Wiedereintritt um ein Zeichen zu setzen?

gestellt von Jürgen Röth am 4. August 2016

Hallo und guten Tag.

Nach meiner Scheidung vor 22 Jahren bin ich aus Kostengründen aus der evangelischen Kirche ausgetreten.

Aufgrund der christenfeindlichen Entwicklung in unserem Land sollten sich mehr Menschen zu ihrem Glauben auch durch die Mitgliedschaft in einer Kirche bekennen. Das ist zumindest meine Meinung.

Wie ist die Ihre dazu?

Mit freundlichem Gruß Jürgen Röth

Lieber Herr Röth,

ich freue mich, dass Sie mit dem Gedanken spielen, wieder in die evangelische Kirche einzutreten. Ihre Motivation dabei finde ich interessant und spannend. Auch ich nehme durchaus wahr, dass in unserem Land das Christentum immer weniger als selbstverständlich wahrgenommen wird. Wer sich offen zu seinem Glauben bekennt, sieht sich häufig einem Kopfschütteln oder dummen Bemerkungen gegenüber. Ich würde nicht so weit gehen, von einer "christenfeindlichen Entwicklung" zu sprechen, aber sicherlich gibt es Stimmen, die die Kirche kritisieren und die das auch immer lauter und teilweise aggressiver tun.

Mit einem Wiedereintritt würden Sie tatsächlich ein Bekenntnis zu Ihrem christlichen Glauben und nicht zuletzt der christlichen Gemeinschaft ablegen. Der einzige Einwand, den ich vielleicht hätte, wäre der, wenn man sich durch den Eintritt in die Kirche von einer anderen Gruppe distanzieren wollte. Wenn jemand sagen würde, mit sind zu viele Muslime im Land, darum trete ich in die Kirche ein, fände ich diesen Grund schwach. Schließlich soll ein Eintritt ja eine Entscheidung FÜR etwas sein, nicht GEGEN etwas.

Wie gesagt: ich freue mich über Ihre Gedankenspiele. Wenn Sie Ernst machen möchten, können Sie in der zentralen Eintrittsstelle anrufen. Telefon: 0800 8138138 (kostenlos, auch vom Mobiltelefon) werktags 9-17 Uhr, Mittwoch 9-12 Uhr. Oder Sie schreiben eine E-Mail zur Kontaktaufnahme an eintritt@evangelisch.de.

Herzliche Grüße

Frank Muchlinsky

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