Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften

gestellt von N. Weber am 17. Juni 2013

Sehr geehrter Herr Pastor Muchlinsky,

ich bin evangelisch getauft, konfirmiert und habe auch kirchlich geheiratet.
Vor ein paar Wochen wurde meine Tochter konfirmiert, mein Sohn wird wohl in 3 Jahren folgen.

Nun lese ich, daß die evangelische Kirche in Hessen und Nassau/ EKHN die homosxuelle Partnerschaft der normalen Ehe gleichstellen wird. Ich habe mir auch den Text angesehen. Dort wir dgesagt, in der Bibel wird Homosexualität zwar abgelehnt, aber das sei überholt.

Auch wenn ich für diese Lebensform eine gewissem Toleranz aufbringe (es interessiert mich eigentlich nicht so sehr), bin ich doch erschüttert über den Umgang mit der Heiligen Schrift. Darf ich in Zukunft dort auch Passagen für mich streichen, die mir nicht passen? Daraus folgt für mich zwingend, daß eine Gleichstellung nicht möglich ist. Punkt.

Mir kommt es langsam so vor, als ob die evangelische Kirche sich komplett dem Zeitgeist hingibt, egal, wie absurd eine Position auch sein mag und durch nichts zu begründen ist.

Wie kann die evangelische Kirche so etwas tun?? Ich beschäftige mich jetzt ernsthaft damit, die Kirche zu verlassen, für mich ist das Maß jetzt voll.
Ich werde vielleicht noch warten, bis mein Sohn konfirmiert ist, weil ihn das wohl zu sehr irritieren würde.

Da ich mich nicht vollständig abwenden möchte, erwäge ich einen Übertritt in die katholische Kirche. Deren Position ist für mich in vielen Glaubensfragen schlüssiger und konsequenter, und Opportunismus ist dort auch nicht so ausgeprägt.

Mit freundlichen Grüßen,
N. Weber

Sehr geehrte Frau Weber / sehr geehrter Herr Weber,

 

gern beantworte ich Ihre Frage. An vielfältigen Übergängen Ihres Lebens und des Lebens der Menschen, die zu Ihnen gehören, haben Sie die Begleitung durch die evangelische Kirche als hilfreich empfunden. Vielleicht ergeht es Ihnen auch so, dass diese positiven Erfahrungen auch darin begründet sind, dass Sie in Ihrer jeweiligen Situation von der jeweiligen Pastorin/ dem jeweiligen Pastor wahr- und ernstgenommen worden sind mit Ihren Anliegen.

 

Nun hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ihre Lebensordnungen überarbeitet, weil sich viele Fragen heute anders stellen als vor Jahrzehnten (so in der Einführung, s. http://www.kirchenrecht-ekhn.de/static/27152.pdf) und nur eine verständliche Ordnung des kirchlichen Lebens gewährleistet, dass Kirche sich eben nicht – wie Sie befürchten – „dem Zeitgeist hingibt“, sondern begründet und verantwortet, miteinander abgestimmt und verbindlich handelt.

Die Kirche will nun im Ganzen die Lebenssituation von Menschen wahr- und ernstnehmen, so wie sie individuelle Lebensumstände ernst nimmt.

 

Nun steht für Sie die Glaubwürdigkeit einer Kirche auf dem Spiel, weil sie ihre Haltung zu einer Frage biblischer Auslegung, konkret der Bewertung von Homosexualität, geändert hat.

Im synodalen Entwurf zur Lebensordnung (die beschlossene Endfassung liegt noch nicht vor), heißt es im Wortlaut:

„Heute wird davon ausgegangen, dass die gleichgeschlechtliche Orientierung zu den natürlichen Lebensbedingungen gehört. Homosexualität kann als Teil der Schöpfung gesehen werden. Von seiner Schöpfung sagt Gottes Wort: „Siehe, es war sehr gut“ (1 Mose 1), und der Mensch kann zu Gott beten: „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele“ (Psalm 139). Dieser Lobpreis des Schöpfers und der Schöpfung ist unabhängig von der sexuellen Orientierung des Menschen. Allen Christinnen und Christen gilt die Zusage einer Neuschöpfung in Christus (2 Kor 5,17), und sie hoffen auf die Vollendung der Beziehung zu Gott (vgl. Röm 8,23).

Es gibt in den biblischen Texten eine klare Ablehnung gelebter Homosexualität (3 Mose 18,22-25; Röm 1,26 f; 1 Tim 1,10 und öfter). Diese Texte sind jedoch von einer antiken Weltsicht geprägt, nach der es nur eine geschlechtliche Orientierung gibt, nämlich die heterosexuelle. Homosexualität erscheint darum als verwerfliches Verhalten von Heterosexuellen, die grundsätzlich auch anders handeln könnten. Deshalb wird an den entsprechenden Stellen hart über dieses Verhalten geurteilt. Wenn man aber davon ausgeht, dass es nicht nur eine einzige geschlechtliche Orientierung gibt, geht die in der Bibel zu findende Verurteilung gleichgeschlechtlicher Praktiken heute ins Leere. Die Treue zu den biblischen Texten und die Bejahung gleichgeschlechtlicher Liebe schließen sich nicht mehr gegenseitig aus.

Die EKHN ist sich bewusst, dass diese Sichtweise in manchen anderen Kirchen abgelehnt wird. Ökumenisch sind Kirchen dadurch, dass sie sich an Jesus Christus ausrichten und sich darin begegnen. Die kulturellen Muster, die auch in Kirchen in Fragen der Geschlechtlichkeit wirksam sind, sind im Leib Christi keine endgültigen Festlegungen.“ (http://www.kirchenrecht-ekhn.de/static/27152.pdf)

 

Die Synode der EKHN hat sich diese Position zu eigen gemacht, wohl wissend, dass nicht alle sie teilen. Die umfangreichen argumentativen Ausführungen wollen gerade verständlich machen, weshalb die biblisch überlieferte Ablehnung von Homosexualität für unseren heutigen Kenntnisstand keine Begründung für die Ablehnung einer Amtshandlung ist. Denn wir teilen eben derzeit nicht das biblische Weltbild, demzufolge Homosexualität ein deviantes Verhalten eigentlich Heterosexueller ist, die auch anders handeln könnten.

Ich sehe nicht, dass es sich bei der synodal vertretenen Ausführungen um eine „absurde Position geht“, die „durch nichts“ begründet wäre, wie Sie schreiben. Andernfalls müsste man ja bestreiten, dass es sich bei eingetragenen Lebenspartnerschaften in unserer Gesellschaft um Beziehungen handelt, die durch das Handeln der evangelischen Kirche begleitet werden können.

Für mich jedenfalls ist eine Kirche glaubwürdig, die Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit versucht und fähig ist, eigene Positionen infrage zu stellen und gegebenenfalls zurückzunehmen; mehr jedenfalls als eine, die ihren Lebensstil normativ setzt für das Leben der ganzen Gesellschaft.

 

Und schließlich gilt ja für die Aneignung der Lebensordnung wie auch für das Handeln jedes Amtsträgers/jeder Amtsträgerin in der evangelischen Kirche der Gewissensvorbehalt: Niemand muss etwas tun, was er nicht selbst für richtig erkannt hat. Genau diese Grundhaltung hat schon oft im Leben unserer Kirche und für unsere Gesellschaft dazu geführt, dass Evangelische sich gerade eben nicht opportunistisch verhalten haben.

Für das Ringen um Glaubwürdigkeit und die Freiheit des Gewissens lohnt es sich, evangelisch zu sein – meinen Sie nicht auch?

 

Ein weiterhin hilfreiches Ringen mit Ihrer Kirche und ihren Entscheidungen wünscht

Ihre Friederike Erichsen-Wendt

 

Hier finden Sie Übrigens noch eine Weitere Frage (und eine Antwort) zum Thema.

Kommentare

Herr Muchlinsky, bitte verstehen Sie meine deutlichem Worte als Mahnruf.

Sie haben die Aufgabe, das Evangelium zu predigen und nicht Gottes Wort einer Zeitgeistdebatte zu entwerfen. Darüber hinaus kennt die Bibel das Wort "Toleranz" überhaupt nicht; vielmehr aber Lüge und Wahrheit. Den Himmel zu predigen, ohne den Ort der Verlorenheit (der in der Schrift als Hölle - luth. Üb. - bezeichnet wird) zu erwähnen, führt Gottes Opfer (Golgatha) ad absurdum.

Ich bitte Sie: Kehren Sie um und folgen Sie nicht den "modernen" Theologen. Auch ein "Kirchenmann" (verzeihen Sie bitte diesen Ausdruck) kann verloren gehen. Ihr Handeln und Wirken haben Ewigkeitsrelevanz. Denken Sie bitte daran.

Gottes Segen.

Sehr geehrte Frau oder sehr geehrter Herr Kämmler,

ich nehme meine Aufgabe, das Evangelium zu predigen sehr ernst. Die Frohe Botschaft unseres Herren Jesus Christus aber ist Liebe und nicht Verurteilung anderer. Die Antwort, die meine Kolleghin Erichsen-Wendt hier auf die Frage nach der Segnung homosexueller Paar gegeben hat, ist meiner Meinung nach ausgesprochen stichhaltig und von eben dieser Liebe geprägt, die Gott von uns fordert, wenn er sagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst." Dieses Gebot steht über allen anderen. Das ist nicht "modern", sondern das ist, was Jesus Christus selbst sagt. Die Frage, ob man liebt ist viel bedeutender als die Frage, wen man liebt.

Ja, ich weiß auch um die Stellen in der Schrift, die Sex mit gleichgeschlechtlichen Partnern ablehnen. Aber warum ist Ihnen ausgerechnet dieses Verbot so wichtig? Sie halten sich doch vermutlich auch nicht an die Speisegesetze oder die anderen Reinheitsgebote der Bibel.

Ich bin immer bereit umzukehren und meine Positionen zu überdenken, wenn ich darauf hingewiesen werde, dass ich gegen Gottes Willen handle. Sollte man mich bitten, ein gleichgeschlechtliches Paar zu trauen, werde ich das fröhlich tun und im Vertrauen darauf, dass ich der Gott die Ehre gebe, der uns auffordert zu tun, was der Liebe dient.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

Herr Muchlinsky,

die Gleichgeschlechtliche, erotische Liebe um die es hier geht kann nicht mit der von Ihnen benannten Bibelstelle belegt werden!
Schauen sie sich das griechische Wort an, welches hier verwendet wird!
hier wird "agapêseis" verwendet. Wikipeda sagt dazu:
"Agape ist ein griechisches Wort für Liebe, welches durch das Neue Testament auch außerhalb des Griechischen zum festen Begriff geworden ist. Es bezeichnet eine göttliche oder von Gott inspirierte uneigennützige Liebe."

Die Bibel sagt eindeutig, dass die gleichgeschlechliche Liebe weder von Gott vorgesehen noch gewollt ist!
Ich empfinde es als eine Schmach, dass Sie so etwas in die heilige Schrift hineinlesen und andere ermutigen Gottes Gebote zu übertreten.
Die Botschaft der Bibel ist hier unmissverständlich!
Die Nächstenliebe ist rein Grundsatztreu und nicht geschlechtlich gemeint. Homosexualität ist nicht natürlich.
Die Bibel sagt selbst, dass Gott den Menschen von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat. Erst die Verkommenheit der menschlichen Gesellschaft hat zu solch einer Entartung geführt.
Das hat nichts mehr mit dem Willen Gottes zu tun, sondern nur dem der Menschen.
Und selbst, wenn Sie diesen Kommentar nicht hochladen sollten, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken darüber machen, ob das was sie hier lehren Sie in Gottes Augen nicht als Gesetzesbrecher erscheinen lässt.

Sehr geehrter anonymer Schreiber,

Sie verstehen meine Argumentation falsch. Es geht nicht darum, dass ich versuche eine Bibelstelle gegen eine andere auszuspielen. Wäre es so, hätten Sie Recht: Es geht in dem Jesuszitat selbstverständlich nicht um Formen der geschlechtlichen Liebe. Mir aber geht es darum, wie wir die Heilige Schrift auslegen. Unter welchen Vorzeichen schauen wir uns an, was geschrieben steht? Und das wichtigste Vorzeichen, das wir haben, ist Jesu Aussage darüber, was das wichtigste Gebot sei. Wir Christen halten längst nicht alle Gebote für verbindlich, die in der Bibel stehen. Das ist auch gut so, denn zum einen widersprechen sich die Regeln und Gesetze, zum anderen haben Paulus und in seiner Nachfolge Luther nur allzu Recht, wenn sie feststellen, dass der Versuch, sich durch die Einhaltung der Gebote einen gnädigen Gott zu schaffen, direkt in die Verzweiflung und in den Tod führt.

Wir brauchen also Maßstäbe, an denen wir die Gebote messen. Die Bibel ist nicht eindeutig. Wer das behauptet, kennt sie nicht ausreichend. Ich bin sicher, dass auch Sie bestimmte Gebote als nicht binden für Ihr Verhalten ansehen, und Sie tun es, weil Sie andere Gebote oder auch Gesetze als wichtiger erachten.  Mein Maßstab, den ich an die verschiedenen Gebote anlege, ist das Doppelgebot der Liebe. Das bedeutet für mich, dass ich zum Beispiel – auch wenn es mir die Bibel erlaubt – niemals Sklaven halten werde. Das Gebot, meinen Nächsten zu lieben, verbietet mir das. Ebenso verbietet mir das Gebot der Nächstenliebe, meinen Nächsten dafür zu verdammen, dass er einen anderen Menschen liebt, nur weil der dasselbe Geschlecht hat, wie er selbst.

Ihre Aussage, gleichgeschlechtliche Liebe sei eine "nicht natürlich" und eine "Entartung", ist ein grober Schlag gegen alle Menschen, die so leben und lieben. In meinen Augen verstoßen Sie damit in Ihrem Eifer gegen das wichtigste aller Gebote, Ihren Nächsten zu lieben. Den Vorwurf, den Willen Gottes zu missachten, weise ich darum entschieden von mir. Das Gegenteil ist der Fall.

Mit geschwisterlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

Wie eben schon erklärt ist mit der Nächstenliebe eine grundsatztreue Liebe gemeint, eine unumstößliche Liebe zu Gott und zu den Geboten, die er in der Heiligen Schrift für uns niederschreiben ließ.
Diese Liebe schließt aus das Fehlverhalten der Mitmenschen abzutun weil man Sie ja lieben soll.
Wahre Nächstenliebe würde bedeuten diesen Personen zu zeigen, was Gottes Wille ist. Wenn sie dann den Wunsch haben Gott zu gefallen und dadurch das Falsche aufgeben ist das gut, wenn nicht, dann müssen sie sich vor Gott dafür verantworten.
Es ist einfach nur Falsch mit der Bibel zu argumentieren, dass Gott die gleichgeschlechtliche Ehe oder Beziehungen gutheißen soll wenn er es doch früher verbote hat. Jak. 1,17 "Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem KEINE VERÄNDERUNG ist noch Wechsel von Licht und Finsternis."
Gott ist nach wie vor der gleiche. Er hat die Menschen als Mann und Frau erschaffen und nur so dürfen Sie auch Beziehungen haben. Da spricht die Bibel eine Umissvreständliche Sprache und dies zu leugnen würde bedeuten, dass Sie wei gesagt den Willen Gottes missachten.
Und der beste Weg im Leben ist sich an die Gebote der Bibel zu halten!
Sie zeigen eindeutig was der Wille Gottes ist!
Und das erste Gesetz: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« schließt aus das Fehlverhalten des nächsten zu entschuldigen, wenn er gegen Gottes maßstäbe verstößt!
So wie Sie argumentiren gehören Sie zu folgender Gruppe:
Mat.7 :
"20 Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan?
23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet! "

1. Joh. 4:
"1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele FALSCHE PROPHETEN sind hinausgegangen in die Welt."

Ihre Zeilen zeigen mir, dass Sie nich einmal ansatzweise meine Zeilen gelesen haben, geschweige denn versucht, sie zu verstehen. Ich bin erst dann zu einer weiteren Diskussion bereit, wenn Sie einerseits deutlich machen, dass Sie verstanden haben, was mein Standpunkt ist und Sie zweitens Ihren Namen nennen.

Auf meinen letzten Kommentar schrieb der anonyme Kommentator unter dem Pseudonym "Elias" eine weitere Beschimpfung, die ich hier nicht mehr veröffentlicht habe. Der "Gast" ha sein Gastrecht hier verwirkt.

Wie kann Gott etwas verabscheuen, was er selber erschaffen hat? Homosexuelle können nichts für ihre Neigung und sie sind von Gott geliebt. So wie sie sind!

Ich muss ehrlich sagen ich kann das was Sie sagen nicht unterschreiben @Alexis.
Die Bibel sagt hierzu:
Gen. 1: "27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau."

Gal. 5: "19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. "

1, Kor. 6:"9 Ist euch denn nicht klar, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes Reich kein Platz sein wird? Täuscht euch nicht: Wer sexuell unmoralisch lebt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes Reich kommen;"

Als eifriger studierer der Schriften gibt es hier keine andere Auslegungsmöglichkeit als, dass Gott homosexuelle Handlungen nicht gutheißt.
Der Mensch darf sich hier nicht anmaßen aus Selbstsucht nur um es anderen Recht zu machen das Wort zu verdrehen.
Daran ändert auch die von @Muchlinsky genannte Nächstenliebe nichts. Homosexualität war, ist und bleibt für Gott nicht annehmbar und man kann so nicht in das Reich Gottes eingehen.

Ja, ich kenne diese Argumentation, und sie leuchtet mir überhaupt nicht ein. Die Bibel eifrig zu studieren, heißt für mich nicht, Bibelstellen auswendig zu lernen und zu sammeln, sondern Gottes Wort in der heilgen Schrift zu suchen. Wer die Bibel in der Weise liest, als sei kein Wort in ihr zu bezweieln erhebt sie zum Götzen. Es git für mich nur ein Wort Gottes, und das ist in Jesus Christus Fleisch geworden. Die Bibel ist das Zeugnis dieser großen Tat Gottes. Sie war nie, wollte nie und wird nie eindeutig sein.

Ja das stimmt auswenig lernen und sammeln bringt nichts, da gebe ich Ihnen Recht. Aber wenn man sich die Bibel genau anschaut, merkt man, dass Sie sich selber erklärt. Es geht darum aus der Bibel zu erkennen was der Wille Gottes ist. Und das wird durch die grundsätze offenbar gemacht!

Wollen Sie mit Ihrer Aussage andeuten, dass die Bibel nicht die Wahrheit sagt? Dass man Sie bezweifeln muss?
Dann müsste man auch bezweifeln, dass sie von Gott ist.

Die Bibel ist an vielen Stellen nicht eindeutig das stimmt. Jedoch ist es eindeutig wenn Wortwörtlich gesagt wird das "Wer sexuell unmoralisch lebt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes Reich kommen" Was gibt es an dieser Aussage auszulegen? Diese Aussage ist eindeutig.

Ihr Maßstab, dass etwas "wörtlich" in der Bibelstehen muss, damit es gültig ist, ist nicht haltbar. Oder essen Sie auch kein Schweinefleisch? Tragen Sie keine Kleidung aus mehr als einem Stoff? Halten Sie den Sabbat ein? Was Sie tun, ist dies: Sie legen Ihre Maßstäbe an die Bibel an und halten das für richtig, was In Ihre Theologie oder in Ihre Moralvorstellungen passt. Sie tun genau das, was Sie mir vorwerfen, nur konsequenter. Denn im Gegensatz zu Ihnen lege ich meine Maßstäbe offen dar. Entschuldigen Sie meinen etwas bissigen Tonfall, der kommt, wenn man mir meinen rechten Glauben absprechen will.

Ich finde es schade und etwas ermüdend, wenn es in einer Diskussion gar nicht mehr um einen Meinungsaustausch geht, sondern die eigene vorgefasste Meinung der Maßstab ist und das dann mit herausgepickten Bibelworten begründet werden soll. Außer im oben zitierten Korintherbrief sehe ich aber in den Textstellen keine Ablehnung von Homosexualität. Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde bedeutet für mich, dass alle Menschen von ihm so gewollt sind, wie sie sind, d.h. auch inklusive ihrer sexuellen Orientierung. Und als Menschen sollten wir alle uns vor den genannten "Werken des Fleisches" hüten, das ist doch nicht an homosexuelle Menschen gerichtet. Zorn, Zank, Zwietracht, Eifersucht und Neid gehen in der öffentlichen Diskussion nach meiner Wahrnehmung gerade eher von den Gegnern der Homosexuellen aus. Wieso sagen Sie nicht einfach, ich lehne eine homosexuelle Lebensweise ab, sie macht mir Angst, ich will damit nichts zu tun haben o.ä. und sparen sich diese herbeigezogenen angeblichen Begründungen für ihre persönliche Meinung? Das fände ich ehrlicher. MfG Andrea W.

Lieber Herr Muchlinsky, ich frage mich ob Sie ausser dem Doppelgebot noch weitere Maßstäbe benötigen um diese Lebensordnungen zu rechtfertigen. Mindestens müsste man doch noch den medizinisch-technischen Fortschritt hinzunehmen sowie die Verfügbarkeit von Produkten der petrochemischen Industrie? Aus Liebe kann man seinen Nächsten auch vor einer riskanten Lebensweise warnen, sei das jetzt weil er zu schnell mit dem Auto fährt, oder wie er sich sexuell verhält.

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