Du sollst keine anderen Götter neben mir?

gestellt von Timo Löpp am 7. Mai 2017

Hallo Herr Muchlinsky,

meine Frage wäre folgende. Was sind andere Götter? Fallen darunter auch Heilpraktiker, Traumdeuter, Hellseher, Wahrsager oder auch Therapeuten, die alternative Heilmethoden wie zum Beispiel Akupunktur etc. anbieten? Würde ich nicht streng genommen als Sympathisant/Fan von Fortuna Düsseldorf oder Fortuna Köln nicht auch das Gebot brechen. und mit Fortuna als Glücksgöttin eine Göttin neben Gott haben?

Mit freundlichen Grüßen, Timo

Lieber Timo,

in der kirchlichen Auslegung des ersten Gebotes geht es um mehr als um Aberglaube oder die Verehrung von Göttern wie Fortuna. Vielmehr fordert uns das Gebot auf, dass wir nichts wichtiger nehmen sollen als Gott selbst. Insofern kann so ziemlich alles in menschlichen Leben zu einem "anderen Gott" werden: Alles, was wir so wichtig in unserem Leben machen, dass es uns mehr bestimmt als Gott, ist solch ein anderer Gott. Das können durchaus auch eigentlich positive Dinge sein, wie das Kümmern um die eigene Gesundheit oder die Begeisterung für eine Fußballmannschaft. Sobald ich mich einer Sache so sehr hingebe, dass es in meinem Leben wichtiger wird als Gott, verletze ich das erste Gebot, wenn ich dieser Interpretation des Gebotes folge.

Es spielt also keine Rolle, ob Sie sich von einem Heilpraktiker oder einem Mediziner behandeln lassen. Vielmehr ist die Frage, ob Sie sich in einer Weise um Ihre Gesundheit kümmern, die geradezu religiöse Züge annimmt. Und die Fortuna ist genauso gefährlich oder ungefährlich wie die Eintracht.

Herzliche Grüße

Frank Muchlinsky

Kommentare

Was sind andere Götter. Zur Zeit des Alten Testaments geht es wohl um echte Gottheiten, die aber eben nicht der Schöpfergott selbst sind.
Im Neuen Testament erfahren wir, dass man im Tempel von Jerusalem nicht von anderen Gottheiten sprechen durfte. Der Tempel war dem Schöpfergott geweiht. Der Schöpfergott ist ein eifernder Gott, er will allein verehrt werden.
Da sind die Nachbarreligionen angekreuzt, ....und warum interpretieren wir das Gebot heute in einer Weise, dass seine Kernbedeutung unkenntlich wird?

Als ob Gott etwas dagegen hätte, wenn wir zB in einem Sport so aufgehen, dass wir ihn vorübergehend vergessen. Solange wir keinen großen Unsinn machen,....;-)

Lieber Herr Hellwich,

zunächst bitte Achtung! Der Gott, von dem im Alten Testament die Rede ist, ist nciht einfach mit "Schöpfergott" zu übersetzen. Es ist der Gott Israels, und der ist nach christlichem Verständnis der Vater Jesu Christi.

Zweitens: Ja, wir sind uns einig in der Formulierung: "Solange wir keinen großen Unsinn machen".

Herzlich, Frank Muchlinsky

Zitat: "...............Der Gott, von dem im Alten Testament die Rede ist, ist nciht einfach mit "Schöpfergott" zu übersetzen. Es ist der Gott Israels, und der ist nach christlichem Verständnis der Vater Jesu Christi."

Das sehe ich auch so! Aber Gott ist doch auch der "Schöpfergott" so wie es Herr Hellwich in seinem Kommentar schreibt, oder? Im Glaubensbekenntnis heißt es:

"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn..............."

Ja, mir ging es nu darum, deutlich zu machen, dass die bezeichnung "Schöpfergott" für den Gott des Alten Testaments nicht ausreicht.

Zitat: "Als ob Gott etwas dagegen hätte, wenn wir zB in einem Sport so aufgehen, dass wir ihn vorübergehend vergessen."

Warum soll Sport, auch wenn wir mit viel Begeisterung dabei sind, dazu führen, dass wir Gott vergessen? Müssen sich Sport und der Glaube an Gott überhaupt gegenseitig ausschließen? Ich meine, nein!

Ich denke dabei zuerst an die Profifußballer. So mancher Profifußballer glaubt an Gott und vergisst ihn auch auf dem Spielfeld nicht. Immer wieder ist zu beobachten, dass sich Fußballspieler auf dem Spielfeld sogar ganz öffentlich bekreuzigen.

Das zeigt doch, dass Sport, der mit großer Begeisterung betrieben wird und der Glaube an Gott sehr gut zusammen funktionieren. Sport muss nicht zu einem "anderen Gott" werden, auch dann nicht, wenn ich ihn mit Begeisterung betreibe.

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Wie hat Jesus gelebt? Er Gott gedient mit seinem ganzen Leben. Genauso sollten es die Christen auch Heute noch tun. (s. 1 Petrusbrief).
Es ist das Leben im Heiligen Geist.

Es soll doch keine anderen Götter geben, warum wird davor gewarnt? Sind andere Götter so schlecht? Aber gibt es auch andere Teufel?

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