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Hallo Fynn,

die Frage ging zwar nicht an mich und ich finde die Antwort auch soweit richtig, aber ich möchte noch etwas anmerken.

Nach dem Koran ist der Islam das einzig Wahre, nach der Bibel das Christentum. Allein durch Lesen der heiligen Schriften kommt man dort nicht zu einer Entscheidung.
Es hat mal eine Zeit in meinem Leben gegeben, da habe ich mit Jesus gehadert. Sollte ich wirklich jemandem nachfolgen, der die Machtverhältnisse in der Welt dermaßen ignoriert hat und der ihnen so schnell zum Opfer gefallen ist? Sollte das mein Modell und Vorbild sein? Waren nicht Moses und später auch Mohammed erfolgreicher und hatten sie nicht schon deshalb Recht, weil sie eben auch die politische Seite einbezogen haben?
Heute sehe ich es genau umgekehrt. Wenn es überhaupt einen Weg zum Frieden gibt, dann ist es der, den in der Welt herrschenden Mechanismen von Angst und Gewalt mit Liebe und gewaltlos entgegenzutreten, so unvernünftig das auch aussehen mag. Genau das hat Jesus getan und er hat Recht behalten. Sie haben ihn umgebracht, aber damit war die Geschichte nicht zu Ende.
Den Islam sehe ich im Vergleich dazu als Rückschritt an, eben weil er weltliche Macht mit organisiert. Die Verbindung von weltlicher Macht und Religion funktioniert nicht und richtet mehr Schaden als Nutzen an. Außerdem hängt der Islam dem Christentum 600 Jahre in der Entwicklung hinterher, und in dieser Zeit ist viel Wichtiges passiert. Ich rate davon ab, zu konvertieren. Das Gras auf der anderen Seite sieht bekanntlich immer grüner aus, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen.

Herzliche Grüße

Thomas