Perikopen?

gestellt von Michael Brauer am 26. September 2015

Hallo Pfarrer Muchlinsky

würden sie mich bitte in die Mysterien der Perikopen einführen - ich suche endlich eine Quelle, aufgrund derer ich den jeweiligen Sonntagspredigtspruch aus dem AT und NT ersehen kann. ich weiß, dass es den 6-Jahresrythmus gibt, habe aber noch keine Stelle für die jeweilige Stelle in der Lesung und den Predigttext gefunden und weiß auch nicht welchen Spagat zwischen AT und NT ein Pfarrer in seiner Predigt machen muss.

Außerdem möchte ich gern eine Quelle finden, wie eine Predigt schematisch aufgebaut werden muss und wo ich zu beiden Themen Literatur finde.
Tut mir leid, wenn ich so eine umfangreiche Frage stelle - aber für mich ist Glauben " Ringen, Suchen, Finden " ich oszilliere zwischen den Begriffen.

Danke im Voraus für ihre Mühe

Michael Brauer

Lieber Herr Brauer,

 

Die sogenannte Perikopenordnung ist die Vorgabe für die verschiedenen Texte, die in den evangelischen Kirchen jeweils an den entsprechenden Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres vorkommen, und sie ist in keiner Weise ein Mysterium, sondern ausgesprochen leicht zu durchschauen und aufzufinden. Sie können in jeder Kirche ein Gesangbuch nehmen, es ziemlich weit hinten aufschlagen und unter der Überschrift "das Kirchenjahr" erfahren Sie, welcher Text an dem jeweiligen Sonntag der Evangeliumstext ist, welches die Alttestamentliche, welches die Epistellesung ist, worüber gepredigt werden sollte, wie der Wochenspruch lautet, welches das Sonntagslied und der Sonntagspsalm sind sowie die liturgische Farbe des Sonntags. Alles handlich und recht übersichtlich gestaltet.

Allerdings muss man tatsächlich wissen, welcher Sonntag der nächste ist, in welcher Perikopenreihe man sich befindet und wie man diese kleinen Aufzählungen zu lesen hat. Sie haben Recht, es gibt sechs verschiedene "Durchgänge", sechs Reihen, die jeweils in einem Kirchenjahr durchlaufen werden. Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Advent, und im Moment befinden wir uns noch in der Perikopenreihe I. Das bedeutet dass die Pfarrerinnen und Pfarrer angehalten sind, über diejenigen Texte zu predige, die hinter der römischen Ziffer I in dem Gesangbuch stehen. Mit dem 29. November 2015 beginnt das neue Kirchenjahr und damit die Prikopenreihe II.

 

Anders als die Predigttexte wiederholen sich die Lesungstexte jährlich. Zum ersten Advent ist die Lesung aus dem Evangelium immer Matthäus 21,1-9, der Einzug Jesu in Jerusalem. Die alttestamentliche Lesung ist aus Jeremia 23,5-8 (der "Spross Davids"), die Lesung aus den Briefen ist Römer 13,8-12 ("Die Nacht ist vorgerückt"). Man erkennt diese Lesungen (die gleichzeitig auch Predigttexte sein können) daran, dass sie entweder ein Ev, Ep. oder ein Sternchen tragen für Evangelium, Epistel, alttestamentliche Lesung.

Der Psalm für den 1. Advent ist Psalm 24, aus dem die schöne Zeile stammt "Macht hoch die Tür!" Der Wochenspruch lautet "Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (aus Sacharja 9,9) – auch dies eine bekannte Liedzeile, in diesem Fall aus "Tochter Zion".

 

Ihre Frage nach dem Spagat verstehe ich nicht. Meinen Sie, wie sehr eine Pfarrerin oder ein Pfarrer auf den jeweils anderen Teil der Bibel eingehen müssen?

Und was Ihre Bitte nach Literatur angeht, wie man eine Predigt aufbaut, nun da gibt es viele Bücher, viele Ideen, Zeitschriftenreihen, Bibliotheken voll! Nur eines gibt es nicht: Die eine wahre Art und Weise, wie man predigt. Schauen Sie sich gern einmal in einer theologischen Bibliothek um. Oder auch – ganz aktuell auf den Seiten, die für die neue Perikopenordnung gestaltet wurden, die gerade in der Testphase ist. Es ist nämlich so, dass die alte Perikopenordnung, nach der im Moment in den Gliedkirchen der EKD gepredigt wird, langsam ausgedient hat. Es gibt viele Gründe, sie einmal zu überarbeiten. Hier kommen Sie zur Predigthilfe für die neue Ordnung.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas helfen und grüße herzlich

Ihr Frank Muchlinsky

Kommentare

Für die Christnacht ist eine
"Kleine nächtliche Hommage für Josef" (Reihe VI)
vorgesehen.

Der Antiheld der Christnacht heisst Josef von Nazareth. (ahso!)
Und nun: lebenslängliche Baustelle: Ein Kuckuckskind. (na dann!)
Nebenbuhler Heiliger Geist. (soso!)

Meine Meinung:
Ein Unsinn erster Ordnung. Muss wohl in einer Bierlaune der EKD entstanden sein!?!

AT-2.Moses 14,1 zur Ostersonntagspredigt?

Diesen Reformisten möchte ich am liebsten eine Strafpredigt halten!

Mal ehrlich!
Was hat in der Trinitätszeit (grün) unseres Herrenjahres, der Israel-Sonntag (violett) zu suchen?

10. Sonntag nach Trinitatis = Gedenktag der Zerstörung Jerusalems?

Solus Christus ist Thema unseres Kirchenjahrs und nicht das Verhältnis von Christen und Juden.

Die erste Hälfte des Kirchenjahres, d.h. der Bogen von Advent bis Pfingsten, ist gefüllt mit Festen und Feiern, stillen und bewegten Zeiten. Mit dem Sonntag "Trinitatis" (Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit) beginnt das zweite, das sogenannte "festlose Halbjahr". Die Heilsgeschichte, die bis Pfingsten aus dem Leben und Wirken Jesu hervorleuchtete, soll in der Trinitätszeit durch die Gemeinde des Herrn, d.h. durch die Kirche fortgesetzt werden.

Mal ehrlich: Das Nachdenken über Kirche und Israel findet doch nur in sehr wenigen Köpfen statt. Juden lassen sich nicht christlich missionieren, das sollte man endlich akzeptieren.

Letztendlich:
Der Israelsonntag glänzt durch Israel`s Abwesenheit.

Deshalb meine Frage: Was soll eigentlich dieses Kasperletheater?

Der Koran und die arabische Literatur berichten über die Gestalt des Erzengels Michael seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. unter dem Namen Mika'il. Warum nun unverhofft und jäh der Erzengel in Form von einem Michaelistag an sich, und zudem noch unter der Christusfarbe "weiß" im Kirchenjahr und in der Perikopen-neu-ordnung auftaucht, das weiß der Kuckuck oder eventuell der Geier.

Gästin und Konsorten: Niemals um eine Verschwörungstheorie verlegen :-)

Eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Mi-ka-il bedeutet
"Wer ist wie Gott"?

Wer ist wie Gott? Mikaìl ist wie Gott!

Mann, Mann, Mann...

Ich meine, dafür, dass der Erzengel Mikail und alle anderen Engel keine große Bedeutung haben, innerhalb der evangelischen Kirche, nimmt der Erzengel doch, völlig unangemeldet, einen bedeutungsvollen Platz im evangelischen Herrenjahr ein. Die liturgische Farbe "weiß" hat schon Aussagekraft!

Ich meine, wenn jetzt auch noch die anderen 3 Erzengel (Gabriel, Raphael und Uriel) einen Platz im evangelischen Kirchenjahr bekommen und auch die Erzengel Jehudiel, Barachiel, Salathiel und alle anderen Engel auch noch eine liturgische Farbe zugewiesen wird, dann wird aus dem Christusjahr ein Engelsjahr.

Wenn dann auch noch die Engel Anayal, Raguel und Raziel, die ja unseren Adam aus dem Paradies suspendiert und rausgeschmissen haben, einen liturgischen Platz bekommen, dann dann dann ... kann ich nur noch "göttlich" sagen!

Konstantin der Große hat die erste Michaeliskirche erbauen lassen. Verschwörungstheorie? Wohl eher nicht!

Der Erzengel Mikaìl hat seiner Zeit den Kaiser Konstantin von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul einen Besuch abgestattet, jetzt besucht Mikail in Deutschland die evangelische Kirche. Seine Hauptaufgabe besteht ja darin, die bösen Geister zu vertreiben. Prima, dass sich da endlich jemand drum kümmert!

Wie häufig ist der Grund viel einfacher.

Der Erzengel Michael ist unter anderem der Patron der Deutschen, der "deutsche Michel" eben. Darum gibt es eine Menge großer Kirchen, die seinen Namen tragen und bei uns eben auch einen entsprechend herausgehobenen Feiertag. Die liturgische Farbe Weiß bedeutet Licht. Michael rettet in der Apokalypse des Johannes die Frau mit dem Kind, die "mit der Sonne bekleidet" ist. Wo das Licht die Dunkelheit besiegt, wird im Kirchenjahr gern weiß gewählt.

Tag des Erzengel Michael im Christusjahr??? Manometer!
Wenn Sie meinen, dass das völlig okay ist, bitteschön!

Was können Sie zu all den anderen zig-Engeln sagen, die ja auch "spleenig-erweise in diesem neuen evangelischen Feiertag erwähnt werden?

Die Perikopen Neuordnung sieht für den 31. Oktober, Reformationstag, eine homiletisch-liturgische Exkursion vor. Es geht darum, in den gewohnten Denkbahnen in Bezug auf die "Reformation von Martin Luther" Abstände zu gewinnen, Differenzen zu erzeugen, Platz für Neues zu schaffen. Hauptsachen sollen zu Nebensachen werden, die Peripherie soll ins Zentrum gerückt werden, und das Zentrum soll ins Randgebiet verdrängt werden. Hohoho!

Lachen wir doch einmal gemeinsam!

Schutzengel des deutschen Volkes? Auf einem Siegeswagen kutschiert der Kriegsgott der Deutschen, St. Michael, links und rechts von fackeltragenden Furien begleitet, alles vor sich niederwerfend, und woww wie er dahinfährt. ... Hinter dem mit dem gezückten Schwert dargestellten Michael leuchtet bereits die aufgehende Sonne der Freiheit. Der hl. Erzengel Michael wird so zum Symbol der Deutschen Wehrhaftigkeit und militärischer Stärke.

Wir sollen alle Mitarbeiter des heiligen Michael, Engel Deutschlands, sein. Seid ihr alle gewappnet?

Der Michael gehört nicht ins evangelische sondern ins ökumenische Heiligen-Lexikon.

Ökumenisch meint eben: auch evangelisch.

Herr Pastor! Sie machen es sich wie immer sehr einfach!

Die fixe Idee von der Einheit der Kirchen (Ökumene) steht immer noch und bis in alle Ewigkeit auf dem Prüfstand. An der "Ämterfrage" und den gegensätzlichen Auffassungen vom Wesen der Kirche scheiden sich nach wie vor die Geister. Wenn ich bloß an die theologischen Differenzen zwischen den Konfessionen denke, dann wird mir`s mulmig übel. Der Papst würde sich recht herzlich bedanken, wenn sein Amt durch einen ökumenischen Präsidenten ersetzt werden würde und der Vatikanstaat schlagartig ökumenisch wäre.

Lieber Pastor Muchlinsky, Sie sollten mal die unterschiedlichen Kirchenverfassungen vorstellen, damit auch der Denkfaulste, t`schuldigung, meine natürlich der Gutmütigste begreift, dass ein "Erzengel" im evangelischen Herrenjahr nix zu suchen hat.

Sehr lecker sind aber die Michaels-Kuchen und die Michaelis-Kirchweih-Märkte und Feste!

Der Deutsche Michl (seit der französischen Revolution = Spottgestalt für die Deutschen) weil diese "angeblich" dümmlich und spießig sind. Der Michl galt als Inbegriff für angeblich deutsche Eigenschaften wie naiv, bieder, schwerfällig, engstirnig, kurzsichtig, nicht weit blickend, borniert, orthodox, starrsinnig und vernagelt. Karikaturen zeigen den Deutschen Michl mit Lanze + Schwert und roter Zipfelmütze! Unbelehrbar eben.

Jetzt hat es der ranghöchste Engel Michael sogar ins Christusjahr geschafft. Gratulation! Ää! Moment! War der Ranghöchste nicht der Erzengel Gabriel? Engel Gabriel hat Maria die Geburt Jesu angekündigt.

Vielleicht könnte man dem Erzengel Gabriel den Platz im evangelischen Kirchenjahr anbieten? Das wäre doch ein Kompromiss. Die weibliche Version von Engelin Gabriel(e) sitzt ja bereits im ökumenischen Kalender.

Engel hin oder her, auf jeden Fall hat Frank Muchlinsky eine engelhafte Geduld mit so einigen Kommentatoren hier. M.E. ist die Perikopenordnung eh relativ, weil bei so manchen Kanzeltauschaktionen oder bei grossen Gemeinden eine Predigt ja durchaus auch mehrmals zum Einsatz kommen kann, und dann ja auch nicht mehr zwingend auf dem "richtigen" Datum liegt. Éin bisschen schade finde ich es allerdings, dass man bei der Umgestaltung der Perikopenordnung nicht versucht hat, eine bereits vorhandene Leseordnung, eventuell auch aus dem angelsächsischen Raum, für deutsche Verhältnisse zu adaptieren oder auf einen Drei-Jahres-Zyklus zu gehen, wie (u.a.) die Katholiken.

Liebe Mitleserin, es geht gar nicht um das "richtige Datum", sondern darum, dass das Herrenjahr, also das Christusjahr, auch evangelisches Kirchenjahr genannt, unserem Herrn gewidmet ist und keinen sonstigen Herren, äh, auch keinen Erzengeln. Am Dienstag, 29. September war der Tag des Michaels. Im Kirchenjahr werden "eigentlich" nur Sonntage (= Erinnerung an Tod + Auferstehung Jesu) gefeiert. Wir feiern diese sonntäglichen Gedenktage nicht an werktäglichen Werktagen und wir feiern auch keine Namenstage von Erz-Engeln.

Soweit ich weiß, steht der Erzengel Michael mit seinen Furien auf dem Brandenburger Tor. Warum nun ein Racheengel bzw.eine Rachegöttin im Perikopenbuch steht? Das wissen nur die Götter.

Auf dem Brandenburger Tor ist die Siegesgöttin Victoria dargestellt. Sie hat nichts, aber auch gar nichts Christliches an sich, während der Erzengel Michael eine Gestalt ist, die mehrfach in der Bibel vorkommt - im Alten wie im neuen Testament, jeweils in der apokalyptischen Literatur, also in den Büchern, die sich mit dem Ende der Welt beschäftigen. Man lese Daniel 10-12 und Offenbarung 12 dazu. Furien entstammen der griechischen Mythologie und heben weder mit dem Brandenburger Tor noch mit der Bibel oder dem Christentum etwas zu tun. Bitte bleiben Sie sauber, sonst werde ich hier noch zur Furie!
angry

Oops! Jetzt hätte ich doch fast den Paradieswächter und seine himmlischen Heerscharen mit Furien und der Siegesgöttin verwechselt. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Wie gut, dass man fachsimpeln kann.

Sie hätten nicht fast, Sie haben. Sie können auch nicht fachsimpeln, weil Sie nicht vom Fach sind. Sie verfügen über ziemlich wenig Allgemeinwissen. Bevor Sie also Meinungen verkünden wie unumstößliche Wahrheiten, ziehen Sie doch das eine oder andere Nachschlagewerk zu Rate.

Endlich ein Mensch mit Durchblick! Ich bin kein Experte sondern ein laienhafter Beobachter innerhalb des evangelischen Geschehens. Ich sag ja schon immer: "Was wollen bloß die vielen Laien, die in den evangelischen Landeskirchen predigen, wohl ausrichten???" Laien sind weder sachkundig, noch vom Fach, sind keine Spezialisten und keine Experten.

Sogar in den Krankenhäusern und Altenpflegeheimen sind ungelernte Hilfskräfte am Werk. Eine Delegation von therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen auf - auch ausgewählte - angelernte Kräfte stellt zudem einen Qualitätsmangel im Sinne des § 115 Abs. 2 Satz 1 SGB XI dar. Das interessiert aber großartig niemanden. Ebenso verhält es sich in den evangelischen Landeskirchen. Da wird eher einem Pfarrer gekündigt als einem predigenden Laien, der null Ahnung hat, aber Y646tFnix kostet.

Wie schön, dass eine ethische Gesinnung + Systematik in der Perikopenneuordnung zu finden ist.

Novemberpogrome 1938 – endlich in der Perikopenordnung fest zementiert!

Somit wurde die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – in den aktuellen kirchlichen Ordnungen fixiert + besiegelt.

Vom nationalsozialistischen Regime wurden seiner Zeit organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich organisiert.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.

Dass die Deutschen eine böse, böse Vergangenheit hatten - daran erinnert uns nun "Gottseidank" jährlich die kirchliche Perikopenordnung der evangelischen Kirche Deutschlands.

Die Nürnberger Gesetze und die Münchner Abmachungen sollten noch in die Perikopenordnung aufgenommen werden. Meine Meinung. Auch sollte ganz besonders an den Tag der Ariesierung gedacht werden.

Geburt Johannes’ des Täufers am 24. Juni.
Okay, Okay, aber mal ohne Witz:
Wir feiern die Geburt von Jesus Christus im Herrenjahr am 24. Dez. - so weit so gut.

Wollen wir tatsächlich auch den Geburtstag von Johannes feiern`? Ist Johannes so gut, so wichtig, wie Jesus?
Ist Johannes vielleicht der 2. Sohn Gottes?

Ich vermute mal, dass da irgendjemand einen Vogel hat!

Was stört Sie an dem Johannis-Tag? Dieser Tag (24 Juni, Tag der Geburt Johannes des Täufers) gehört schon lange zum Liturgischen Kalender. In meinem EG von 1994 ist er bereits aufgeführt.

Nein, Johannes ist nicht der zweite Sohn Gottes. Gott hat EINEN SOHN, und das ist "JESUS" In unserem Glaubensbekenntnis heißt es: "Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn................"

Aber Johannes ist durchaus eine wichtige Person gewesen. In der Bibel lesen wir zuerst die ausführliche Geschichte "Die Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers." Gleich daran anschließend folgt der Bericht "Die Ankündigung der Geburt Jesu." Johannes galt als "Vorläufer" Jesu. In seinen Ansprachen an das Volk war vom Kommen Jesu die Rede. Der besondere und wichtigste Auftrag, den Johannes der Täufer hatte, war es, Jesus zu taufen.

Den 24. Juni als Geburt Johannes des Täufers zu begehen ist daher doch legitim. Natürlich hat dieser Tag nicht den gleichen Stellenwert wie Weihnachten (24. Dezenber), das Fest der Geburt Jesu.

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