Sind wir den Verstorbenen egal?

gestellt von Marie am 30. Juni 2016

Lieber Pfarrer Muchlinsky,

eine Frage, auf die es wohl keine Antwort gibt... Ich mache mir oft Gedanken, ob die Verstorbenen ihre Lieben auf der Erde sehen können. Und wenn sie unendliche Traurigkeit sehen - ob ihnen das nicht weh tut? Ich habe viel geweint über Jahre und um Zeichen gebeten, die nie kamen. Wenn es den Himmel gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich dem verstorbenen Menschen egal bin.

Liebe Marie,

es ist tröstlich, wenn man sich vorstellt, dass die verstorbenen Menschen, die man geliebt hat, auf uns herabsehen und vielleicht sogar auf uns Acht geben. Leider haben Sie Recht, wenn Sie schreiben: Auf diese Frage gibt es wohl keine Antwort. Zumindest gibt es keine Antwort, die man in voller Gewissheit geben könnte. Niemand weiß, was nach dem Tod geschieht. Auch Christinnen und Christen haben sich immer wieder andere Antworten auf diese Frage gegeben. Allerdings kommt die Vorstellung, dass die Verstorbenen den Kontakt zu den Lebenden halten, nicht aus dem Christentum. Die christliche Vorstellung vom Leben nach dem Tod geht in jedem Fall davon aus, dass die Toten entweder schlafen oder bereits bei Gott sind. So oder so warten sie auf die Auferstehung aller Menschen am "Jüngsten Tag", wenn Gott eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen wird. Bis dahin sind sie fort und sozusagen unter sich und bei Gott.

Was ich Ihnen damit sagen möchte: Ihr Leiden dringt nicht bis zu den verstorbenen Lieben durch. Sie können Ihnen kein entsprechendes Zeichen geben. Ich wünsche Ihnen darum, dass Ihre Tränen vielmehr von lebenden Menschen gesehen werden, denen Sie von Ihrer Traurigkeit erzählen können.

Ich grüße herzlich.

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Lieber Frank Muchlinsky. Wie können sie so sicher sein. Jesus hat gesagt, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein, nicht am sogenannten jüngsten Gericht. Paradies ist Himmel ist bei Gott. Gott und Jesus sind bei uns alle Tage bis an der Welt Ende und dann weiter im Himmel und Universum, auch wenn die Welt vergeht. Ich empfehle das Buch von Dr.med Eben Alexander, der gläubiger Christ ist: Blick in die Ewigkeit.

Ich hatte meine Mutter fast 8 Jahre bei ihr Zuhause gepflegt und auch meine Arbeit dafür aufgegeben! Es war eine extrem schwere Zeit und brachte mich immer wieder an den Rand der Verzweiflung und völligen Erschöpfung! 11 Wochen nach ihrem friedlichen Tod schickte sie mir ein Zeichen in Anwesenheit meiner besten Freundin, die für 3 Tage zu mir in die Wohnung meiner Mutter kam! Unfassbar! Sie ist Zeugin, ich habe nicht halluziniert oder gesponnen! Auch in der Zeit des achtjährigen Martyriums hatte meine Mutter spiriruelle Erlebnisse und ich auch, immer in Momenten als ich kurz vor dem Zusamnenbruch stand, dann erfuhr ich Gottes Gegenwart und Hilfe! In dem Zeichen das meine Mutter mir nach ihrem Tod sandte, wollte sie mir ihre Anwesenheit mitteilen und mir auch mitteilen, dass immer Licht bei mir wäre! Jetzt verstehe ich erst ihre Botschaft, denn auch nach der schweren jahrelangen Pflege sollten sehr harte Zeiten folgen, sie bis heute anhalten, 6 Jahre später! In einem Moment völliger Verzweiflung, wo ich dachte es wäre mein Untergang und ich müsste die Pflege meiner Mutter aufgeben, weil Gott mich verlassen hatte, hörte ich plötzlich eine männliche Stimme hinter mir in der Wohnung meiner Mutter zum ersten Mal in meinem Leben, die klar und deutlich sagte:" TOTALE HINGABE IN LIEBE UND VERTRAUEN, DASS ERWARTET GOTT VON DIR!" Meine völlige Verzweiflung wich augenblicklich einer unfassbaren Glückseeligkeit und ich konnte meine Mutter mit Gottes Hilfe bis zu ihrem Tod pflegen! Das ist wirklich geschehen! Helmut Junger

Lieber Helmut Junger,
Ihre Geschichte deckt sich weitgeheng mit meiner Eigenen.
Auch ich habe meine Mama bis zur Erschöpfung gepflegt.
Ich hätte sie auf gar keinen Fall in ein Pflegeheim gegeben.
Gott gab mir die Kraft,die schwere Aufgabe zu bewältigen.
Wir waren fast 60 Jahre zusammen.Haben immer zusamnen gewohnt und wir hatten ein enges Verhältnis.
Meine Trauer ist nach fast 2 Jahren unbeschreiblich stark.
Wenn es mir ganz besonders schlecht ging,hab ich Zeichen von Mama bekommen.Sie ist mir nah und das tröstet mich.
Das Leben ist leer und sinnlos geworden ohne sie.
Ich überlebe nur,weil ich auf ein Wiedersehn glaube .
Auch träume ich manchmal von ihr.
Ich wünsche ihnen viel leichte Momente und positive Erfahrungen.
Grüsse
O.Winter

Ich habe meine geliebte Mutter seit einem Schlaganfall 21 Jahre betreut und zuhause, in meinem barrierefrei im Erdgeschoss für sie umgebauten Einfamilienhaus betreut und gepflegt. Die letzten zweieinhalb Jahre unterstützt von einem privaten Altenpfleger mit 38 Jahren Berufserfahrung.der mich beio Grund-. Behandlungs- und Verhinderungspflege stundenweise unterstützt hatte mit 24 Stunden Rufbereitschaft. Mutti hatte trotz der Behinderungen mit Rollstuhl viel Lebensfreude und stand gerne im Mittelpunkt bei unseren Straßenfesten mit den Kondern, zuletzt St. Martin. Sie liebte den barrierefreien Garten mit den Hochbeeten mit ihrem Lieblingsnaschobst. Wir waren glücklich bis das Unfassbare geschah. Der Hausarzt, der sie lange betreut hatte, war über einen Hausbesuch verärgert, der ihn von einer privaten Vertanstaltung für eine "Lappalie": völliger Zuzsammenbruch, weg holte, Er holte sie mit frei festen Schlägen gegen die Brust zurück und erklärte sie für
lebensmüde, was ich vehement verneinte und ihn aufforderte sie in ein Krankenhaus einzuweisen. Er lehnte dies ab und wollte sie zuhause behandeln mit einem Antibiotikum für das Rezidiv einer Blasenentzündung und einem Begleitmedikament gegen Übelkeit. Dass er sie mit der Interaktion dieser Medikamente töten wollte, um einen vorangegangenen Behandlungsfehler : Babyantibiotikum bei der vorangegangenen Blasenentzündung zu schwach und zu kurz verschrieben, zu verdecken,
hatte er verschwiegen. Nach 3 Tabletten dieses Antibiotikums mit zuletzt furchtbaren Nebenwirkungen: ununterbrochenes Schreien mit schwersten Angst- und Panikattacken , obwohl ich auf Anraten des Altenpflegers, der den Hausarzt zur Rede gestellt hattenwegen der psychischen Probleme, die dieser als situationsbedingt bezeichnete, alle Begleitmedikamente abgesetzt hatte . Rechtzeitig in ein- evangelisches Krankenhaus- gebracht:"Der Tod hat drei Schuss, Ihre Mutter eine Chance", wurde dort der schwere Blaseninfekt geheilt, der ZTustand meiner Mutter besserte sich, bis das Unfassbare geschah: Eine Kettenreaktion des Todes : Der Hausarzt stiftete den Klinikchefarzt und eine Krankenschwesterv dazu an: "Es zu Ende zu bringen". Ohne Ethikkommission, gegen den Patienten- und den Angehörigenwillen wurde heimlich eine -kontraindizierte-Ernährungspumpe hochgefahren und meine geliebte Mutter qualvoll über viele Stunden duch Infiltration klebriger Sondennahrung in die Lunge erstickt und am Morgen des Heiligabend 2018 zewischen 6.00 Uhr und 10.45 Uhr (Chefarztvisite) medizinisch und seelsorgerisch unversorgt liegengelassen. Bezeichnenderweise wies der Chefarzt bei der Beileidsbekundung darauf hin, dass er Mitglied der Gutachterkommission der Ärztekammer sei. In der Nacht zum 1. Weihnachtstag wäre ich meiner geliebten Mutter mit Stressbluthochdruck fast gefolgt, ein Notfallmittel des Kardiologen für Bluthochdruckkrisen verhinderte es. Inzwischen ermitteln zwei Staatsanwaltschaften gegen den Hausarzt und das evangelische Krankenhaus. Ich leide unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung und Schuldgefühlen trotz fast ununterbrochener Anwesenheit tagsüber und in den Nächten, dass ich die Tötung meiner geliebten Mutter nicht verhindern konnte. Mein chrtistlicher Glaube ist tief erschüttert, zumal meine Familie in der NS-Zeit ein Euthanasieopfer, den Bruder meines Vaters, der ein Leben lang getrauert hatte und jüdische Angehörige verloren hatte. Wie ist es nur möglich, das ein evangelisches Krankenhaus, in dem meine Mutter seit vielen Jahren empathisch vom Vorgängerchefarzt für Innere Medizin und vom Unfallchirurgen behandelt wurde, sich jetzt zur brutalen Tötungsklinik gewandelt hat. Tatort Krankenhaus eine Publikation aus 2017 von Herrn Professor Dr. med. Beine, Witten-Herdecke , benennt 22.000 Tote jährlich, die durch die Hand von Ärzten und Pflegern sterben. Den geliebten, einzigen Angehörigen zu vertlieren ist sehr schlimm, die Mutter so sinnlos und grausam in einem evangelischen Krankenhaus zum Heiligabend zu verlieren, ist unfassbar.

Lieber Pfarrer Muchlinsky,

vielen Dank für Ihre Antwort, ich freue mich sehr darüber!
Ich habe in letzter Zeit viel über Nahtoderfahrungen gelesen und auch Videos dazu angeschaut. Die Menschen sprechen sehr oft davon, dass sie verstorbenen Menschen begegnet sind.
Ich lese auch oft, dass Menschen, die im Sterben liegen, bereits verstorbene Menschen sehen.
Das kann man natürlich nun glauben oder nicht. Sind es Halluzinationen? Und die Nahtoderfahrungen - gestorben ist ja letztendlich keiner.
Aber wenn das alles stimmt (und es sind ja tausende von Berichten), dann schlafen die Verstorbenen nicht.
Dann sind sie bei Gott. Und da kommt wieder meine Frage: Sie sehen uns dann doch (hoffentlich) auch. Und egal wie groß die Sehnsucht ist nach ihnen, kommt einfach nichts. Zumindest bei mir.
Ganz viele Grüße,
Marie.

Nein die Verstorbenen sind noch um uns herum und können uns auch sehen und uns Botschaften übermitteln. Ich habe nach dem Tod meines Vaters und dem Tod meiner Mutter im vergangenen Jahr endlos viele Zeichen erhalten. Meine Mama rief zum Beispiel mehrmals nach mir und fragte mich, ob ich sie hören könne. Sie berührte mich im Gesicht viele Male, streichelte meine Wange, küsste mir auf die Stirn.
Ich habe im November sogar ein voll krasses Erlebnis gehabt, aus dem ich schließen kann, das sie um uns herum sind. Sie sind nicht in einem Jenseits, sondern existieren parallel zu uns. Wir können sie nur nicht wahrnehmen, weil sie eine andere Schwingung haben.
Im Jahr 1996 hatte ich eine Nahtoderfahrung und war im Licht. Es gab nur einen Grund, warum ich wieder gehen sollte, das Licht sagte mir ich würde wieder zurückkehren, weil ich allen mitteilen soll, dass der Tod nicht das Ende ist.
Es ist nicht so, dass die Verstorbenen entschlafen sind. Meines Erachtens, wenn man die Bibel ganz genau liest, dann weiß man, was dort ausgedrückt wird. Der Körper ist entschlafen. Es ist wird aber immer wieder auch darauf hingewiesen, dass es eine Trennung zwischen Körper und Seele gibt. Und dass die Seele ins Licht zu Gott geht. Und das nicht irgendwann einmal, sondern jetzt.
Davon mal abgesehen kann es eh nicht sein, dass irgendwann in später Zukunft eine Auferstehung kommt. Das kann von daher nicht sein, weil die Auferstehung erfolgt und zwar sofort wenn ein Mensch stirbt.
Das begründe ich damit, dass Zeit gar nicht existiert. Wir leben hier nur in einer Vorstellung von Zeit, aber eigentlich passiert alles im Jetzt. Was wir als Zeit empfinden, ist nur eine Reihe von aufeinanderfolgenden Ereignissen. Das wusste Einstein schon und viele große Quantenphysiker.
Und wenn man sich mal des Ausmaßes bewusst wird, was dies eigentlich bedeutet, dass es keine Zeit gibt, dann weiß man auch, dass man den Verstorbenen nie getrennt war und dass dies schier unmöglich ist. Denn wenn Zeit nicht existiert, dann existiert unsere Vergangenheit und Zukunft parallel zu uns. Das heißt wir leben im Jetzt immer noch mit unseren Verstorbenen zusammen in unserer Vergangenheit. Und wir erleben diese Welt nur, weil wir einen Teil unseres Bewusstsein darauf richten. In Wirklichkeit leben wir zeitgleich überall, in der Vergangenheit, in der Zukunft und wir sind auch schon längst im Jenseits. Unsere Seele ist bereits zu einem gewissen Prozentsatz dort und unsere Seele ist genau deshalb auch im steten Austausch mit den Verstorbenen. Es ist uns nur nicht bewusst.
Ich würde so viele Dinge übrigens nicht schreiben, wenn ich nicht immer wieder solche Dinge erlebt hätte. Es ist alles sehr viel vielschichtiger als wir es zu glauben und zu erfassen vermögen.
Liebe Grüße von Sabine

Wenn wir uns so viel Gedanken machen, was nach dem Tod alles sein kann,
müssten wir uns auch darüber Gedanken machen, was vor unserer Geburt
geschah, als wir noch nicht waren. Was unterscheidet das Nichtsein vor der Geburt und das Nichtsein nach dem Tode?
Ich bin Realist, genieße das jetzt und heute und mache mir keine Gedanken über ein eventuelles Leben nach dem Tode. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wieder mit den Menschen zusammen zu sein, die ich schon im jetzigen Leben nicht leiden konnte.
"Aber du bist doch Atheist! Du kommst doch sowieso nicht in den Himmel!"
"Habe ich vom Himmel gesprochen?"
Und im übrigen, die Toten muss man nicht beweinen, die Lebenden!

Auferstehung, unbefleckte Empfängnis, Tote auferwecken usw. zähle ich zum
Religiösen Wahn. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Luft, Wasser, Liebe in jeglicher Form sind für mich Religion. Der Mensch ist nicht die Krönung der
Schöpfung aber die Krone der Schröpfung. Der größte Feind des Menschen ist der Mensch. Ludwig Feuerbach
Gebete füllen nur die Kassen der Kirche. Ich bete nie! Gottseidank!

Darf ich Dich fragen, warum Du dann hier bist?
Wenn Dich all das nicht interessiert und Du nicht gläubig bist, warum verschwendest Du überhaupt Zeit hier zu schreiben?
Warum bist Du überhaupt auf dieser Seite?
DAS macht für mich keinen Sinn :-)

Wer Schopenhauer, Nietzsche, Wilhelm Busch, Janosch, Dawkins, Bartolomä
las Casas, Otto von Corvin, Horst Herrmann, Dieter Nuhr, Karlheinz Deschner,
Goethe, Schiller, Heine, Henry Charles Lea, und viele andere Atheisten gelesen hat, fühle ich mich berechtigt, hier auf dieser Seite aufzutreten. Und im übrigen, kein einziges Buch von den oben genannten konnte widerlegt oder verboten werden.
"Illusionen müssen sterben, damit Menschen leben können, Was den Leuten als heilig im Kopf steckt, gehört herausgeschnitten wie Krebs."
Karlheinz Deschner
Ich nehme übrigens das Christentum ernst, sehr ernst! Gottseidank!

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