Epiphaniaszeit

gestellt von Irmgard Langhorst am 23. November 2016

6. Januar ist "Epiphanias" danach Epiphaniaszeit, wie lang ist sie 2017, wieviel Sonntage umfaßt sie, wie heißenj diese?

Liebe Frau Langhorst,

im kommenden Jahr 2017 wird es insgesamt fünf Sonntage nach Epiphanias geben, weil das Osterfest 2017 recht spät gefeiert wird, nämlich erst am 16. April. Die Namen der Sonntage sind recht simpel, denn sie werden durchnummeriert: 1. Sonntag nach Epiphanias und so weiter. Nur der letzte (im nächsten Jahr der 5.) heißt dann Letzter Sonntag nach Epiphanias.

Danach wird drei Wochen lang rückwärts gezählt: 3. Sonntag vor der Passionszeit, 2. Sonntag vor der Passionszeit und Sonntag vor der Passionszeit. Allerdings haben diese Sonntage dann bereits "echte" Eigennamen: Septuagesimae, Sexagesimae und Estomihi.

Mit herzlichem Gruß

Frank Muchlinsky

Kommentare

Wenn es nun, Gott sei`s geklagt, nur 2 Epiphanias Sonntage gibt. Was dann? Wann werden die fehlenden Texte gepredigt?

1. Sonntag nach Epiphanias am 17.01.16
Letzter Sonntag nach Epiphanias am 17.01.16

Römer 12,1-3 + 2. Korinther 4,6 - 10?
Diese Textstellen hören sich irgendwie zusammenhanglos an.

Nanu! Erscheinung (kann wegen einem widrigen Umstand nicht stattfinden?)

Ein Motiv sollte "eigentlich" die ganze Epiphaniaszeit durchziehen, die vom 6. Januar an bis zu 6 Wochen dauert: das Licht als Symbol für den "erscheinenden" Christus.

Letztlich geht es am Epiphaniastag um die Menschwerdung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus. Diese Botschaft gilt jedem einzelnen Menschen und zugleich der ganzen Welt.

Gibt es im Kirchenjahr 2016 eventuell noch die Möglichkeit, diese fehlende Botschaft irgendwie noch unterzubringen?

Na, ich will doch hoffen, dass die Kirche bis zur Widerkunft unseres Herren immer die Menschwerdung Gottes verkündigen wird. Das wird hoffentlich nicht von der Länge der Epiphaniaszeit abhängen.

Epiphanias: 6. Januar
1. Sonntag nach Epiphanias: Entfällt,
wenn Ostern vor dem 25. März (Schaltjahr 24. März) liegt

2. Sonntag nach Epiphanias: Entfällt,
wenn Ostern vor dem 1. April liegt (Schaltjahr: 31. März)

3. Sonntag nach Epiphanias: Entfällt,
wenn Ostern vor dem 8. April liegt (Schaltjahr: 7. April)

4. Sonntag nach Epiphanias: Entfällt,
wenn Ostern vor dem 15. April liegt (Schaltjahr: 14. April)

5. Sonntag nach Epiphanias: Entfällt,
wenn Ostern vor dem 22. April liegt (Schaltjahr: 21. April)

Letzter Sonntag nach Epiphanias: Entfällt?

Kann es passieren, dass Epiphanias irgendwann komplett ausgeschaltet wird?

Ein Schaltjahr ist ein Jahr, das nicht wie ein normales Jahr 365 Tage, sondern 366 Tage hat. Als zusätzlicher Tag wird der 29. Februar eingefügt. Obwohl 2016 ein Schaltjahr ist, und folglich einen Tag mehr hat, wird die E-Zeit kürzer. Ich versteh`s nicht!

Das Kirchenjahr ist normalerweise eine jährlich wiederkehrende festgelegte Abfolge von christlichen Festen und Festzeiten. Obwohl das so ist, gibt es keine wiederkehrende, festgelegte Abfolge mehr. Ich komme ins Grübeln.

Liebe Gästin,

was verstehen Sie genau nicht? Das Schaltjahr hatte keine Auswirkungen auf die Länge der Epiphaniaszeit in diesem Jahr. Osten war am 27 März, also kam es auf einen Tag mehr oder weniger bei der Berechnung der Zeit vor Ostern nicht an.

Bleiben Sie ruhig ruhig. Niemand manipuliert am Kirchenjahr herum. Es mag sich Vieles ändern in unserer Kirche, aber nicht am Kirchenjahr.

Frank Muchlinsky

Wie? Niemand manipuliert am Kirchenjahr herum?
Mal unerquicklich gefragt: Was ist aus dem Buß-und Bettag geworden? Und was ist mit dem Berchtoldstag, der plötzlich neu erscheint?

Den Buß- und Bettag gibt es doch immer noch. Ob man an dem Tag arbeitsfrei hat oder nicht, entscheidet doch nicht die Kirche, sondern der Gesetzgeber.

Wie Sie selber zugeben müssen, manipuliert der Gesetzgeber am Kirchenjahr herum.

Zudem findet man Tricksereien in evangelischen Agenden. Diese beinhalten noch weitere Feste und sonstige Gedenktage, obwohl man nur an Christus gedenken soll:

Tag des Apostels Andreas am 30. November
Tag des Apostels Thomas am 21. Dezember
Tag des Erzmärtyrers Stephanus am 26. Dezember
Tag des Apostels und Evangelisten Johannes am 27. Dezember
Tag der unschuldigen Kinder am 28. Dezember
Tag der Bekehrung des Apostels Paulus am 25. Januar
Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar
Tag des Apostels Matthias am 24. Februar
Tag der Verkündigung des Herrn am 25. März
Tag des Evangelisten Markus am 25. April
Tag der Apostel Philippus und Jakobus des Jüngeren am 3. Mai
Tag der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni
Gedenktag der Augsburgischen Konfession am 25. Juni
Tag der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni
Mariä Heimsuchung am 2. Juli
Tag des Apostels Jakobus des Älteren am 25. Juli
Tag des Apostels Bartholomäus am 24. August
Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus am 21. September
Tag des Erzengels Michael und aller Engel am 29. September
Tag des Evangelisten Lukas am 18. Oktober
Tag der Apostel Simon und Judas Thaddäus am 28. Oktober
Gedenktag der Heiligen am 1. November

Nein. Wie das Kirchenjahr aussieht, entscheidet die Kirche. Welche tage davon arbeitsfrei sind, entscheidet der Staat. Niemand manipuliert etwas.

Nein, nein, das Kirchenjahr wird selbstverständlich nicht manipuliert. Mit einigen Ausnahmen eben. Ich denke hier beispielsweise an den 4. Sonntag nach Ostern, der zum Sonntag der Kirchenmusik geworden ist und der 10. Sonntag nach Trinitatis der zum Israelsonntag geworden ist. Der Israelsonntag ist ein Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Der Israelsonntag wird elf Wochen nach dem Pfingstfest begangen. Man könnte fast glauben, dass Israel und das Pfingstfest irgendwie zusammengehören.

Wir werden doch ganz gezielt in eine bestimmte Richtung gelenkt, oder sehen Sie das anders?

In manchen Kirchengebieten gibt es bis zu 30 solcher Tage, die nur dazu dienen, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. "Flüchtlingstag" Missionstag" Weltgebetstag" "Afrikatag"....
Dem Einfallsreichtum sind ja gar keine Grenzen mehr gesetzt.

Aus dem Herrenjahr ist doch zwischenzeitlich etwas ganz anderes geworden. Und DAS alles entscheidet die Kirche selbst??? Das ist ja bombig!

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