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Hallo Herr Muchlinsky,

die Äußerung von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer im Artikel vom 22.05.2019 hier auf der Seite von evangelisch.de hat meine Erwartung an Politik auf´s Neue ganz schön erschüttert. Bisher bin ich mit der Antwort von Ihnen, lieber Herr Muchlinsky, die Sie mir auf meine Frage hin oben gegeben haben gut zurecht gekommen und konnte meine Einstellung zur Politik/Wahlen und ihre Antwort miteinander in Einklang bringen. Aber nach der Äußerung von Frau Kramp-Karrenbauer fällt mir das wieder schwer.

In dem Artikel vom 22.05.2019 steht Zitat: Es gibt keine christliche Politik. Nach Ansicht der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer kann es "christliche Politiker geben, aber keine christliche Politik". Sie sei "Christdemokratin mit Leib und Seele", erklärte Kramp-Karrenbauer in einem Gastbeitrag in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". Sie weise aber von sich, "eine christliche Politik zu machen".

Wenn es keine christliche Politik gibt, dann ist Politik doch automatisch eben ein unchristliches Geschäft. Damit ist eigentlich mein Interesse an Politik und an dem, was die einzelnen Parteien so vorhaben, wie sie ihre Politik gestalten wollen, welche Themen ihnen wichtig sind................ u.s.w., völlig erloschen. Dass ich in Zukunft zwar mein Kreuzchen bei Wahlen weiterhin machen werde, dazu habe ich mich entschlossen, von wegen der Verantwortung (hier politische Verantwortung), die ein Christ in der Gesellschaft in der er lebt übernehmen soll, wie Sie in Ihrer Antwort oben geschrieben haben, aber auch von wegen dem guten Gewissen, das ich habe, wenn ich meiner Verantwortung nachkomme. Aber damit brauche ich dann nicht bis zum offiziellen Wahlsonntag warten. Dann kann ich gleich, nachdem ich meine Wahlbenachrichtigung erhalten habe, diese zurückschicken, Briefwahlunterlagen anfordern, mein Kreuzchen irgendeiner demokratischen Partei (egal welcher, nach dem Motto: Da wo der Stift landet Kreuzchen machen) verpassen und das Ganze zur Post bringen. Dann hab ich´s hinter mir. Und der ganze Wahlkampf ist nicht mehr von Interesse für mich. Der macht mich, je intensiver er ist, und vor dieser Europawahl empfinde ich ihn als ganz besonders intensiv, sowieso innerlich immer sehr aggressiv. Das ist kein schönes Gefühl und doch auch nicht Sinn der Sache, oder?

Wie sieht Ihre Ansicht dazu aus?

Herzliche Grüße
Susanne