Warum Christen Schweinefleisch essen dürfen

gestellt von Stefan Notter am 27. Februar 2014

Dürfen Christen Schweinefleisch essen?

Laut Moses 3 doch wohl nicht.

Lieber Herr Notter,

 

Sie meinen sicherlich die Stelle in 3. Mose 11,7, wo es heißt: "das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein."

Es ist in der Tat so, dass wir davon ausgehen können, dass Jesus selbst als frommer Jude immer koscher gegessen hat, also auch kein Schweinefleisch. Das Christentum hat sich allerdings vom Judentum im Laufe der Zeit in dieser Hinsicht sehr deutlich abgesetzt. In Matthäus 15,11 sagt Jesus den Satz: "Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein." Unter anderem dieser Satz diente den Christen dazu, sich zu erlauben, die jüdischen Speisevorschriften als nicht mehr bindend für sich zu sehen.

 

Natürlich geschah das nicht überall und sofort. Man hat sich in den ersten Jahrzehnten des Christentums heftige Auseinandersetzungen darüber geliefert, welches Fleisch man essen dürfe, oder ob man Wein trinken dürfe. Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Römer dazu: Zum einen ist alles rein vor Christus. Andererseits ist das Streiten über Speisevorschriften ausgesprochen übel, weil er zu Spaltungen führt. Paulus rät: "Der eine glaubt, er dürfe alles essen; wer aber schwach ist, der isst kein Fleisch. Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, der richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen ... Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein. Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist. Es soll doch nicht verlästert werden, was ihr Gutes habt. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist." (Römer 14,2-3.14-17)

 

Der Rat, den Paulus gibt, lautet also vor allem: Richte nicht über andere! Das ist in jedem Fall ein guter Rat – auch, wenn es um den Verzehr von Schweinefleisch geht.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

Kommentare

Hallo, ich habe gerade dies zufällig gelesen und bin erstaunt das keiner von euch die Bibelstelle nennt in der es ausführlich erwähnt wird das wir alles essen dürfen.
Die Diskussion ist zwar schon ein bischen älter doch ich will euch hier die klare Antwort der Bibel hinterlassen.

Es war den Juden so einiges unrein. Sie durften auch mit den Heiden (Nicht Juden) nicht so ein Umgang felgen wie mit den eigenen Leuten und man konnte nur vor Gott gerecht erfunden werden wenn man beschnitten ist etc.

Doch Jesus hat das verändert weil sie ihn nicht an ihn geglaubt haben. Nun wird der Ganzen Welt das Evangelium verkündet und auch wir ,,Heiden'' sind nicht unrein. Es kann jeder zu Gott kommen wenn man an Jesus glaubt und genauso darf man auch alles essen weil Gott es gereinigt hat. Die Steine die uns Christen im Weg lagen sind uns aus dem weg geräumt so das wir zu Gott kommen können.

In der Apostelgeschichte lesen wir, wie es daszu kam.

im 10 Kapitel von Vers 9 bis 16 wird Petrus gezeigt das weder Heiden noch die das Getier auf Erden einen Menschen unrein machen kann, da Gott sie rein gemacht hat:

(9) Als sich die Boten am folgenden Tag schon der Stadt Joppe näherten, stieg Petrus auf das flache Dach des Hauses, um dort ungestört zu beten. Es war gerade um die Mittagszeit, (10) und Petrus hatte Hunger. Während man sein Essen zubereitete, hatte er eine Vision: (11) Petrus sah etwas vom Himmel herabkommen. Es sah aus wie ein großes Leinentuch, das - an seinen vier Ecken zusammengehalten - auf die Erde heruntergelassen wurde. (12) In dem Tuch waren alle möglichen Arten von vierfüßigen Tieren und Kriechtieren, aber auch von Vögeln. (Alle diese Tiere sind für Juden "unrein" und dürfen deshalb nicht gegessen werden.) (13) Dann hörte Petrus eine Stimme, die ihn aufforderte: "Petrus, steh auf, schlachte diese Tiere und iss davon!" (14) "Niemals, Herr!", entgegnete Petrus. "Noch nie in meinem Leben habe ich etwas Unreines oder Verbotenes gegessen." (15) Da rief die Stimme zum zweiten Mal: "Wenn Gott etwas für rein erklärt, dann nenne du es nicht unrein." (16) Das geschah dreimal. Dann wurde das Tuch wieder in den Himmel gehoben.

Es gibt andere Dinge von denen wir uns enthalten sollen dazu gehört Blut, Ersticktes (Aas), Hurerei und alle anderen Sünden.

Gruß Thomas

Kleine Ergänzung, lieber Thomas: da muss man den Kontext lesen, wie meistens, und die Situation verstehen, in der Petrus sich befand. Das nächste, was er machte, nachdem er das verstanden hatte, war nämlich nicht, einen Schweinebraten zu verzehren, obwohl er zum Zeitpunkt der Vision äußerst hungrig war; sondern er besuchte den römischen Hauptmann Cornelius in dessen Haus. Nach jüdischem Gesetz hätte Petrus sich verunreinigt im Haus dieses Ungläubigen. Die Vision hatte ihn gerade eben gelehrt, dass ihn das nicht unrein machen konnte. Darum ging's, nicht in erster Linie um Speisevorschriften.

Wenn Jesus koscher gelebt hat, kann er auch kein Alkohol getrunken haben?
Aber dann stimmt vieles nicht, an was soll ich noch glauben.

Bitte nicht "koscher" (jüdische Speisevorschriften) und muslimische Regeln verwechseln! Juden dürfen Wein trinken. Sie sollen es in maßen tun, aber bei jüdischen Festen spielt der Wein eine große Rolle!

wie alles immer, wurde vieles geändert was nicht passt ,natürlich hat jesus kein schweinefleisch gegessen und kein alkohol getrunken
der mensch muss lernen gottes gesetze zu gehorchen,statt das wir uns gottes gesetze unter ordnen versuchen wir es zur ändern,
wir ändern ja auch nicht, die gebrauchsanweisung von einem gerät was wir kaufen.

Jesus hat Wein getrunken. Wein enthält Alkohol.

Auch Juden dürfen Wein trinken. Es gibt eine Menge koscherer Weine. Hier nur ein Beispiel.

Du sollst nicht töten oder kann man dem Töten irgendwas Positives abgewinnen? Tiere sind meine Freunde und meine Freunde esse ich nicht.
Alkohol vernebelt das Gehirn und macht krank, nur ein klarer Geist findet den Weg. Wer kein Alkoholproblem hat, der trinke einfach Traubensaft.

Und wie erklären die Befürworter der These, Jesus (Friede sei auf ihn) habe die (Speise)Vorschriften des AT aufgehoben, die folgende Stelle aus 5 Matt 17 ff:
"17Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. 19Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich."

Liebe Rehana, die erwähnte Stelle aus Math. 5, 17 darfst du nicht aus dem Zusammenhang des 5 Kapitels reißen! Die Verse 22 bis 48 erklären ganz deutlich was Herr Jesus mit den geringsten Geboten und mit "Gesetz erfüllen" meinte: den Nächsten beschimpfen- was Jesus mit Töten gleichsetzt; Heirat nach Scheidung (!!!); kein Schwören; dem Bösen nicht widerstehen-Feinde lieben. Von Speisegeboten hier keine Rede!
Speisegebote, Beschneidung, rituelle Waschungen, Einhaltung das Sabbats (eines Ruhetages) - sind nur den Juden in der Wüste gegeben worden als Gebote, die der Schreiber des Hebäerbriefes "alles Satzzungen des Fleisches nennt" (Herbr. 9,10) - die "bis zur Zeit einer besseren Ordnung " auferlegt sind.
Noah, mit dem der Herr einen ewigen Bund geschlossen hat, musste diese Gebote (sie waren ja nach ihm gegeben) nicht einhalten - er durfte alles essen "was sich regt" (1.Mose 9,3).Diese Gebote sind alles "Schatten des Zukünftigen" (Kolosser 2,16+17). Das Problem war nämlich auch bei den Christen in Kolossäa, dass Irrlehrer gekommen waren, und diese jüdische Gebote als notwendig angesehen haben. Aber Paulus ermahnt sie, sich diesen "Satzungen nicht zu unterwerfen"(Verse 16-23). Er sagt, dass alles zur Vernichtung (Essen) zum Gebrauch bestimmt ist (Vers 22). Alles aufgezählte in Vers 16 (kol.2,16):Speise, Trank,jüdische Feste, Neumonde, Sabbate - das nennt Paulus im 23 Vers "eigenwilliger Gottesdienst"! Also bestimmte Speisegebote und Einhaltung des Sabats hatten ihren Sinn ab der Generation der Juden in der Wüste bis Jesu stellvertretendem Tod. Sie waren also zeitlicher Art. Der Hebräerbrief sagt, "das Herz wird durch Gnade gefestigt, nicht durch Speisen" (Hebr. 13,9).

In Markus 7, 1-23 geht es nicht nur ums Händewaschen und Hygiene. In Vers 15 sagte Jesus, dass nichts (!)was von außen in den Menschen hineingeht (in den Magen), ihn verunreinigen kann. In den Menschen geht ja nicht nur Schmutz durch die Hände, sondern hauptsächlich das Essen rein. Das erklärte Er noch mal im Vers 19, es geht also auch um Speisen. Und Herr Jesus erlaubt also ganz deutlich alle Speisen einzunehmen. Und das ist für mich ausschlaggebend! Laßt euch nicht durcheinanderbringen, von solchen Irrlehrern, die eure Freiheit zu untergraben versuchen. Ivonne schreibt im Kommentar, dass sie mit alttestamentlichem Speisegebot dem Vater eine Freude machen möchte, und es soll ein Zeichen für "Vortschritt im Glauben sein". Das ist aber nach dem Neuen Testament ein Rückschritt in die Gesetzlichkeit und dem Vater und Sohn ein Greuel- aber keine Freude! Auch in 1.Timotheus 4, Verse 1bis 11 ermahnt Paulus, dass in späteren Zeiten solche Irrlehrer kommen und gebieten "sich von Speisen zu enthalten..." Dann schreibt Paulus: "denn jedes Geschöpf ist gut und nichts verwerflich wenn es mit Danksagung genommen wird". Und noch ein hilfreicher Satz von Paulus in Römer 14: "Der Schwache aber isst Gemüse". Wenn du also Probleme mit der "nicht artgerechten Haltung von Tieren" hast, dann iss kein Fleisch. Das ist dann aber kein Zeichen für Starke im Glauben, sondern für Schwache, wie Paulus das ausdrückt. Er schreibt auch in 1. Korinther 8, Vers 8: "Speise macht uns nicht angenehm vor Gott".
Wir können also durch Speisevorschriften keine Freude unserem Heiland machen, sondern durch Liebe + Gemeinschaft mit IHM und Liebe zu unserem Nächsten (Galater 5,14) und Leben in der Heiligung, "ohne die niemand den Herrn schauen wird" (Hebr. 12,14).

Also meiner Ansicht nach, sollten wir als "Heiden" (als nicht beschnittene) trotzdem kein Schweinefleisch essen. In Apostelgeschichte 15,19+20 heisßt es, dass wir nicht alle Vorschriften Moses halten müssen, aber die Vorschriften zu dem Fleisch solten wir einhalten.

Meinen Sie alle Vorschriften zum Thema Fleisch?

Hier sind die weiteren jüdischen Speise-Vorschriften: http://www.talmud.de/tlmd/kaschrut-die-juedischen-speisevorschriften/

Die Apostelgeschichte gibt ganz klar vor, welche Regeln Christen, die nicht Juden waren noch einhalten müssen.
Apg 15, 19-21:19 Deshalb bin ich der Meinung, man sollte denjenigen (von den) Heiden, die sich zu (dem) Gott bekehren, keine Lasten aufbürden, 20 sondern ihnen [nur] vorschreiben, sich von den Befleckungen der Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten. 21 Denn Mose hat seit alten Zeiten in jeder Stadt seine Verkündiger, weil er ja in den Synagogen jeden Sabbat vorgelesen wird.
Damit wir 1. Götzendienst , 2. Unzucht und 3. nicht geschächtetes Fleisch verboten. Damit gelten nicht alle Speisevorschriften zum Thema Fleisch sondern nur eine.

Was,sagt Bibel über Mohammad(pbhm).

Da die Schriften der Bibel bereits weit vor dem Jahr 570 (dem ungefähren Geburtsjahr Mohammads) geschrieben wurden, sagt die Bibel gar nichts über ihn.

Jesus hat alle Gesetze eingehalten und auch nach den Gesetzen gelebt. Er hat nie gesagt man soll die Gesetze nicht beachten. Er wurde am 8.Tag nach seiner Geburt beschnitten. Er hat wurde missverstanden, da er diejenigen kritisiert hat die die Gesetze bis auf das kleinste Detail einhalten, aber nicht um Gottes Willen, sondern um ihre schlechte Taten zu vertuschen.. Man sollte ihn als Vorbild nehmen und genauso Leben. Die zehn Gebote halten wir doch auch ein wie zum Beispiel du sollst nicht töten.. Ich denke und bin davon überzeugt das die Menschen einzelne Gesetze aus persönlichen Gründen einfach nicht einhalten. Gott segne euch

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