Bedeutet überkonfessionell und gottgläubig dasselbe?

gestellt von Gast am 7. September 2011

Hallo! Wer kann mir o. g. Frage beantworten? Oder ist überkonfessionell etwas völlig anderes als Gottgläubigkeit?
 

Lieber Gast,

  • „Überkonfessionell“ ist die Bezeichnung für eine christliche Gemeinschaft, die über die Grenzen der Konfessionen (evangelisch, katholisch, orthodox …) hinaus agiert.
  • Der Begriff „gottgläubig“ wurde offiziell in die Zeit des Nationalsozialismus verwendet, wo er auf amtlichen Papieren für solche Menschen galt, die den verfassten Religionsgemeinschaften den Rücken kehrten und sich dennoch als glaubend begriffen.
    Nach dem Krieg wurde er durch die Begriffe „Konfessionslos“ abgelöst.

Grüße von
Frank Muchlinsky

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Konfessionen nennen christliche "Richtungen", wie z.B. evangelisch, katholisch, orthodox u.ä.
Jesus Christus selbst, seine Jünger und auch die ersten Christen selbst, hatten keine "Richtung". In der Stadt Antiochia am Orontes (zu Jesu Zeiten Syrien, heute Türkei) wurden erstmals die Menschen, die sich zu der Lehre von Jesus Christus bekannten, von den anderen Bewohnern CHRISTEN genannt. Es waren "nur" Christen! Nach der Bibel, dem Wort Gottes, gibt es nur einen Gott, einen Jesus Christus und damit eine Lehre.
Es gibt ehrliche christliche Gemeinschaften, die diese Lehre in Gottesdiensten vertreten. Wer eine solche Gemeinschaft sucht, muss nur aufpassen, nicht an eine "Sekte" zu geraten. Weitere Fragen beantworte ich gerne.

Die verschiednen christlichen Kirchen sind durchaus "ehrliche christliche Gemeinschaften". Wer ihnen das abspricht, der bringt sich selbst in die Nähe der Agumentation, wie sie in entsprechenden Sekten vorherrscht.