Röm. Kaiser u. deren Einmischung ins Christentum

gestellt von Helmi. am 1. September 2017

"...Das liegt schlicht daran, dass schon sehr früh in der Geschichte des Christentums der Sabbat durch den Sonntag als wöchentlicher Feiertag abgelöst wurde." W E R , frage ich Sie, erdreistet sich den Sabbat abzulösen und somit ein Gottesgebot wissentlich u. vorsätzlich zu brechen, ZU BRECHEN ? Wiederum ein röm. Kaiser (siehe Nizäa!)? Augustus etwa? Falls ja: wie gut, daß es diese röm. Kaiser gab, o d e r ??

Danke und viele Grüße, Helmi.

PS: Wo bleibt der Protest der Protestanten? CAPTCHA - (Geben Sie die Zeichen ein etc. ...) - Sie wollen testen, ob ich ein Mensch bin? Mich wundert nichts mehr... Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet.

Liebe/r Helmi,

 

es scheint Sie ja richtig mitzunehmen, dass die Christinnen und Christen anstelle des Sabbats den Sonntag feiern. Aber ich zumindest versuchen, Sie zu beruhigen. Das Christentum interpretiert den ersten Teil er Bibel, das Alte Testament grundsätzlich auch von Jesus Christus her. Das heißt: Wenn sich durch Jesus Christus etwas eindeutig geändert hat, wirkt sich das auch auf die Interpretation der Gebote aus, die im Alten Testament stehen.

 

Zum Beispiel gelten die Speisegesetze nicht für Christen und Christinnen, weil Jesus sie für nicht relevant erklärte. Er selbst hat sich vermutlich an sie gehalten, soweit wir wissen, aber er sagte auch: "Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein." (Mt 15,11).

 

Den Sabbat hat Jesus laut der Evangelien selbst mehrfach "gebrochen", indem er am Sabbat heilte (zum Beispiel Lk 13,10-17) oder seinen Jüngern erlaubte, am Sabbat Ähren zu raufen und die Körner daraus zu essen (Mk 2,23-28). Für das Christentum ist aber vor allem bedeutend, dass Jesus Christus eben an einem Sonntag auferstanden ist. Das machte diesen Tag zum wichtigsten Tag der Woche.

 

Ihren Verdacht, dass römische Kaiser hier ihre Finger im Spiel hatten, kann ich teilweise ausräumen: Kaiser Augustus, den Sie erwähnen, hat nichts damit zu tun. Er lebte von 63 v. bis 14 n. Chr. Er ist der Kaiser, der in der Weihnachtsgeschichte in Lk 2 erwähnt wird … "Es begab sich aber zu der Zeit …" Augustus hat von Jesus mit Sicherheit nichts und vom Sabbat vermutlich auch nichts gewusst. Auf dem Konzil von Nicäa ging es vor allem um die Göttlichkeit Jesu und um die Trinität. Da war tatsächlich ein römischer Kaiser beteiligt, nämlich Konstantin, der das Konzil einberief. Und Konstantin hat auch tatsächlich verfügt, dass der Sonntag ein Ruhetag sein soll. Allerdings hat er damit nur etwas festgelegt, was sich seit vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelt hatte.

 

Ich halte es nicht für nötig, dass die evangelische Kirche (die "Protestanten") in diesem Falle protestieren. Allerdings gibt es ja zum Beispiel die Siebenten-Tags-Adventisten, eine protestantische Freikirche, die weiterhin den Sabbat als Ruhetag hält. Ihnen scheint die Sabbatruhe ausgesprochen wichtig zu sein, darum empfehle ich Ihnen, mal mit einer solchen Gemeinde Kontakt aufzunehmen.

 

Ach, und zu der "Captcha"-Geschichte:               Ohne diese Einrichtung muss ich täglich bis zu hundert "Fragen" löschen, die von "Spam-Robotern" an mich geschickt werden. Beim Löschen könnte es leicht geschehen, dass ich echte Fragen wie Ihre mitlösche, und das will ich nicht.

 

Beste Grüße!

Frank Muchlinsky

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