Kann Gott mir helfen?

H.V.
zum Gebet geöffnete Hände
Jeremy Yap Ecej / Unsplash

Ich möchte wissen, ob Gott mir helfen kann, dass sich meine Gedanken nicht immer um meine Erkrankung drehen.

Liebe Frau V.,

es ist schlimm, wenn sich unsere Gedanken immer nur um das drehen, was uns bedrückt. Das teilen Sie leider mit vielen Menschen. In der Tat kann es helfen, sich in solchen Phasen an Gott zu wenden. Das ist allerdings nicht so einfach, wie es sich anhört. Wenn Sie merken, dass ihre Gedanken sich gerade nur um Ihre Krankheit drehen, sollten Sie zunächst das sein lassen, was Sie gerade tun. Wenn Ihnen im Bett solche Gedanken kommen, bleiben Sie nicht liegen. Setzen Sie sich aufrecht hin oder – besser noch – stehen Sie auf und gehen in ein anderes Zimmer.

Tun Sie auf jeden Fall etwas, das Ihnen selbst zeigt: Jetzt will ich zu Gott reden. Falten Sie die Hände oder halten Sie sie geöffnet vor sich. Und dann beten Sie! Klagen Sie Gott ihr Leid, oder erzählen Sie, was Ihnen alles durch den Kopf geht. Bitten Sie Gott, bei Ihnen zu sein! Sie können beim Beten nichts falsch machen.

Sparen Sie auch nicht Ihre Ängste und Ihre Sorgen bezüglich Ihrer Krankheit aus, wenn Sie beten! Und vor allem: Hören Sie nicht auf, wenn Sie nicht gleich spüren, dass es ihnen guttut. Beten muss man nicht lernen, aber man kann es üben.

Und wenn Sie merken, dass Ihnen das trotz Üben nicht weiterhilft, suchen Sie sich andere Hilfe bei Menschen, denen Sie vertrauen und/oder die kompetent sind dabei, anderen in solchen Lagen zu helfen. Dann hilft Ihnen – nach meinem Verständnis – Gott nicht durch das Gebet sondern durch diese Menschen.

Herzlichen Gruß

Frank Muchlinsky

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