt, dass sich ein Christ, der zum Islam konvertiert, anderen Göttern zuwendet, wurde dann in dem christlichen Gottesdienst zu anderen Göttern gebetet? War das ein Götzendienst innerhalb einer Liturgie, die von den höchsten Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland verantworetet wurde?
Was sagt evangelisch.de dazu?

Lieber Herr Meissner,

hier liegt ein logischer Kurzschluss vor. Wenn in einem interreligiösen Gottesdienst eine Muslima zu ihrem Gott betet, dann bedeutet es nicht, dass die anderen Teilnehmenden das auch tun. Herr Bedford-Strohm hat selbstverständlich zu seinem Gott gebetet, und der ist der Dreieinige.

Gruß, Frank Muchlinsky

Lieber Herr Muchlinsky,
soweit so gut - die Beteiligten beten nicht miteinander sondern nebeneinander. Der Rahmen ist aber ein ökumenischer, also christlicher Gottesdienst in einer christlichen Kirche. Meine Frage zielt daher darauf ab, ob in diesem christlichen Gottesdienst Ihrer Meinung nach ein Gebet an einen anderen als dem christlichen Gott und damit zu einem Götzen vorgetragen wurde und ob die Verantwortlichen christlichen Leiter des Gottesdienstes damit einen Götzendienst unterstützt oder zumindest innerhalb einer christlichen Kirche und einer christlichen Liturgie gebilligt haben?
Gruß
Volker Meißner

Och, das sehe ich wie Paulus das mit dem "Götzenopferfleisch" in Korinth, also entspannt. Vergleiche 1. Kor 8.

Das überzeugt micht nicht, Herr Muchlinsky. Mein Eindruck ist, dass Sie meiner Frage ausweichen, zu der es ja durchaus verschiedene Positionen gibt, auch innerhalb der evangelischen Kirche.

Ich habe die Diskussion hier mitgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass einmal von einem ökumenischen Gottesdienst die Rede ist, ein anderes mal von einem interreligiösen Gottesdienst. Was ist der Unterschied zwischen einem ökumenischen und einem interreligiösen Gottesdienst?

Ein ökumenischer Gottesdienst ist einer, in dem mehrere christliche Konfessionen miteinander feiern. Interreligiös bedeutet, dass mehrere Religionen zusammen feiern.

Danke für Ihre Antwort.

Demnach war der Gottesdienst, der nach dem Münchner Amoklauf, im Gedenken an die Opfer gefeiert wurde, ein interreligiöser Gottesdienst, kein Ökumenischer. Ein wichtiger Unterschied also. In den Vorabankündigungen war nämlich immer von "ökumenisch" die Rede, was dann ja nicht so ganz richtig war.

" Nur ist es so, dass man davon ausgehen kann, dass es derselbe Gott seien könnte. Wäre eine Konvertierung dann ein Bruch des Gebotes?"

Es besteht zwischen Beiden ein großer Unterschied. Die Bibel sagt: Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Der Koran sagt: Gott hat keinen Sohn,wer das behauptet lügt.

Ferner lies einmal 1. Johannes-Brief 2,22 Das sagt eigentlich alles über die Meinung, das Im Islam und im Christentum der gleiche Gott angebetet wird.

Sich gegenseitig der Lüge zu bezichtigen, bringt uns wahrlich nicht weiter. Es ist eine Sache, sich zu seinem Glauben zu bekennen, eine andere Sache ist es, andere Leute wegen Ihres Bekenntnisses zu beschimpfen. Darum sage ich: Bekennt Euch zu Gott indem ihr zeigt, was für gute Menschen der Glaube aus Euch macht!

Sehr geehrter Herr Muchlinsky!

Ich bin erstaunt über Ihre Reaktion. Eigentlich wollte ich weder mit Bibel- noch Koran Versen um mich werfen,aber es muss wohl doch sein. Sie schreiben: "Sich gegenseitig der Lüge zu bezichtigen, bringt uns wahrlich nicht weiter."

Nur, die Tatsachen sind doch andere. Wenn wir unseren Glauben allerdings immer weichspülen müssen wir uns doch nicht Wundern, wenn uns der Isalm nicht ernst mimt.

Ich schreibe hier einmal einen Koran Vers zu meiner obigen These:

“O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Gott nur die Wahrheit aus! Der Messias, Jesus, der Sohn Marias, ist nur Gottes Gesandter und Sein Wort, das Er Maria entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten und sagt nicht ‘Drei’. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Gott ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm, (und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Gott genügt als Sachwalter.” (Quran 4:171)

Jesus nur ein Gesandter, nicht der Erlöser, nicht der Retter wie ihn uns die Bibel
beschreibt. Wie kann es da ein und derselbe Gott sein. Diese Theorie verträgt sich wie Feuer und Wasser.

Sie bestätigen nur, was ich bereits beschrieben habe. Natürlich steht in der Bibel, dass nur stimmt, was in der Bibel steht, und natürlich steht im Quran, dass nur stimmt, was im Quran steht. Solange wir unsere Wahrheit bezeugen und den anderen dasselbe Recht zugestehen, so lange werden wir einander in Frieden lassen.

Sehr geehrter Herr Muchlinsky

Da hebe ich Ihnen ja wohl die Bestätigung Ihrer Theorie geliefert. Und Sie können dabei glücklich sein. Ich denke allerdings, dass das ein Irrtum ist. Wenn wir alles weichspülen kann da nie etwas Vernünftiges bei herauskommen. Wenn wir Fehler und Irrtümer nicht erkennen und benennen, dann landen wir in einer Sackgasse.
Ich will einmal Ihren Gedanken weiter denken. Jeder sucht sich aus Bibel und Koran das raus, was Ihm passt, und so findet Jeder seine eigne Individuelle Wahrheit. Es gibt dann keine allgemein gültige Wahrheit. Auch der Ausspruch Jesu, das er nur der Weg, die Wahrheit, und das Leben ist, ist nicht für alle Menschen gültig. Wenn dem so ist, frage ich mich, weshalb sich alle Welt über den IS aufregt. Die haben für sich die Wahrheit erkannt dass alle die nicht so wie sie an Allah glauben vernichtet werden müssen. Warum dürfen Sie das denn nicht. Aber so ist das, wenn sich jeder seine Individuelle Wahrheit suchen darf, und es keine Verbindliche Wahrheit gibt.

Aber das ist doch gerade das Problem: Der IS meint, seine Wahrheit sei die einzig mögliche. Das Problem liegt eben NICHT darin, andere Wahrheiten für möglich zu erachten, sondern die eigene Wahrheit für absolut und einzig möglich zu halten. Darum greift man zur Waffe.

Sehr geehrter Herr Muchlinsky,
Ja,gerade das ist das Problem. Nur, Jesus hat seinen Jüngern verboten mit der Waffe zu Kämpfen. Mohammed nicht. Wer als Christ das Evangelium mit der Waffe Verteidigen will kann sich nicht auf Christus berufen. Wenn Sie einmal in die Missionsgeschichte schauen werden Sie feststellen es gab genügend Missionare, die sich um des Evangeliums willen haben umbringen lassen, und die nicht Ihre Macht und Überlegenheit ausgespielt haben.

Ich weiß nicht so richtig, wie ich auf diese Verkürzung von Tatsachen antworten soll. Was Sie schreiben, ist einerseits richtig, aber andererseits nur ein winziger Ausschnitt der Realität. Das Christentum hat in seiner Geschichte mit außerordentlicher Gewalt missioniert. Der Islam hat vielerorts ausgesprochen friedlich mit den anderen Religionen zusammengelebt. Passen Sie bitte unbedingt auf, dass Sie sich nicht die Teile der Geschichte herauspicken, die Ihrer Ansicht entsprechen. Wie gesagt: Ja, es gab Christen, die für ihren Glauben gestorben sind, aber es gab eben auch die, die für ihn getötet haben. Das ist im Islam überhaupt nicht anders.

Sehr geehrter Herr Muchlinsky
Sie haben recht meine Antwort war sehr kurz. Ich weiß wohl um das Unrecht das im Namen des Christentums begangen wurde. Aber ich ordne es etwas anders ein. An zwei Beispielen will ich es versuchen zu verdeutlichen. Karl der Große und die Missionierung der Sachsen. Für mich ist dies eine Machterweiterung und Befestigung unter dem Deckmantel des Christentums. Denn es steht im Missionsbefehl nicht „taufet die Leute und haut ihnen danach den Kopf ab.

Das zweite Beispiel sind die Hexenverfolgungen. Auch die geschahen im Namen des Christentums. In Lemgo in Westfalen, gibt es einen guten Überblick im Hexenbürgermeisterhaus. Wenn man sich dort die einzelnen Exponate ansieht, stellt man schnell fest, es wurde zwar im Namen des Christentums gehandelt, doch was da getan wurde hatte mit dem Christentum nichts gemeinsam. Es ging schlicht und einfach darum in den Besitz anderer (meist allein stehender Frauen zu gelangen).
Ich sehe bei vielen Ereignissen in der Europäischen Geschichte eine große Nähe zur IS. Was in der Europäischen Geschichte abgelaufen ist, war meistens nicht nach der Lehre Jesu.

Ich weiß auch, dass es Jahrhunderte gab in denen Christentum und Islam friedlich zusammen gelebt haben. Ich vermisse aber in unserer Zeit die Stimme der gemäßigten aus dem Islam, und ich bezweifle das der Islam sich reformieren lässt, gerade, weil die gemäßigten Schweigen. Es gibt zwar einige wenige die unter Lebensgefahr Ihre Stimme erheben, aber die große Mehrheit schweigt.

Zitat: "Was ich am Islam (und leider auch in einigen christlichen Kreisen) vermisse, ist die Fähigkeit einzugestehen, dass man sich irren könnte."
Das stimmt. Diese Fähigkeit vermisse auch ich in einigen christlichen Kreisen oder bei gewissen Gläubigen und Frommen. Aber seine eigenen Lebenslügen zu erkennen und zu bekennen ist schon ein großer Schritt.
Außerdem sagte einmal ein Diener Gottes: auch wir Gläubige bedürfen der stetigen Korrektur.
Das heißt für mich: eine eigene Meinung sollte man schon haben, sollte sich aber dennoch persönlich mit der Bibel und dem Koran und anderen Religionen und auch mit dem Islam immer wieder als Mensch erneut auseinandersetzen.

Hallo Fynn,

die Frage ging zwar nicht an mich und ich finde die Antwort auch soweit richtig, aber ich möchte noch etwas anmerken.

Nach dem Koran ist der Islam das einzig Wahre, nach der Bibel das Christentum. Allein durch Lesen der heiligen Schriften kommt man dort nicht zu einer Entscheidung.
Es hat mal eine Zeit in meinem Leben gegeben, da habe ich mit Jesus gehadert. Sollte ich wirklich jemandem nachfolgen, der die Machtverhältnisse in der Welt dermaßen ignoriert hat und der ihnen so schnell zum Opfer gefallen ist? Sollte das mein Modell und Vorbild sein? Waren nicht Moses und später auch Mohammed erfolgreicher und hatten sie nicht schon deshalb Recht, weil sie eben auch die politische Seite einbezogen haben?
Heute sehe ich es genau umgekehrt. Wenn es überhaupt einen Weg zum Frieden gibt, dann ist es der, den in der Welt herrschenden Mechanismen von Angst und Gewalt mit Liebe und gewaltlos entgegenzutreten, so unvernünftig das auch aussehen mag. Genau das hat Jesus getan und er hat Recht behalten. Sie haben ihn umgebracht, aber damit war die Geschichte nicht zu Ende.
Den Islam sehe ich im Vergleich dazu als Rückschritt an, eben weil er weltliche Macht mit organisiert. Die Verbindung von weltlicher Macht und Religion funktioniert nicht und richtet mehr Schaden als Nutzen an. Außerdem hängt der Islam dem Christentum 600 Jahre in der Entwicklung hinterher, und in dieser Zeit ist viel Wichtiges passiert. Ich rate davon ab, zu konvertieren. Das Gras auf der anderen Seite sieht bekanntlich immer grüner aus, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen.

Herzliche Grüße

Thomas

Ein super Kommentar! Da gibt es, meines Erachtens nach, nichts hinzu zu fügen.

Guten Nachmittag liebe Mitleser,
mittlerweile sind gute 2anhalb Monate vergangen indem ich mich weiter über die Kommentare, die Religionen und meinen eigenen Werten informiert habe. Ich schätze eine Antwort für mich werde ich nie finden. Ich finde die Standpunkte der Mitleser interessant, aber eine Richtung konnte mir das ganze nicht deuten. Ich denke das jede Religion Knackpunkte hat die man glauben kann und sollte. Als geborener jedoch nie gänzlich überzeugter christ können wir auch nur glauben das Jesus in seinen Predigten recht hatte und er wirklich der Sohn Gottes war. Christen nehmen sich das Recht und bestehen darauf das Jesus Gottes Sohn ist und Muslimen behaupten sie wären die aktuellste Religion. Man könnte sich gegenseitig vorwerfen er hätte unrecht und was wäre wen eine Person heutzutage behaupten würde sie wäre ein Gesandter Gottes, würden wir dem glauben schenken? Ich würde nicht sagen das der Islam dem Christentum hinterherhängt, sie haben viele Erfindungen der Welt erbracht und viel für Frieden getan. Den IS kann man ja nun wirklich nicht ernstnehmen so paradox sie zum Koran stehen. Zwar mag das Gras auf der anderen Seite ja immer grüner aussehen, aber schmeckt es denn auch so? ;)
Ich bin nicht konvertiert vorweg. Ich weiß noch nicht wie ich meinen Glauben ausleben werde. Als junger Mann mache ich mir sorgen einen falschen Weg in meinem Leben zu gehen. Ich kam auch nicht über Jesus darauf das sie der gleiche Gott seien sollen, ich ging davon aus das wen beiden Bücher sich auf die Erschaffung von Adam und Eva beruhen wir alle im weitestgehenden Sinne Brüder und Schwestern sind. Wir alle beten zu einem Gott obwohl wir alle eigentlich eins sind. Nach islamischen Standpunkt ist der Koran ein Update, unterstützt das nicht die Theorie das wir alle zum selben Gott beten? Unser Hauptstreitpunkt weshalb wir nicht gleich seien sollen ist doch eigentlich nur Jesus! Jesus sah doch alle als Kinder Gottes an, kann es nicht sein das die Überlieferungen Jesus so hoch lobten das man ihn quasi als nicht mehr normales Kind Gottes ansah sondern als richtiger Sohn? Ich finde es interessant über diese Frage zu debattieren. Liebe Grüße :)

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