Widersprüche in der Bibel

gestellt von Heinzy P Burger am 6. August 2017

guten tag herr bezold,

 

ich lese seit ca. 2,5 jahren in der bibel. da ich keine religion habe oder einer gemeinde angehöre, habe ich leider niemanden, dem ich fragen stellen könnte. daher wende ich mich an sie, da sie mir als promovierter theologe einen sehr kompetenten eindruck machen. hier meine fragen:

 

1. KANN GOTT NUN VERSUCHT WERDEN ODER NICHT? Ps. 78,41 "UND SIE VERSUCHTEN GOTT immer wieder und bekümmerten den Heiligen Israels." Jakobus 1:13 "Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. DENN GOTT KANN NICHT VERSUCHT WERDEN zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand;" Psalm 78,41 sagt, sie versuchten Gott - jak 1:13 sagt, Gott kann nicht versucht werden. widerspricht sich die bibel? 2. Jakobus 1:13 "Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und ER SELBST VERSUCHT AUCH NIEMANDEN;" Mat 6:13 "UND FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG, sondern errette uns von dem Bösen." warum sollen wir laut mat 6:13 (= das vater unser) dafür beten, dass Gott uns nicht in versuchung führen soll, wenn er laut jak 1:13 ja überhaupt niemanden versucht?

 

FRAGEN ZUR TRINITÄT: 3. spr30:4 "Wer stieg zum Himmel empor und fuhr herab? Wer fasste den Wind in seine Fäuste? Wer band die Wasser in ein Kleid? Wer richtete alle Enden der Erde auf? Was ist sein Name und WAS IST DER NAME SEINES SOHNES? Weißt du das? - laut spr30:4 IST DER (GOTT)VATER ZUM HIMMEL HINAUF- UND WIEDER HERUNTERGEFAHREN. aber nach joh3:13 ist es der sohn des menschen - und sonst niemals jemand anderer - der, der zum himmel hinauf- und wieder heruntergefahren ist,: joh 3:13 "Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. WER IST DENN JETZT ZUM HIMMEL HERAUF - UND HERABGEFAHREN? DER VATER ODER DER SOHN? IST DER VATER DER SOHN? IST DER (GOTT)VATER ZUGLEICH DER SOHN JESUS CHRISTUS? (das würde allerdings wiederum nicht mit dieser trinitätslehre übereinstimmen) 4. Mat 1:18 (Schl) "Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, DASS SIE VOM HEILIGEN GEIST SCHWANGER GEWORDEN WAR." Mat 1:20 (Schl) "Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; DENN WAS IN IHR GEZEUGT IST, DAS IST VOM HEILIGEN GEIST. wie kann der (GOTT)VATER der vater von JESUS sein, wenn der HEILIGE GEIST der Vater von jesus ist? derjenige, der eine frau schwängert und zeugt, ist der vater des kindes, oder? in Joh 4:24 steht zudem, dass Gott Geist ist. ist der (GOTT)VATER zugleich der HEILIGE GEIST? 5. auszug aus athanasischen glaubensbekenntnis: ... dies aber ist der katholische glaube: wir verehren den einen gott in der dreifaltigkeit und die dreifaltigkeit in der einheit ohne vermengung der personen und ohne trennung der wesenheit. eine andere ist nämlich die person des vaters, eine andere die des sohnes eine andere die des heiligen geistes. aber vater und sohn und heiliger geist haben nur eine gottheit, gleiche herrlichkeit, gleiche majestät. dies aber ist der katholische glaube: wer daher selig werden will, muss dies von der heiligsten dreifaltigkeit glauben. doch jesus macht das ewige leben an der erkenntnis des VATERS und seines sohnes JESUS CHRISTUS fest und NICHT am glauben an eine heiligste dreifaltigkeit: joh17:1+3 "...Vater, die Stunde ist gekommen. ... Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich (also den Vater!!), den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." was ist davon zu halten? es steht doch klar in der bibel, dass ewiges leben an der erkenntnis des einzig wahren Gottes, nämlich dem Vater und seines Sohn abhängt. wer das ewige leben an den glauben an eine heiligste dreifaltigkeit festmachen will, hat ja dann logischerweise nicht die erkenntnis des "einen wahren Gottes", nämlich dem Vater, und seinem sohn (vergl. Joh 17:1-3)! er kann also gar nicht selig werden, sprich ewiges leben bekommen. oder? 6. joh 20:17 "Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich (Jesus Christus) fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott." Off 21:7 "Wer überwindet, der wird alles erben, und ich (Jesus Christus) werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein." ... JESUS ist laut off21:7 der VATER und GOTT der kinder und nach joh20:17 ist aber der GOTT-VATER der VATER und GOTT der kinder ... daraus folgt doch, dass JESUS CHRISTUS der GOTT-VATER ist? oder nicht? wie soll man diese stellen denn auffassen? daher sagte doch thomas: Joh 20:28 "... Mein Herr und mein Gott!" 7. 1 Kor 10:4 "denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus." ... laut alten testament ist aber ALLEINE JAHWE DER GOTT UND FELS ISRAELS: jesaja 44:6+8 "Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen." der fels wird in cor10:1-5 als CHRISTUS identifiziert und laut jesaja 44:8 ist allerdings der HERR (JAHWE) , daraus folgt, JESUS = JAHWE = EINZIGER GOTT aus dem alten testament. ist das so richtig? ist JAHWE JESUS CHRISTUS? es fällt mir sehr schwer, dieser trinitätslehre zu folgen. es hängt an dieser lehre (am erkennen des wahren Gottes), falls der Gott der bibel der wirkliche und einzige Gott sein sollte, nicht weniger als das ewige leben nach Joh 17:3 ab und laut Off 12:19 verführt der satan den ganzen erdkreis ... da der mensch nach dem ebenbild gottes erschaffen wurde und der mensch (=eine person) in drei erscheinungsformen besteht: nämlich leib, seele und geist (1thes 5,23), ist es da nicht wahrscheinlicher, dass auch Gott nur einer (d.h. eine person und nicht drei) in drei verschiedenen erscheinungsformen ist, nämlich JESUS (=leib), VATER (=seele) und HEILIGER GEIST (=geist) daher die nächste frage: 8. der taufbefehl von JESUS nach seiner auferstehung lautet: Mat 28:19 "So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen (=Einzahl!) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" bei "tauft sie auf den namen" steht "namen" in der einzahl und nicht im plural. dieser name für den VATER, dem SOHN und dem HEILIGEN GEIST wird mehrmals in der apostelgeschichte nach der auferstehung Jesu Christi, z.b. in apg 2,38 als JESUS CHRISTUS identifiziert: Apg 2,38 "Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden;" Warum wird mit folgender taufformel getauft: "taufe auf den namen des vaters, des sohnes und des heiligen geistes" und nicht mit der taufformel, mit denen die apostel getauft haben: "taufe auf den namen Jesu Christi" und uns als vorbild gegeben sind? warum tauft man anders als die apostel? wenn man keine trinität vorraussetzt, kommt man zu folgendem ergebnis: GOTT ist einer, d.h. eine einzige Person (1.Kor. 8,4; Jk. 2,19). Deshalb hat der HERR JESUS geboten, dass alle Jünger auf den Namen (Einzahl!) getauft werden sollen, der für den VATER, SOHN und HEILIGEN GEIST steht (Mt. 28,19). Der Befehl lautet also, auf einen einzigen bestimmten Namen zu taufen, der für den VATER, den SOHN und den HEILIGEN GEIST steht (vgl. Kol. 2,9). Dieser Name lautet gemäß der Lehre und Praxis der Apostel „CHRISTUS JESUS“ (Apg. 2,38; 8,16; 19,5; Rm. 6,3; Gal. 3,27). Deshalb steht auch geschrieben, dass „kein anderer Name“ als JESUS CHRISTUS unter dem Himmel den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen (Apg.4,12; vgl.Rm. 10,9.13). Demnach ist weder „VATER“ noch „SOHN“ oder „GEIST“ ein Name. 9. Wo genau in der bibel steht diese trinität? mit welchen bibelversen beweist man diese trinität? 10. nochmal zu Joh 17:3: joh17:1+3 "...Vater, die Stunde ist gekommen. ... Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich (also den Vater!!), den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." laut Joh 17,3 ist der VATER der wahre und alleinige GOTT und JESUS CHRISTUS derjenige, den er gesandt hat. allerdings steht in 1Joh 5,20, dass JESUS CHRISTUS der wahre GOTT ist: 1Joh 5,20 "Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. wer ist jetzt der einzige wahrhaftige GOTT? JESUS CHRISTUS oder der VATER? nur wenn doch JESUS CHRISTUS der zugleich der VATER ist, passen doch diese beiden bibelstellen zusammen, oder? oder widerspricht sich die bibel hier? oder ist diese trinitätslehre falsch?

 

falls sie sich die mühe machen sollten, meine fragen zu beantworten -und sei es nur teilweise-, danke ich ihnen schon mal recht herzlich im vorraus. der GOTT der bibel wird sie dafür sicher reichlich belohnen. ansonsten möge der Gott der bibel sie segnen 1Kor 16,22 "Wenn jemand den Herrn Jesus Christus nicht liebt, der sei verflucht! Maranatha!"

 

beste grüsse heinzy p burger

Lieber Herr Burger,

 

vielen Dank für Ihre vielen Fragen. Dafür, dass Sie erst seit gut 2 Jahren in der Bibel lesen, ist Ihnen als aufmerksamer Leser ein ganzer Berg von „Spannungen“ in der Bibel aufgefallen. Gerne versuche ich, aus meiner Sicht als Bibelwissenschaftler dazu Stellung zu nehmen und einige Ihrer Fragen zu beantworten. Eines vorneweg: Auch wenn Sie sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig fühlen, bieten die christlichen Gemeinden vor Ort ein offenes Angebot für Menschen mit Fragen zur Bibel und zum Glauben. Halten Sie Ausschau nach von PfarrerInnen geleiteten Bibelgruppen/-kreisen, Vorträgen oder anderen Bildungsangeboten.

 

 

Wenn ich Ihre Fragen und Anmerkungen lese, fällt mir auf, dass Sie die Bibel sehr genau lesen und auf Widersprüche und Spannungen hin befragen. Viele Ihrer Beobachtungen und Anfragen ergeben sich daraus, dass zwei wörtlich nebeneinandergestellte Bibelverse aus zwei sehr unterschiedlichen Textbereichen nicht so ganz zueinander passen wollen. Das haben Sie richtig beobachtet. Diese Feststellung irritiert viele BibelleserInnen, weil wir von unserer Heiligen Schrift erwarten, sie sei ohne Fehler und Widersprüche. Es gibt ganze Bücher und Internetportale, die hunderte "Widersprüche" oder gar "Fehler in der Bibel" auflisten und deshalb meinen, die Bibel sei nicht ernstzunehmen. Ich halte das zwar für unterhaltsam, aber der Bibel nicht angemessen. Manche Spannungen sind dadurch entstanden, dass die Bibel eine wahre Bibliothek ist, die über Jahrhunderte hinweg entstanden ist. Sie ist kein Lehrbuch aus einem Guss und so kommt es, dass die Texte verschiedene Denk-Wege gehen und unterschiedliche Probleme von ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Oft beziehen sich die Texte auch aufeinander und legen sich gewissermaßen selbst aus. In meinem Bibelverständnis macht das den Wert der Bibel als Zeugnis des Wortes Gottes um Einiges reicher, nicht ärmer. Ihren ersten Fragen sind dazu ein gutes Beispiel. Kann Gott nun versucht werden (Ps 78,41; Mt 6,13) oder nicht (Jak 1,13)?

 

 

Die Bibel entwickelt keine Lehrmeinung, sondern muss ausgelegt werden. Die Bibel ist in evangelischer Theologie nicht das Wort Gottes, sondern bezeugt das Wort Gottes. Wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen, müssen wir uns mit diesem Zeugnis beschäftigen und fragen, was die Texte für uns bedeuten. Als Maßstab für die Auslegung gilt in der evangelischen Tradition Jesus Christus als „Mitte der Schrift“. In Jesus Christus hat sich Gott offenbart, nicht im (wortwörtlichen Einzel-) Wort der Bibel selbst.

 

 

Für Ihre Anfragen bedeutet das konkret: Wir können die Bibel nicht wissenschaftlich fundiert auslegen, indem wir einzelne Bibelverse heraussuchen und gegeneinander ausspielen. Dass dieses harmonisierende Prinzip nicht funktioniert und die Bibel selbst nicht so gelesen werden will, zeigen die ersten drei Kapitel des 1. Buches Mose ziemlich gut, finde ich: Gottes Schöpfung beginnt einmal mit einem meerähnlichen Urwasser-Zustand in sieben Tagen (Kapitel 1). Der Mensch wird als männlich und weiblich als Gottes Ebenbild geschaffen. In der zweiten Schöpfungserzählung (Kapitel 2–3) ist die Erde zunächst trocken, Gott lässt es regnen, der Mensch wird zunächst als Mann und erst danach (aus seiner Rippe) als Frau geschaffen. Dass diese beiden Erzählungen ganz am Anfang direkt nebeneinanderstehen, verstehe ich als hermeneutisches (d.h. „Verstehens-“)Prinzip. Mit den vier Evangelien, die vom Leben, Tod und Auferstehung von Jesus erzählen, verhält es sich ganz ähnlich. Wenn wir Gottes Wirken, das die Bibel bezeugt, nachspüren, müssen wir gleichzeitig akzeptieren, dass die biblischen Texte oft nicht eindeutig sind. Das schließt ein, dass unser menschliches Verstehen immer begrenzt ist und Gott und sein Wort nie umfassend verstanden werden kann. 

 

 

Ob Gott also versucht werden kann, wissen wir nicht letztgültig, auch wenn die Bibel uns wichtige Aspekte der Frage vermittelt. Wir können aber unsere Hoffnung mit den Worten Jesu im Vater Unser vor Gott bringen, er möge uns vor Versuchung bewahren. Die Bibel diskutiert dieses Problem, wie Sie gemerkt haben, und kommt zu unterschiedlichen Schlüssen. Das mag unbefriedigend sein, besitzt aber eine demütig machende Kraft. Wahrheit gibt es bei Gott, durch den Glauben an Jesus und durch das Wirken des Heiligen Geistes, der die Bibellektüre begleitet. Wahrheit oder Glauben hängen nicht davon ab, ob wir einzelne Bibelverse „verstehen“ oder gar in Einklang zu bringen können. Mit der Trinität verhält es sich ähnlich: In den biblischen Texten gibt es keine Trinitiäts-„Lehre“. Die Bekenntnisse der Alten Kirche sind Ergebnisse einer theologisch-philosophischen Diskussion der Beschäftigung mit der Bibel und den Erfahrungen der frühen ChristInnen, die oft aber trinitarisch/triadisch waren. Der Begriff selbst ist nicht aus der Bibel entnommen, bezieht sich aber auf ihr Zeugnis des dreieinigen Gottes. Die EKD formuliert dazu:

 

 

Das Wort versucht, das scheinbar Unmögliche auszudrücken, nämlich dass Gott gleichzeitig drei und einer ist. Um das zu verstehen, hilft es, sich vor Augen zu führen, wie Menschen Gott in der Geschichte erfahren haben: als Schöpfer, der seine Welt und die Menschen liebt wie ein Vater seine Kinder. Als ein Gott, der in Jesus Christus, seinem Sohn, selbst Mensch geworden ist und das menschliche Leben geteilt hat. Und schließlich als Gott, der im Heiligen Geist bei den Menschen immer noch gegenwärtig und lebendig ist.

 

 

Die Trinität kann man also nicht mit Bibelversen „beweisen“. Man kann aber die verschiedenen Erfahrungen mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist in der Bibel bezeugt finden. Sie geben uns Anlass, an den dreieinigen Gott zu glauben. Das Sprüchebuch zum Beispiel ist lange Zeit vor dem Neuen Testament entstanden. Trotzdem haben sich dort mit dem NT vergleichbare Erfahrungen mit Gott niederschlagen. Die in den Bibelübersetzungen kleingedruckten Vergleichstexte (z.B. Joh 13,3 und Spr 30,4) zeigen das an. Sie zeigen nicht, dass überall „dasselbe“ steht oder dass nur eines von beiden richtig ist. Nachdem sich Gott in Jesus Christus offenbart hat, wird das zum christlichen „Leseschlüssel“ für diese Texte. In Jesus hat sich Gott offenbart. Jesus wurde als „Herr“ (gr. Kyrios) verehrt. Dieser Titel war im griechischsprachigen Judentum zur Zeit Jesu der Titel für den einen Gott. Bis heute beten ChristInnen weltweit zum „Herrn Jesus“, weil sie in ihm den Gott erkennen, den die Bibel (und auch das Alte Testament) bezeugt. Jesus Christus ist nach der Lehre der Dreieinigkeit eben der Sohn und nicht der Vater, den er ja selbst "Vater" nennt. 

 

 

Für mich persönlich ist die Trinitätsvorstellung eine spannende und befreiende Lehre zugleich. Die Dreieinigkeit Gottes bedeutet für mich, dass Gott einer ist, der aber zu sich selbst und zu den Menschen in Beziehung steht. Er ist ein lebendiger, ein dynamischer Gott, der sich verändert, wandelt und doch der eine bleibt. So erlebe ich auch die biblischen Texte: Sie sind dynamisch und lebendig. Sie verhindern, dass man Gott und sein Wort eindeutig festlegen kann. Sie wollen ausgelegt, diskutiert und gelebt werden. Ich hoffe, diese Gedanken tragen dazu bei! Viel Erfolg bei der weiteren Lektüre,

 

 

herzliche Grüße

Helge Bezold

Kommentare

Helge hat aber eine Menge Zeit, auf eine banale Fragen zu antworten. Zu viel Geschwurbel, was man dem Allmächtigen Gott doch alles in den Mund legt und alles besser weiß. Da hechelt man einer imaginären Figur hinterher und spürt
noch nicht einmal den Windhauch um sich herum. Da entfaltet sich eine Natur
in allen Facetten, Gerüchen, Farben und der Gläubige erkennt den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Gläubigen glauben einer imaginären Gottesfigur,
der nachgesagt wird, nach dem Tode wird alles besser. Was soll bei der Natur noch alles besser werden? Der heilige Geist ein kranker Geist.

Was soll uns dieser Kommentar sagen? H. Bezold hat auf die sehr ausführliche, etwas "textlastige" Frage gut verständlich geantwortet. Der Kommentar dagegen geht meiner Meinung nach doch völlig am Thema vorbei und hinterlässt bei mir nur ????

Welch primitive Mythologie, dass ein menschgewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschheit sühnt!
(Rudolf Bultmann, dt. Theologe, 1884-1976)

Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

Ich denke jeder, der sich anmaßt zu wissen, was Gott denkt, gehört in die Psychiatrie.
(Larry Cohen, am. Regisseur)

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. – Das hat er nun davon.
(Wolfgang Eschker, dt. Schriftsteller)

Noch weitere Fragen?

Suchen sie sich einen Artikel raus und studieren sie ihn. Ich glaube weder an eine Präexistenz des Messias noch an eine Trinität. Sie eine Ausgeburt der Hölle und widerspricht dem Erlösungsplan des alleinigen Gottes, des Vaters. Denn wenn Jesus Gott wäre, dann könnte er nicht sterben und wir wären alle noch in unseren Sünden und bräuchten demzufolge eine Beichte oder Maria (die Mutter Gottes hihi) als Erlöserin.

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