Wie können alle Menschen von Adam und Eva abstammen?

Gefragt von veele
Wieso stammen alle menschen von Adam und Eva ab?

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Hallo, bin neu hier und habe eine Frage zu der Schöpfung der Menschen. Gott schuf Mann und Frau, soweit ok. Sie bekamen Kain und Aabel. Ok. Kain erschlug Abel, oder umgekehrt, weiß ich nicht genau.

Nun zu meiner Frage: Es kamen hinterher ja noch mehr Menschen. Woher? Da muss ja der Bruder der Schwester beigewohnt haben, also Blutschande! Oder wie ist das? Unser Pastor kann mir keine Antwort darauf geben, windet sich drumherum. Wäre dankbar für Erklärung. Gottes Segen für Euch!

Liebe Veele,

die Schöpfungsgeschichte erzählt eine Geschichte darüber, warum die Welt wohl so ist, wie sie ist. Warum gibt es zwei Geschlechter? Warum gibt es Tag und Nacht, Land und Meer? Warum tragen Menschen Kleidung und schämen sich, wenn sie nackt sind? Warum müssen wir so hart arbeiten, um unser Essen zu bekommen? Warum haben Frauen bei der Geburt so schlimme Schmerzen? Warum bringen wir einander um – selbst ein Bruder den andern? Und so weiter und so fort. All diese Fragen sind am Anfang der Bibel in Geschichten gekleidet und werden durch diese Geschichten beantwortet. Allerdings werden sie nicht in einer Weise beantwortet, die unseren heutigen "Regeln" entspricht. Heute versuchen wir uns dieser Fragen durch wissenschaftliches Arbeiten zu erklären. Wir stellen Theorien auf und versuchen, diese Theorien möglichst an vielen Punkten durch Beobachtung zu bestätigen. Wie entstand die Welt? Wir haben die Theorie eines Urknalls, wir finden viele Beweise dafür, dass diese Theorie stimmt. Die Theorie hat so lange Gültigkeit, bis jemand einen Beleg findet, der mit der Theologie nicht übereinstimmt. Dann verliert die Theorie ihre Gültigkeit und wird eventuell von einer andere Theorie abgelöst, oder die Theorie wird so verändert, dass alle Indizien in ihr "Platz finden".

So denkt die Bibel nicht. Die Bibel schreibt Geschichten auf, die nicht belegbar sein müssen. Der Bibel geht es darum, in ihren Geschichten eine große Geschichte zu erzählen: Die Geschichte Gottes mit den Menschen. Darum ist bei all den Fragen auch immer Gott im Spiel: Wie ist die Welt entstanden? Gott hat sie gemacht. Warum gibt es Mann und Frau? Weil Gott die Menschen so schuf? Warum müssen wir so hart arbeiten? Weil es Gottes Konsequenz aus der Tatsache ist, dass der Mensch sich nicht an seine Gebote hält … immer ist Gott im Spiel.
Adam und Eva sind in dieser Geschichte die Menschen, sie sind sozusagen bereits alle Menschen. Die Geschichte erzählt von den ersten Menschen, aber sie denkt dabei immer an die gesamte Menschheit. Die Geschichte erzählt: Bereits von Anfang an haben die Menschen sich nicht an Gottes Gebote gehalten, sagt die Bibel. Darum lebt die menscheheit, wie sie lebt: Sie erschlagen einander, weil Gott Opfer des einen annimmt und des anderen nicht. Kain und Abel sind – genauso wie Adam und Eva – beispielhafte Personen. Für die Bibel spielt es keine Rolle, wenn es zu Ungereimtheiten in der Urgeschichte kommt. Das geht bereits damit los, dass die Menschenschöpfung zweimal anders erzählt wird. Und Kain – als er nach dem Brudermord fort geht, geht in ein anderes Land. Das dürfte es nach unserer Logik noch gar nicht geben. Dort nimmt er sich eine Frau – woher soll die kommen?

All diese Brüche und Ungereimtheiten spielen – wie gesagt – für die Bibel keine Rolle. Es geht ihr nicht darum, in unserem Sinne "historisch" oder "wissenschaftlich" zu sein. Die Bibel erzählt die Geschichte der Welt als die Geschichte Gottes mit der Welt. Und diese Geschichte hat für diejenigen, die sie geschrieben haben, eine viel größere Wahrheit als Logik das hat.

In der Hoffnung, dass Ihnen das weiterhilft
Frank Muchlinsky

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Kommentare

Ich vergleiche die Bibel manchmal mit einem Tagebuch
und stelle mir vor, ich hätte mit 6 Jahren begonnen,
darin zu schreiben.

Da würden gemeine Dinge drin stehen (über Geschwister und andere Menschen)
da würden vollkommen widersprüchliche Dinge drinstehen (heute fand ich meine Eltern ganz blöd, einen Tag später fand ich sie ganz toll)
da würden mir heute peinlich erscheinende Dinge drinstehen.

Aber: es würde zu mir gehören,
es wäre meins,
ich kann es nicht mit einem anderen austauschen,
es wäre albern,
denn ich muß mit meinem Tagebuch klarkommen,
nicht mit dem meines Nachbarn.
Und jeder Satz und jedes Wort des Buches
und jeder Gedanke dahinter,
wäre wahr.
Ich werde mich hüten, es wegzuwerfen,
kann froh sein, es zu haben.
Wir können daraus viel lernen,
über sich über uns, das Leben, das Denken, unseren Schöpfer.
Er hat von Anfang an bestimmt,
dass sein Wille geschehe,
wir können eine Entwicklung festellen
vom Auge um Auge
zur rechten und linken Wange.
Es zeigt auf, wo wir herkommen
und läßt uns ahnen,
wo es hingeht,
weil der Schöpfer uns hält.

Ich habe mich auch schon öfter mit dieser Thematik auseinander gesetzt.
Schlussendlich bin ich zu ungefähr dem gleichen Ergebnis gekommen, konnte es aber bisher nie so richtig in Worte fassen.
Danke dafür!

Sehr geehrter Herr Frank Muchlinsky
Nach Ihrer Antwort auf die „Unlogische Bibel“ habe ich das Gefühl, geistig nicht sehr gut dazustehen. Sie sagen: “Es geht ihr nicht darum, in unserem Sinne „historisch“ oder „wissenschaftlich“ zu sein. Die Bibel erzählt die Geschichte der Welt als die Geschichte Gottes mit der Welt.“ Ich in meiner geistigen Unbedarftheit denke nun: Weil Gott die Geschichte mit den Menschen in der Bibel erzählt (war doch so – oder?), ist sie logischerweise unlogisch. Niemand kann von Gott Logik verlangen, vermute ich. Das wäre Blasphemie? Oder vielleicht war Gott gar nicht Ghostwriter und in der Bibel stehen nur Menschentexte aus Bronzezeit und Antike? Teilweise vom Gilgamesch-Epos abgeschrieben (z.B. die Sintflut). Zum Inhalt passen würde diese These – alles Wissen von damals, ohne Beitrag eines allwissenden Gott. Gott schreibt keine Dummheiten in die Bibel. Oder denken Sie das?

Nicht Gott erzählt die Geschichte mit den Menschen in der Bibel, sondern Menschen erzählen - göttlich inspiriert - wie sie Glauben erleben. Wie Gott mit ihnen geht, was sie mit Gott erleben, ihre Geschichten mit Gott. Darin wird Gottes Wirken sichtbar. Also, Gott saß nicht am Schreibtisch und hat die Bibel eigenhändig verfasst, sondern er hat Menschen inspiriert. ;) Und natürlich haben sich die Menschen der Geschichten aus ihrem Umfeld bedient, die sie kannten.

Sehr geehrte Frau Johanna Klee. Danke für ihre Antwort. Ich will Ihre Zuwendung nicht verletzen – doch so „wie es ist“ (Sie es schreiben), kann es auch sein – da es tausend Religionen gibt - Gott hat sich, da Er ALLE Menschen liebt - bei der Bibel (und allen anderen Heiligen Schriften des Planeten) ganz rausgehalten.

Schon allein die vielen in der Bibel beschriebenen Ereignisse und Personen, die es nie gab: Sündenfall, Sintflut, Sprachverwirrung, Exodus, Abraham, Moses. Die 10 Gebote entstanden im Babylonischen Exil (deshalb gibt es keine Artefakte der Steintafeln und der Bundeslade) im Zuge des Versuches der Hohen Priesterschaft, ein Nation Building zu betreiben.

Weil sich die Juden zu freudig in Babylon assimilierten. Babylon war wie „der Westen“, Israel wie die „DDR“. So schlecht ging es den Juden in der hochzivilisierten Weltmacht, nicht. Es gab nur die Residenzpflicht als Einschränkung.

Diesen Prozess der schleichenden Volksauflösung, wollte man „von Oben“ aufhalten (Erdogan: „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ) - schrieb deshalb erstmalig die Thora (wir sind Gottes auserwähltes Volk – stehen also über allen anderen, niederer Qualität, auch über den Babyloniern) und führten die Beschneidung ein. Aus einem bisherigen nomadischen Clangott (der auch schon mal verheiratet war – Aschera) wurde ein Volksgott (Karriere Gottes). Ein Weltgott wurde Er erst viel später (ein Kosmos-Gott zu werden, steht noch aus) Inwieweit und wie genau, Gott diesem komplexen Prozess „lenkte“, kann ich nicht sagen. Sie?

Die Karriere Gottes (mit Margot Käßmann) https://www.youtube.com/watch?v=-eep6XP9MaM

Sehr geehrte Frau Johanna Klee,
ZITAT von Ihnen:"Nicht Gott erzählt die Geschichte mit den Menschen in der Bibel, sondern Menschen erzählen - göttlich inspiriert - wie sie Glauben erleben. "

Das erscheint mir ganz sympathisch.

Einziges Problem, das ich dabei sehe - andere scheinen nicht so denken. Die Bibel heißt mal Gottes Wort - also nicht nur Gott als Ghostwriter und heißt nicht selten Heilige Schrift - obwohl es bei Ihnen mehr nach einem gesellschaftlichen Poesiealbum klingt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Poesiealbum

Die Bibel birgt soviele destruktive Aussagen über Gott (hier nur 2 Beispiele: der allwissende Gott ersäufte unseren gesamten Planeten ohne Sein Ziel, den besseren Menschen zu erreichen =und= brauchte den qualvollen Opfertod seines - eigens dafür gezeugten Sohnes - um verzeihen zu können. Es ist auch von Lösegeld die Rede) das manche Neuleser*innen entsetzt das "Buch der Bücher" zuschlagen und nicht mehr anrühren. Jemand hat das mal angeblich ausgerechnet: Im AT tötet Gott eigenhändig 1 Million Menschen und erteilt für eine weitere Million den Mordauftrag. Nur im Orient. Bedenkt man, das damals die Weltbevölkerung (einschließlich Chinesen, Indonesier, Inder, Indianer) vielleicht höchstens 30 Millionen betrug, sind diese Zahlen schon recht heftig. Wie gesagt ZITAT:"in der Bibel, sondern Menschen erzählen - göttlich inspiriert - wie sie Glauben erleben. "

Ich denke, die Bibel war für damals (um 500 v Ch) kulturell ein Fortschritt. Doch heute ist das Verfallsdatum schon über 1000 Jahre überschritten. Wir nehmen sie nur deshalb noch, weil Gott nicht Band 3 & 4 (für je 1000 Jahre) inspirierte, obwohl die Menschen weiter Glaubenserfahrungen mit Gott in der Zeit gemacht haben. Bis heute. Bis jetzt.

Sehr geehrter Stephan Levko

Sie schrieben: "Weil Gott die Geschichte mit den Menschen in der Bibel erzählt (war doch so – oder?), ist sie logischerweise unlogisch. Niemand kann von Gott Logik verlangen, vermute ich. Das wäre Blasphemie?"

Ich glaube schon von Gott Logik erwarten zu können, nachdem er ein logisches Universum erschaffen hat, mit Naturgesetzen und Logik. Von Gott etwas zu verlangen, klingt etwas harsch. Aber ein Baby kann von seiner Mutter verlangen, dass sie ihn füttert. Ich glaube jeder Mensch hat ein Verlangen nach Gerechtigkeit. Wenn es einen Gott gibt, dann muss er gerecht sein. Wenn Gott ungerecht wäre, ich würde ihn nicht preisen, gehorchen, lieben, verehren... wollen. Und doch zeigt sich Gott in der Bibel.
ja, Gott hat die Bibel mit den Menschen geschrieben. Die Menschen benutzten ihre Fähigkeiten der Ausdrucksweise, ihre Sprache, Schrift, Erinnerung, Erzählungen von Generation zu Generation. Und Gott achtete darauf, dass die Schreiber, die Wahrheit über Gott und die Menschen aufschreiben. Das nennt man Inspiration. Du kannst von einem Buch inspiriert werden ein Film darüber zu drehen oder ein anderes Buch zu schreiben, mit einer ähnlichen Geschichte, oder in deinem Leben eine Weisheit anzuwenden, die du gelernt hast. Andere Menschen können dich inspirieren etwas zu zum. Alle deine Erfahrungen können dich inspirieren. und Gott kann das natürlich auch. Die Bibel spricht von einem liebenden Gott, der inspiriert, kreiert, erschafft, logisch ist, gerecht, gut und alles was verehrenswert ist. Er ist für die Menschen wie ein Vater,ein Bruder, ein Freund, ein Bräutigam, ein Gegenüber. Und er hat sich den Menschen anvertraut durch Begegnungen, die dann aufgeschrieben wurden. Von diesen Menschen, die es entweder von ihren Urvätern kennen, oder die Augenzeugen waren. (Ab Mose, ca 1600 v. Chr. konnten die Menschen schon schreiben, und die 5 Bücher Mose hätten damals schon entstehen können. Natürlich haben sie bis heute nicht überdauert.

weiter schrieben sie: "Oder vielleicht war Gott gar nicht Ghostwriter und in der Bibel stehen nur Menschentexte aus Bronzezeit und Antike? Teilweise vom Gilgamesch-Epos abgeschrieben (z.B. die Sintflut). Zum Inhalt passen würde diese These – alles Wissen von damals, ohne Beitrag eines allwissenden Gott. Gott schreibt keine Dummheiten in die Bibel. Oder denken Sie das?"

Ich denke nicht, dass Gott Dummheiten in die Bibel schreibt. Und ich halte die These, dass vom Gilgamesch-Epos abgeschrieben wurde, für nicht haltbar. Z.B. Die Sintflut gibt es in fals allen Völkern als Erzählung und wurde von den meisten Völkern die schreiben gelernt haben, aufgeschrieben, mit erstaunlich vielen Ähnlichkeiten.
Das entspricht der These, dass sich die Menschheit nach der Sintflut nach 4 Generationen anfing über die Erde zu verteilen, neue Gebiete zu besiedeln und ihre eigene Kulturen zu entwickeln. Wenn es einen Gott gibt, kann er sich jedem von ihnen zeigen. Oder einem von ihnen. Oder einigen,wie die Bibel behauptet: Abraham, Mose, Samuel, David, vielen Propheten, Johannes dem Täufer Johannes der Evangelist, Paulus...
Logischerweise ist nichts einzuwenden, (unter der Annahme, dass es einen allmächtigen Gott gibt), dass er den Prozess der Entstehung der Bibel über viele Jahrhunderte durch seinen Geist inspirieren konnte, so dass wir ein glaubwürdiges Zeugnis haben. Das behauptet die Bibel: Das Wort Gottes ist wahr. Das denke ich.
mit freundlichen Grüßen
Babu Frik

Ich bin getaufter Christ hatte mein halbes Leben nix mit dem Glauben am Hut kannte zwar alle Geschichten die man mir erzählte als Kind und in der Schule aber hatte nie ein Buch in die Hand genommen jetzt mit 30 habe ich angefangen das NT zu lesen da mir von vielen Muslimen die Bibel der Glaube schlecht geredet wurde da wollte ich selbst wissen was steht da was ist die Wahrheit Nach dem ich die das NT gelesen habe war ich begeistert habe mir gesagt das ist ein Glaube den ich folge dann hieß es auf einmal im koran steht fast das selbe drinne so begann ich den koran zu lesen nach 3tagen hatte ich für mich genug gelesen um Zusagen dieser Glaube passt nicht zumir Beispiel Krieg Sklaven mehrere Frauen als ob Gott die Männer mehr liebt als die Frauen ist auch egal gibt noch viel mehr Gründe aber jeder soll sein Glauben haben und führen auf jedenfall habe ich dann angefangen das AT zu lesen da ich auch mal gottes gesetzte kennenlernen da Jesus im NT meinte ich bin nicht gekommen um die gesetzte aufzuheben sondern sie zu vervollständigen seine Massage war ja liebe deinen nächstens etc also so lese ich das AT und bin geschockt nur Moses bis jetzt die 10gebote top ok verständlich passt zu liebe deinen nächsten aber dann die Gleichnisse mit sklaven 6jahre behalten am 7jahr freilassen ständig dieses Israel ist mein erstes Kind das Volk der Völker da ist meine Frage wo passt das mit Jesus zusammen wo passt das mit Gott liebt alle Menschen wenn er jedem schadet um die Israelieten zu beschützen oder ist ein sklave nicht soviel wert wie sein Besitzer vor Gott und ja Adam und Eva alle Menschen tot außer noha und seine Familie alle wurden danach aus Inzucht gezeugt lot hat seine Töchter besoffen geschwängert und all das soll Gott so wollen? Bitte um Hilfe weill ich weiß nicht an was ich noch glauben soll weder AT noch koran passt in mein Bild gottes wenn Gott unser Vater ist der uns alle erschaffen hat so kann ich mir als Vater zweier Kinder nicht vorstellen das unser Vater das so möchte