Tu den Mund auf für die Stummen

gestellt von Gisela Deppermann am 10. Januar 2013

Mein Enkelkind soll demnächst getauft werden. Meine Schwiegertochter bat mich, den Taufspruch auszusuchen. Ich habe Sprüche 31,8 gewählt: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind."

Ist das ein angemessener Taufspruch? können sie mir dazu eine Erläuterung mitteilen?

Mit freundlichem Gruß

Gisela Deppermann

Liebe Frau Deppermann,

 

einen schönen Vers haben Sie da für Ihr Enkelkind ausgesucht! Das ist auf jeden Fall ein passender Taufspruch. Im Buch der Sprüche, aus denen der Vers ist, heißt es, dieser Satz sei dem König Lemuel von seiner Mutter gesagt worden. Lemuels Mutter fragt sich, welche Ratschläge sie ihrem Sohn geben soll und sagt ihm schließlich, dass es nicht die Könige sein sollten, die Wein trinken, weil die beim Trinken vergessen könnten, gerecht zu handeln und sich um die Elenden zu kümmern. Vielmehr sollten die Wein trinken dürfen, die sonst nicht viel haben, an dem sie sich freuen können.

Diejenigen, denen es gutgeht – und dazu gehört der König Lemuel auch – sollen sich vor allem stark machen für die Armen. Weil die keine eigene Stimme haben, weil sie stumm und einsam sind, soll der König für sie reden und ihnen recht verschaffen. Der Vers eignet sich also bestens, wenn Sie ihrem Enkelkind auf den Weg geben möchten, dass man sich stark für die Schwachen machen soll.

 

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

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