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Lieber Pfarrer Muchlinsky,

wenn wir den Prophezeiungen der Bibel Glaubwürdigkeit zugestehen und annehmen, dass sie von Gott d. h. aus „übernatürlicher Quelle“ stammen, so können wir zusammenfassend feststellen, dass es drei prophetische Großereignisse gibt: Das Erscheinen Jesu Christi, die Wiederherstellung Israels und die Wiederkunft Jesu Christi am Ende eines Äons. Wenn wir annehmen, dass die ersten zwei Ereignisse bereits Geschichte sind, so befinden wir uns derzeit zwischen dem zweiten und dritten Großereignis, das in der Bibel vorhergesagt wurde. Nehmen wir ferner an, dass Prophezeiungen (nicht nur) Christen eine umfassende Hilfestellung und Orientierung vermitteln sollen, dann ist die Beschäftigung mit der Apokalypse sehr wertvoll. Gibt sie uns doch eine großartige Lebensperspektive: Gott manifestiert sich durch sein Handeln in der Geschichte, und eben nicht eine uns dominierende künstliche kalte Intelligenz, deren Entwicklung sich gerade vor aller Augen vollzieht.
In Anbetracht der sich überstürzenden weltpolitischen Ereignisse , einer gigantischen Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Robotik, der Genetik und in anderen Bereichen sollten gerade wir als Evangelische Kirche sehr genau prüfen, ob diese Ereignisse nicht die Zeichen einer Zeit (Mt 24:32,33; Mk 13:28-29; Lk 21:29-31) sein könnten, auf die Jesus, Daniel und Johannes Bezug genommen haben. Treffen diese Zeichen nämlich auf unsere Generation zu, so hat dies immense Bedeutung für jeden Einzelnen, auch wenn wir Tag und Stunde nicht kennen.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich mehr evangelische Christen dieser Herausforderung stellen würden, anstatt das Thema außerkirchlichen Gruppen zu überlassen.

Herzliche Grüße

Wolfgang Guzman