Was kann ich tun, wenn meine Freundin sich trennt, weil sie nicht in einer unehelichen Beziehung leben möchte?

Gefragt von Chris

Guten Abend,

meine Freundin hat sich nach 4 Jahren von mir getrennt.
Als Grund gab sie an, dass sie sich taufen lassen möchte und als Christin keine uneheliche Beziehung unter einem Dach führen möchte. Sie lebt ihren Glauben in einer evangelischen Freikirche. Ich bin katholisch. Wie geht es nun nur weiter, welche Chance hat unsere Beziehung? Sie ist bereits geschieden und hat 4 Kinder. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Bitte geben sie mir einen Rat. Sie bat mich nun darum auszuziehen aus dem angeführten Grund.

Chris

Lieber Chris,

 

vielen Dank für Deine Frage. Wenn ich Deine Zeilen lese, ahne ich, wie belastend diese Situation für Dich sein muss.  Zwischenmenschliche Beziehungen sind ja immer sehr vielschichtig, daher ist es gar nicht so einfach für mich, das von Ferne gut einschätzen zu können und Dir dementsprechend einen Rat zu geben.

 

Ich weiß nicht, ob es neben dem Grund, den Deine Freundin nennt, vielleicht noch weitere Gründe gibt, die sie zu dem Entschluss führen, Eure Beziehung zu beenden. Zudem weiß ich nicht, ob Ihre Haltung in ihr selbst gewachsen ist oder ob es unter Umständen Menschen in der Gemeinde gibt, die sie in diesen Fragen beeinflussen. Egal, wie die Dinge liegen, Reden scheint mir immer eine hilfreiche Strategie zu sein.

 

In einem Gespräch könntest Du Ihr sagen, was sie Dir bedeutet und Du könntest versuchen etwas mehr zu verstehen, was sie zu ihrer Entscheidung führt. Sollte es nicht fehlende Liebe sein, gibt es ja vielleicht noch andere Möglichkeiten mit der Situation umzugehen. Ihr könntet gemeinsam das Gespräch mit der Gemeinde suchen. Wenn es ihr so am Herzen liegt und Du es Dir auch vorstellen könntest, wäre ja auch eine Möglichkeit zu heiraten. Wobei diese Entscheidung natürlich nicht aus einer Drucksituation heraus entstehen sollte, sondern dann, wenn ihr beiden den Wunsch habt, die Ehe miteinander einzugehen.

 

Das allerwichtigste scheint mir aber zu sein, dass Du schließlich auch Ihre Entscheidung akzeptieren musst und zwar letztlich auch dann, wenn Dir vielleicht ihre Gründe nicht  in Gänze einsichtig erscheinen.

 

Für den Weg, den Ihr vor Euch habt, wünsche ich Euch Segen und viel Kraft.

 

Herzliche Grüße

 

Katharina

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