Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?

Gefragt von Hans-Werner
Baby bei der Taufe

© choja/istockphoto/Getty Images

Guten Tag,

für die Taufe meines Sohnes habe ich mich im Internet informiert und bin darauf gestoßen, dass während der Taufe ein Kreuz mit dem Finger auf die Stirn gezeichnet wird. Was hat das für eine Bedeutung bzw. wieso wird das gemacht? Auf einigen verschiedenen Seiten wird geschrieben, dass dieses Ritual das 3. Auge bzw. das Stirnchakra verschließt bzw. versiegelt. Ist das wahr und wenn ja, wieso wird es gemacht?

Vielen Dank für Ihre ehrliche und kompetente Antwort im Voraus,
Hans-Werner

Lieber Hans-Werner,

dass meine Antwort kompetent wird, darauf kann ich nur hoffen. Dass sie ehrlich ist, das kann ich Ihnen versichern.

Bei der Taufhandlung wird der Täufling tatsächlich mit einem Kreuz "bezeichnet". Das geschieht in der Regel nachdem im Gottesdienst der sogenannte "Taufbefehl" Jesu aus dem Matthäus Evangelium gelesen wird. Der lautet: "Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Mt 28,18-20)

Daran anschließend wendet sich die Pfarrerin oder der Pfarrer dem Täufling zu und spricht die Worte: "Weil Jesus Christus [Name des Täuflings]/dieses Kind annimmt, segnen wir es/sie/ihn mit dem Zeichen des Kreuzes."

Daraufhin bezeichnet die Pfarrerin oder der Pfarrer das Kind mit dem Kreuz und zwar entweder an der Stirn oder, indem das Kind nacheinander an Stirn, Brust und beiden Schultern berührt wird – also so, wie man sich selbst auch bekreuzigt. Dazu wird gesprochen: "Nimm hin das Zeichen des Kreuzes. Du gehörst Christus, dem Gekreuzigten." Oder auch "Ich zeichne dich mit dem Kreuz. Jesus Christus hat dich erlöst."

Bei der Taufe von Erwachsenen geht es sehr ähnlich zu. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wird der Täufling vorgestellt. Dann spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer: "Das Zeichen der Christen ist das Kreuz. Es soll auch über deinem Leben stehen." Das wird genau wie bei dem Kind das Zeichen gemacht. Und auch die Worte sind dieselben.

Sie sehen: Es kommt vor allem aus das Kreuzeszeichen an, nicht so sehr auf den Ort, wo es gemacht wird. Die Chakren spielen in der christlichen Religion keine Rolle. Es soll also auch nicht verschlossen werden. Stattdessen geht es darum, das Kreuz als Symbol der Gemeinschaft der Christenheit und als Zeichen für den Tod und die Auferstehung Jesu Christi an dem Täufling sozusagen "anzubringen".

Herzliche Grüße!

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Warum verschweigt der Autor das - neben dem Wasser - eigentlich wichtigste, das eine Taufe als rite vollzogen kennzeichnet. Das Kreuzeszeichen gehört jedenfalls nicht dazu: Ich taufe dich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Alles andere ist Beiwerk das so oder so oder eben auch nicht sein kann.

Ich verschweige gar nichts. Ich habe berichtet, was in der Taufagende steht, die die evangelischen Kirchen in Deutschland benutzen.

Ein interessantes Thema. Auch wenn die meisten Geistlichen nichts von Chakren vermitteln, weil es diese in der jetzigen Christenlehre nicht gibt, so existieren sie dennoch, welchen Namen man ihnen auch geben mag. Ebenso das 3. Auge, die Zirbeldrüse uvm. Es legt sich mir die Vermutung nahe, dass Christen von der Kirche (damit meine ich wirklich die Obersten i. d. K. ) wissentlich unwissend gehalten werden. Gut, das es inzwischen einfach ist an weitere Informationen im Web zu kommen und dass man ein Ritual auch wieder rückgängig machen kann. Das Kreuz ist ein uraltes (vorchristliches) Zeichen und dieses wird auf der Stirn in Höhe des 3. Auges angebracht...welches uns u.a. befähigt unsere Intuition zu leben und mehr mit dem Schöpfergeist in Verbindung zu sein. Jesus hat es vorgelebt, von ihm gingen "Ströme lebendigen Wassers aus" Kranke wurden heil, weil er sich mit Gott verbinden konnte, so wie auch wir dazu in der Lage wären, würden wir nicht all das glauben, was uns davon abhält...