Unterschiede zwischen evangelischem und katholischem Kirchenjahr

gestellt von Levi Eigen am 29. September 2017

Sehr geehrter Herr Muchlinsky,

mich bewegt in den letzten Tagen die Frage, "Was sind eigentlich die wesentlichen Unterschiede zwischen dem katholischen und dem evangelischen Kirchenjahr?"
Beim Recherchieren auf den verschiedensten Seiten bin ich nur leider gescheitert und ich konnte mir diese Frage nicht beantworten.
Deshalb würde ich mich über eine Antwort von ihnen sehr freuen und ich hoffe diese Unterschiede werden mir endlich deutlich!

Mit freundlichen Grüßen aus Coesfeld, NRW

Levi Eigen

Lieber Herr Eigen,

das Kirchenjahr unterscheidet sich in den beiden Konfessionen nicht wesentlich voneinander. Die Protestanten haben ja nicht das Christentum erfunden, darum haben wir das Meiste übernommen: Ostern ist das höchste unserer Feste, vorher ist die Passionszeit, anschließend die österliche Freudenzeit bis Himmelfahrt und Pfingsten. Nach Trinitatis kommt die lange Sommerzeit ohne größere Feste, dann geht das Kirchenjahr zu Ende, wir denken an unsere Verstorbenen und an Gottes versprechen von der Ewigkeit. Dann beginnt das neue Kirchenjahr mit dem Advent, der bis zu Weihnachten führt. Weihnachten dauert bis Epiphanias. Schließlich kommt die nächste Passionszeit vor Ostern und so weiter.

Darum noch einmal: Die wichtigsten feste teilen Protestanten und Katholiken miteinander. Die Unterschiede im Kirchenjahr entstehen lediglich durch die konfessionell geprägten kleineren Feiertage. Die Protestanten feiern Buß- und Bettag und Reformationstag. Beides sind keine katholischen feste. Die Katholiken begehen den Fronleichnamstag und verschiedene Marienfeste. Außer Maria bestimmen die Feste zu Ehren der verschiedenen heiligen das katholische Kirchenjahr. Sankt Martin am 1.11. und Nikolaus am 6.12. sind solche Tage. Diese beiden werden auch in der evangelischen Kirche gefeiert, vor allem mit Kindern.

Da die evangelische Kirche die Heiligen zwar als Vorbilder ansieht, nicht aber als solche, die man im Gebet anspricht, damit sie für einen bei Gott bitten, werden solche Feiertage, die sich um Maria und die anderen Heiligen drehen, in der evangelischen Kirche nicht besonders gefeiert. Andererseits ist der Reformationstag aus verständlichen Gründen kein Feiertag für die katholische Kirche. Der Buß-und Bettag ersetzt im Grunde genommen die katholische Art der verpflichtenden Beichte.

Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.

Herzliche Grüße!

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Aber es gibt doch noch eine Reihe weiterer ev. Feiertage. Was ist denn z.B. mit Michaelis (28.09.) oder Johannis (24.06.)? Werden diese auch von den katholischen Geschwistern gefeiert?

Viele Grüße

Christian

Ja, stimmt. Die werden auch von biden Konfessionen gefeiert.

Der katholische Allerseelentag, dessen Bräuche des Totengedenkens sich, seit er kein gesetzlicher Feiertag ist, auf den Allerheiligentag verlagert haben, hat im evangelischen Bereich eine Entsprechung am Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt. Dieser letzte Sonntag im Kirchenjahr wiederum heißt in der katholischen Kirche "Christkönigsfest", allerdings seit weniger als 100 Jahren: dieses Hochfest feiert Christus als König der Welt und sollte ein Zeichen sein gegen die vielen selbsternannten Herrscher. Ich finde, die Idee hat was, gerade heute wieder. Aber ich liebe auch den Ewigkeitssonntag.

genannt "Immanuel"

Siehe da!
Neuer Predigttext im Advent aus Jesaja.
Beschlossen von der EKD & so weiter

Ich meine, das evangelische Kirchenjahr wird nach der Neuordnung sehr speziell mit "Israel Sonntag""Reichsprogromnacht" und "Maria Magdalena Tage". Das evangelische Kirchenjahr wird irgendwie katholisch jüdisch ökumenisch.

Und das ist schlecht, weil ... ?

ich " e v a n g e l i s c h" bin und "e v a n g e l i s c h" bleiben möchte, das bedeutet (laut Martin Luther): Solus Christus

Für evangelische Christen ist das „Solus Christus“ ein "Alleinstellungsmerkmal", ein "Exclusivpartikel",
und somit „non negotiable“ - nicht verhandelbar!

Von Beginn an, nannte man uns Evangelische "die Protestanten" WEIL......Luther und viele Christen damals „protestiert“ haben,
gegen Missstände in der Kirche. Aus dieser Grundhaltung heraus entstand ein Name, ein Titel, ein Prädikat: DIE PROTESTANTEN
Bis zum heutigen Tage heißen die Evangelischen so und nicht anders, weil im Zentrum unserer Botschaft "Das Evangelium" steht und nichts anderes.

„WIR SIND FREI“ WEIL wir nicht anderen Figuren, Propheten, Wünschelrutengängern nachfolgen.

Warum nicht ein bißchen Kabala? Und ein bißchen Tralala? Und ein bißchen Hopsala? Und Upsala?
Warum nicht ein bißchen katholisch mit einem Hauch von Tai Chi?
Warum nicht ein bißchen humanistisch mit einem bißchen Taize?
Warum nicht ein bißchen Buddha?
Warum nicht ein bißchen Mohammed? Und ein bißchen jüdisch?
Warum nicht noch mehr AT?

Warum sollten wir nicht die allerbesten Zutaten aus Ethik, Humanismus, Psychotherapie und
Einzelteile aus den Weltreligionen zusammensuchen? Was wäre schlecht daran?

WEIL....Nichts und niemand sonst, weder der heilige St. Martin noch die heilige Barbara, noch derPapst noch eine menschengemachte Lehre noch unser
Geld oder eine sonstige menschliche Leistung und auch nicht der heilige St. Nikolaus, der heilige St. Nepermuk
oder der heilige Bimbam oder irgendwelche Engelscharen....sondern ALLEIN Christus uns retten kann! Es gibt nur EIN Evangelium und nur EINEN Christus

Tscha! So viel Intoleranz heute im 21 Jahrhundert??? Meine Meinung: Um froh und heil zu leben, muss man wissen, wohin man gehört!
Zu wem gehören Sie?

Ich gehöre zu Jesus Christus. Dessen Bibel war übrigens das, was wir Altes Testament nennen.

Dann wäre das ja geklärt.
Das AT ist die Bibel von Jesus Christus.
Das NT ist die Bibel von Ihnen und mir.

Der Ausgangspunkt des Alten Testamentes: Die Erwählung Israels durch Gottes Bund mit Abraham und Mose.
Der Bund mit Abraham setzte sich allerdings nur in Isaak und seinen Nachkommen fort, nicht in Ismael und dessen Nachkommen.
Mit Mose als Repräsentant des Volkes schloss Gott dann den eigentlichen Heils­bund mit dem Volk Israel.
Die übrigen Völker konnten sich dem Volk Israels anschliessen, wenn sie sich von ihren Götzen abwenden und sich als Zeichen des Bundes beschneiden lassen.
Letztendlich bestand das Volk Israel aus lauter Abtrünnigen und Ungehorsamen. Das Alte Testament berichtet über den Zorn Gottes.
Auge um Auge, Zahn um Zahn! Ein zugefügter Schaden muss in gleichem Maße beglichen werden!

Das NT fokussiert sich auf eine Person. Das Neue Testament zeigt die Gnade Gottes gegenüber Sündern.
Jesus sagt provokativ: „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“
Rache soll ausgeschlossen werden!

Das Alte Testament ist fester Bestandteil der Bibel. Sie sind beileibe nicht die erste Person, die das in Frage stellt, und Sie werden auch nicht die letzte sein. Doch sollten Sie wissen, dass Sie sich damit in eine ausgesprochen unschöne Reihe von Menschen einordnen.

Ja. Jehovas Zeugen sind überzeugt, dass die ganze Bibel „von Gott inspiriert und nützlich“ ist (2. Timotheus 3:16).
Dazu gehört sowohl das sogenannte Alte Testament als auch das Neue Testament.

Ich stelle nicht in Frage, dass das Alte Testament fester Bestandteil der Bibel ist.
Es kann einem außerdem eine Menge geben, wenn man sich mit den Gesetzen beschäftigt, die Gott dem Volk Israel gab und die man in der Thora (den fünf Büchern Mose) findet.
Auch wenn dieses Gesetz für Christen nicht verbindlich ist, enthält es doch wertvolle Grundsätze für ein glückliches Leben z. B. 3. Mose 19,18.

Ich persönlich kann nicht gleichzeitig an den alten Bund glauben und gleichzeitig an den neuen Bund. Ich gehöre nicht zu den Zeugen Jehovas. Ich bin Protestant/in.

Ich würde nie eine Bibel kaufen, die nur aus dem Neuen Testament (NT) besteht. Bei einer solchen Bibel fehlt für mich einfach etwas, nämlich das Alte Testament (AT). Das AT trägt dazu bei, das NT zu verstehen. Bereits im AT gibt es Stellen, die auf Jesus hinweisen. Allein diese Tatsache ist schon Grund genug dafür, das AT und NT zusammen gehören. Eine Bibel ohne AT ist wie ein Auto ohne Räder.

... weil im Zentrum "unserer" Botschaft: „Das Evangelium“steht.

Klar – auch bei unseren katholischen Geschwistern hat das Evangelium von
Jesus Christus eine herausragende Bedeutung... aber nicht ausschliesslich. Zuletzt wurden sogar 2 Päpste heilig gesprochen.

Martin Luther warnte ausdrücklich vor der Gefahr der Heiligenanbetung, die den eigentlichen Glauben an Jesus Christus als den einzigen Mittler zwischen den Menschen und Gott verdecke.
Auch wenn die katholische Kirche immer wieder ausdrücklich betont, Heilige würden nicht angebetet wie Gott, sondern nur verehrt – in der Praxis sieht es ganz anders aus.
Da werden die Gräber von Heiligen zu Wallfahrtsstätten und wundertätige Reliquien jagen den Gläubigen Ehrfurcht ein und und und . Von den "Evangelischen" wird derariges skeptisch beäugt.

Wir sind Christen, weil wir Christus folgen. Aber das vergessen die Christen immer häufiger!

Ja, liebe Gästin und Co, Ihre Ängste sind meiner Meinung nach völlig unbegründet.
 

Seit dem 20. Jahrhundert werden in der katholischen Kirche immer mehr Sonntage im Jahreskreis als Themensonntage einem besonderen Anliegen gewidmet, wie zum Beispiel der Familiensonntag, der Weltmissionstag der Kinder oder das Erntedankfest, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus gibt es auch international begangene Themensonntage, so der Weltfriedenstag oder der Barmherzigkeitssonntag.

Im evangelischen Kirchenjahr sieht es ähnlich aus. Es werden Themensonntage aufgenommen wie z. B. die Reichspogromnacht. Am 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie brannten in Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

Natürlich darf man diese schrecklichen Ereignisse nicht unter den Teppich kehren. Aber ins Kirchenjahr verankert gehören Mord und Totschlag wahrhaftig nicht!

Äh! Mal einfach dahergefragt: Was haben derartige Themen mit dem "Herrenjahr" dem "Jahr des Heils" oder dem "Heilsgeschehen" zu tun?
Reichskristallnacht - ein Heilsgeschehen???
Das sollte man wohl eher nicht an die große Glocke hängen!

Erntedankfest? Ein Heilsgeschehen???

Reformationstag? Ein Heilsgeschehen???

Die Stars der katholischen Kirche, die ins Kirchenjahr aufgenommen wurden: Ist das tatsächlich alles ein Heilsgeschehen???

Die Ausgestaltung des Kirchenjahres ist noch nicht an ihr erbarmungswürdiges Ende gekommen und Sie Herr Pfarrer Muchlinsky sagen zu mir, dass meine Ängste völlig unbegründet sind???
Warum wird im Kirchenjahr das Heilsgeschehen so diskret behandelt? So nach dem Motto: "Nicht groß herumerzählen!" "Das Heilsgeschehen vertraulich behandeln, nicht weitersagen!" "Nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen lassen!"....

Jesus Christus - du armer Kerl!
Du armer Tropf!
Du armer Teufel!

Liebe Gästin, ich bin sicher, dass wir darauf vertrauen dürfen, dass Gottes Heilsplan nicht abhängig davon ist, was in litugischen Kommissionen beschlossen wird.

In Nullkomma nix haben liturgische Kommissionen das komplette Kirchenjahr verwüstet.
Es wurden Themen eingepflanzt, die rein gar nix mit der Geschichte Jesu Christi zu tun haben.
In Anbetracht dessen, kann man nur stehenbleiben wie angewurzelt oder zur Salzsäule erstarren.

Aber wie Sie sagen, kann eine liturgische Kommission das Heilsgeschehen von Jesus nicht ins Wanken bringen.
Und im Kirchenjahr wird bis auf Weiteres "Weihnachten" als fixes Sonnendatum bestehen bleiben.
Da bin ich aber beruhigt!

Wenn das Jüngste Gericht zu Tage tritt, dann werden nur so viele bleiben, die unter einen Baum gehen.(Quelle: Bibel)
Ob die liturgische Kommission einen Platz haben wird, das bezweifle ich stark!

Oh, Vorsicht, gute Gästin!

Wollen Sie etwa die Gnade unseres Herren Jesus Christus bezweifeln? Wollen Sie anstatt seiner richten am Jüngsten Tag? Zum Richten sagt unser Heiland ein paar sehr deutliche Worte: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen." (Matthäus 7,1-5)

Mit geschwisterlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

Danke Bruder für den Hinweis!
ABER: Jesus fordert uns auf, auf die Zeichen der Zeit zu achten und sie zu beurteilen.
Man sollte beispielsweise nicht blind einer liturgischen Kommission glauben, sondern man sollte selber drüber nachdenken,
ob es Sinn macht, wenn z, B, aus dem Herrenjahr ein Frauenjahr gemacht wird und
aus der Heilsgeschichte eine Universalgeschichte.

Ach ja: Viele angebliche Verschwörungstheorien haben sich im Nachhinein als die wirkliche, wahrhaftige Wahrheit erwiesen.

Die Gästin hat Rect, die Kirche verdreht seit Jahr und Tag die Lehren der Bibel und nimmt Dinge auf, die mit dem Christsein nichts zu tun haben!
Komisch, dass die Dreieinigkeit von den Jüngern Jesu nicht vertreten wurde die mit ihm ja am gleichen Tisch saßen und geredet haben. Aber hunderte Jahre nach seinem Tod denkt ein "Konzil" sich anmaßen zu können Gott Jesus und den Heiligen Geist in ein "Gefäß" zu quetschen.
In der Bibel gbt es keinen logischen Hinweis darauf, dass die Dreieinigkeit Tatsache wäre, dafür aber genug Stellen in denen jesus zu Gott, seinem Vater, betet oder von Ihm aks einer eindeutig anderen Person spricht!

Sollte man mal drüber nachdenken.
Ob man den so "gebildeten" Kirchenvertretern alles einfach abkauft oder mal selber in die Bibel schaut.
Oder wundert es niemanden, dass in Kirchenpredigten kaum auf die bibel bezug genommen wird?

Seit neuestem überraschen liturgischen Kommissionen damit, dass die Bibel auf dem Altar zwar aufgeschlagen daliegt, jedoch "gnadenlos" kein einziges Wort daraus vorgelesen wird!
Stattdessen wird die Notlüge, äh, meine natürlich "DAS WORT" von Schifra + Pua verkündigt, aus einem extra zusammengestellten Heft vorgelesen.
Das sind zwei hebräischen Hebammen aus Ägypten, die mit einer List das Leben des kleinen Moses gerettet haben.
Ist das nicht wonnig??? Sind die beiden Hebammen nicht erfrischend anders??? Irgendwie unverdorben???
ABER: Warum den Gottesdienst auftussen, aufpimpen, und durch Frauenfiguren optisch verbessern???

Na egal! Zurück zum Thema moralische Säuberung des "evangelische Kirchenjahrs":
Wundert sich eigentlich niemand, dass Jesu Gleichnis von "den bösen Weingärtner" als antijudaistische Äußerung von einer kirchlichen Kommission bewertet wurde und deshalb
künftig in den Gottesdiensten nicht mehr verkündigt werden soll? Ganz kurz zum Inhalt:
Der Hausherr steht für Gott. Die ersten Weingärtner stehen für das Volk der Juden, dass sich Gott als sein Volk erwählte. Die Knechte die der Hausherr schickte, stehen für die Propheten des alten Testamentes der Bibel. Der Sohn des Weingärtners steht sinnbildlich für Jesus. Die Weingärtner an die der Weinberg später verpachtet wird, nachdem der Weinherr die alten Weingärtner "beseitigt" hat, stehen für die Christenheit.
Im alten Testament wird davon berichtet, dass das Volk der Juden sich immer wieder von Gott entfernte und böse Dinge tat, die gegen die Gebote Gottes waren. Gott schickte immer wieder Propheten um das Volk auf Missstände aufmerksam zu machen und um Gericht anzukündigen. In den meisten Fällen hörte das Volk nicht auf die Propheten und verwarf sie.
Zu guter letzt schickte Gott seinen eigenen Sohn Jesus zu dem Volk der Juden. Er war der vorhergesagte Messias, der das Volk befreien, lenken und leiten sollte. Jesus tat viele Wunder und Zeichen. Er lehrte und warnte das Volk der Juden. Die Juden erkannten Jesus aber nicht als ihren Messias und Sohn Gottes an, sondern brachten ihn um, indem sie ihn an ein Kreuz nagelten.

Meine Meinung: Die kirchlichen Kommissionen sollten sich etwas seriöser gegenüber Jesus verhalten und nicht "den großen Zampano" spielen, aufpupsen und das große Wort führen!

Gebildete Kirchenvertreter wollen uns jetzt zu Weihnachten einen Immanuel in den Futtertrog legen.

Das Kirchenjahr kennt aber keinen Immanuel, kennt auch keine Monate oder Jahreszeiten.
Stattdessen besteht das Kirchenjahr aus wiederkehrenden Festkreisen und Festtagen.
Sie beschreiben das Leben und Wirken von..... Immanuel?
Das Kirchenjahr beschreibt auch die Trinitätszeit, die Dreifaltigkeit mit Vater-Sohn-Heiliger Geist, die es aber wiederum
in der katholischen Kirche gar nicht gibt. Dort heißt diese Zeit ganz einfach "Zeit im Jahreskreis".
Ich vermute sogar, dass in der katholischen Kirche zu Weihnachten das Jesuskind in die Krippe gelegt wird und
nicht Immanuel. Aber weiß man`s??? Bis vor kurzem hätte noch niemand daran geglaubt, dass mal der ZDF-Sonntagsgottesdienst
in der Mediathek landen könnte. Undenkbar! So ist es auch mit dem Segen "Urbi @ orbi". Früher war die physische Anwesenheit
des Empfängers auf dem Petersplatz dafür notwendig. Erst dann konnte ein vollwertiger Ablass der Sündenstrafe
gewährt werden, heute geht das auch übers Radio, wenn man noch kein Handy hat. Man kann sich auch übers Internet gesegnet fühlen.
Kein Thema! Ein richtiges Alleinstellungsmerkmal kann eigentlich nur noch der Papst mit seinem päpstlichen Segen liefern:
Das kann nicht jeder!

Ich frage mich ernsthaft, warum sich darüber niemand wundert? Jesus kann gecancelt werden. Der Papst bleibt bestehen.
Ich glaube mal, das ist der Hauptunterschied zwischen dem evangelischen + katholischen Kirchenjahr - um auf die
Ursprungsfrage zurückzukehren.

Gebildete Kirchenvertreter ... wahrscheinlich solche, die ihre Bibel gelesen haben. Wie wäre es mit Matth. 1,22-23? Das ist echt Neues Testament, wo Sie ja so stark dafür sind. Und es bezieht sich selbstverständlich auf die Schrift - die es dazumal gab und immer noch gibt, hier: Jesaja. Matthäus war nämlich auch sehr gebildet und kannte die hebräische Bibel, uns heute als Altes Testament vertraut und niemals außer Kraft gesetzt. Immanuel = Gott mit uns. Das ist einer der vielen Namen und Ehrentitel des verheißenen Retters, den wir Jesus Christus nennen. Mir ist vollkommen klar, dass Sie das nicht bewegen wird, Ihr Gezeter zugunsten eines ernsthaften Bibelstudiums einzustellen, weil Sie nun mal Ihre Meinung haben. Es lesen aber vielleicht auch Leute mit, die sich zur Beschäftigung mit der Bibel und dem Kirchenjahr anregen lassen. Das Neue Testament ist ohne das Alte oder Erste Testament nun mal nicht zu begreifen, und ich hoffe sehr stark, dass die neue Perikopenordnung zur Vertiefung dieses Verständnisses beiträgt.

Wie Sie richtig sagen: " Wir sagen zu ihm Jesus Christus"

Warum plädieren Sie dafür, dass sich dieser Name plötzlich ändern soll???
Es ist doch ein Unterschied ob jemand "Retter" genannt wird oder "Gott mit uns".

Es ist auch ein Unterschied, ob Gott Schöpfer, Vater, Allmächtiger oder Barmherziger genannt wird, HErr, Herr der Heerscharen, JHWH. Das alles ist er und noch viel mehr. Und Jesus, der Christus, ist Gottes eingeborener Sohn, unser Herr, und wir nennen ihn Helfer und Retter, Heiland, Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friedefürst. Wenn Ihnen die letzten vier bekannt vorkommen sollten, dann waren Sie schon mal in einer Christmette (das ist dieser nächtliche Gottesdienst am Vorabend von Weihnachten). Da gehört Jesaja 9 zu den traditionellen Lesungen, ich habe das Dutzende von Malen gehört. (Ja, das kommt schon hin, ich bin etwas älter.) Es wurde also nichts "plötzlich" geändert, keine Sorge. Mein Eindruck ist, Sie zetern und zetern und wollen alle Dinge, das Kirchenjahr, die Namen GOttes, die Liturgie unbedingt so haben, wie Sie sich das vorstellen, im Rahmen der wenigen Dinge, die Sie schon mal gehört haben. Aber Sie haben keine Ahnung, wie die Traditionen der Kirche tatsächlich sind, was das Kirchenjahr tatsächlich beinhaltet und ausdrückt, und wie sehr Gott sich in unser Leben eingeklinkt hat damals in Bethlehem. Sie wollen einen Christus feiern, der über der Welt schwebt, mit uns nichts zu tun hat und auf einen einzigen Namen hört. Man kann sich einen Götzen auch auf scheinbar sehr fromme Weise basteln. Ich empfehle übrigens weniger verbohrten Lesern und Leserinnen zur gewinnbringenden Lektüre im Advent das Büchlein von Christoph Dohmen: "Von Weihnachten keine Spur? Adventliche Entdeckungen im Alten Testament".
Gruß,
K.

Ich habe einen triftigen Grund zum lamentieren!
Ich bin nämlich strikt dagegen, dass eine große "Einheitsreligion" salonfähig gemacht werden soll!

Zur Erinnerung: Wir feiern Weihnachten, in Abgrenzung zum Judentum!
Und daran wird sich auch nichts ändern!

Warum, "um Gottes Willen" soll ich die Weihnachtsbotschaft aus der Bibel Israels heraus verstehen????
Warum soll ich als Protestantin den Propheten aus dem AT folgen?

Sind Sie jetzt völlig durchgedreht???

Wozu müssen Pfarrer exegetische und homiletische Pro- und Hauptseminare absolvieren, mit hohem Zeitaufwand drei tote Sprachen lernen, anspruchsvolle staatliche und kirchliche Prüfungen ablegen, wenn sie nicht mal selbst entscheiden sollen, worüber sie am Sonntag predigen? Jetzt wurden sogar Texte von König David in die neue Perikopenordnung aufgenommen. König David ist als Inbegriff der Erwählung Israels zu verstehen.

Was soll dieser Wahnsinn???

Ja, ja, ist schon gut Herr Kopfschüttler!
.....Ewigvater – die Autorität des Gottes Israels bleibt unangetastet, meint der Prophet Jesaja vor 3000 Jahren.

Es gibt schon einige Jahrzehnte lang den umfassenden Versuch, das Evangelium mit nichtchristlichen Religionen z. B. dem Judentum zu paaren oder mit modernen Ideologien zu verkoppeln.
Meiner Meinung nach ist es ein Witz, wenn man versucht die Heilsbotschaft von Jesus Christus mit dem Salafismus zu vereinigen, oder mit Nationalismus zu verknüpfen, oder mit Rassismus, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Kommunismus, Imperialismus, Kolonialismus etc...zu kreuzen.

Für diese chaotische Entwicklung ist der Ökumenische Rat der Kirchen verantwortlich. Ursprünglich wollte diese Bewegung die getrennten Kirchen zum gemeinsamen Dienst, Gebet, Mission usw zusammenzuführen. Was ja schon von vorneherein nicht durchsetzbar war, schon allein wegen dem unterschiedlichen Abendmahlsverständnis und dem unterschiedlichen Amtsverständnis. Der Papst als Stellvertreter Gottes, würde niemals seinen Thron räumen usw

Irgendwann wurde klar, dass der Plan geplatzt ist und es wurde schlagartig die ursprüngliche Zielsetzung geändert und die ökumenische Bewegung hat dann damit begonnen, eine neue Weltgemeinschaft aufzubauen. Im Mittelpunkt sollte plötzlich der Gott Israels stehen oder der prophezeite Wunderratfriedefürstewigvater, der alle Nationen, Kulturen, Religionen, Ideologien verbinden soll. Mit einem prophezeiten neugeboren "Immanuel" könnten sich auch die Juden, Moslems, und die sonstigen Ideologien arrangieren, so die neue Idee.

Tja! Bisher konnte eine Einheitsreligion noch nicht in aller Konsequenz durchgesetzt werden. Und Sie können absolut sicher sein, dass ich mich nach wie vor gegen diese Einheitsreligion sträuben werde.
Eine Kommission hat zwischenzeitlich die Perikopenordnung so abgeändert, das man ab 2018 tatsächlich sagen kann "Von Weihnachten keine Spur". Bei aller Liebe für andere Religionen und Kulturen. Aber ich spiele da nicht mit! Als Protestant muss man sich selber treu bleiben. Das ist meine Sicht der Dinge.

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