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Die Grundsatzentscheidung, die schon mehrmals angesprochen wurde, ist hier von entscheidender Bedeutung für das weitere Vorgehen und dem Umgang mit dem Bibeltext zum Thema "Die Rolle der Frau in der Gemeinde" (1. Timotheus 2, 12) im Bezug auf das Amt des Lehrens.
Man kann meiner Meinung nach zu zwei Erkenntnissen kommen:
1. Der Bibeltext ENTHÄLT Gottes Wort und ist demnach von fehlbaren Menschen geschrieben, deren Fehler bzw. eigenen Meinungen sich auch in der restlichen Bibel finden lassen, also zeitlich und kulturell bedingte Aussagen wie die Stelle aus Thimotheus, die so nict in unserer Kultur aufgegriffen werden können, da man der eigentlichen Aussage der Bibel und der Grundlage des Evangeliums im Weg steht. (Vgl. Galater 3,26 - es sind alle gleich in Christus usw.)

Meine Frage zum ersten Weg: Was ist denn nun in der Bibel Das enthaltene Gotteswort? Wer legt das fest, was dazu zählen darf und was nicht? Woran kann man das festmachen?

2. Die Bibel und alles was darin steht, ist ebenfalls fehlbaren aber göttlich inspirierten Menschen geschrieben und IST dementsprechend Gottes Wort und alles was darin steht hat seine Daseinberechtigung und seinen Sinn, warum es dort steht. Wenn man nun der immer noch heiklen Frage nach Frauenordination nachgeht, wird man wohl oder übel erstmal innerbiblisch nach Argumenten suchen müssen, die ein Verstehen der Bibelstelle ermöglichen. (Wenn man nach Weg 2 geht) - Denn man kann ja nicht einfach Gottes Wort im Thimotheusbrief, der auch seine Daseinsberechtigung im Biblischen Kanon hat, einfach herausnehmen, weglassen oder als historisch veraltet abtun...
Paulus argumentiert aus dem Bibeltext heraus folgendermaßen: Er stellt zwei Verbote auf
1. Die Frau soll nicht lehren
2. und nicht über den Mann herrschen
Und dannn fügt er eine Begründung an: (Vers 13-14)
1.Denn Adam wurde zuerst gemacht und die Frau wurde verführt.

Man muss sich nun die Frage stellen: Warum tut Paulus das? Warum führt er als Begründung für dieses Verbot die Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall an?
War er so versessen darauf, dass die Frau ja niemanden lehre, dass er scheinbar völlig wahllos Argumente dagegen anführte?
War er so unwissend, welche Vergleiche er hier zog? - Ich glaube kaum... Als Schriftgelehrter war er bestens mit der heiligen Schrift und ihrem Inhalt vertraut!
Oder wollte er mit dieser Begründung doch etwas sagen?! Und wenn ja, WAS wollte er damit sagen?

Ich würde mich über Rückmeldungen und vor allem konstruktive Antworten zu meinen Fragen freuen! :) vielleicht kann das unserer Fragestellerin nützlich sein! :)
Liebe Grüße!