Wie lautet die Taufformel?

gestellt von Katharina am 16. Juli 2014

Wie lautet die Taufformel?

katharina

Liebe Katharina,

die Taufformel lautet: "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Das geht zurück auf den sogenannten "Missionsbefehl" Jesu aus dem Matthäusevangelium, wo Jesus sagt: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Den kleinen Unterschied merken Sie wahrscheinlich sofort. Hier heißt es "auf den Namen" nicht wie in der üblichen Taufformel "Im Namen".

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Sehr geehrter Herr Muchlinsky,

es ist ein Unterschied, ob getauft wird "im Namen ..." oder "auf den Namen ..."
"Im" bedeutet: Im Auftrag. "Auf" bedeutet: Du bekommst den Namen. Sicher handelt der Taufende im Auftrag Jesu. Aber der Täufling bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.
Herzlich grüßt
Christof Warnke, Pfr. i. R.

Ja, genau!

Danke, das wollte ich hören!
Meine Enkeltochter wird übermorgen getauft, bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.

Meine Enkelin wurde nun letzten Sonntag getauft.
Meine Ohren waren gespitzt!

Der quirlige Pfarrer hat zunächst den Missionsbefehl der gesamten Gemeinde verkündigt. Dann wurden die Täuflinge samt Familien + Paten zum Taufstein gebeten. Dort wurden dann die Täuflinge "im Namen..." getauft. Der Pfarrer hat gesagt, dass die Täuflinge nach der Taufe in der Kirche aufgenommen sind (ACK-Kirchen). Hä??? Wird man nicht mehr in die Gemeinde aufgenommen?

"Im" bedeutet: Im Auftrag. Sicher handelt der Taufende "im Auftrag" Jesu. Nachdem die Taufe ein Sakrament ist, und nur ordinierte Geistliche die Sakramente spenden dürfen, ist es doch logisch, dass der Pfarrer im Auftrag die Taufe durchführt, das muss der Pfarrer doch nicht extra sagen.

"Auf" bedeutet: Der Täufling bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.

Frage: Ist diese Taufe nun ungültig?
Beweis: Videoaufzeichnung (mit Genehmigung des Pfarrers)

Die Reihenfolge ist einfach: hingehen — Jünger machen.

taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und
lehren, alles zu bewahren, was Jesus geboten hat.

In der Apostelgeschichte 10,48 steht: "und er (Petrus) ordnete an, dass sie im Namen Jesu Christi (en to onomati) getauft würden." Diese Formulierung lässt sprachlich keine anders lautende Interpretation zu. Auch die deutsche Fomulierung "taufen auf den Namen Jesus Christus" ist eindeutig. Ich heiße dann Jesus Christus, ich bin nicht nur Christ. Schon deshalb kann die Übersetzung von "eis to Onoma" (Matthäus 28,19) mit "auf den Namen" so nicht richtig sein.

Petrus erfüllt vom Heiligen Geist sagt, das wir Buße tun und uns auf den Namen Jesus Christus untertauchen lassen sollen. Das ist Taufe.

1. Buße tun - das kann kein Säugling. Im NT wurden keine Säuglinge getauft, selbst in den Häusern nicht. Damals wurden keine Säuglinge getauft, das ist allgemein bekannt.

2. Baptizein, das griechische Wort bedeutet untertauchen. Taufe ist nicht nur wörtlich, sondern auch inhaltlich ein Untertauchen.

3. Auf den Namen Jesus Christus. Das ganze NT ist voll von der Erwähnung des Namens. Wir sollen an den Namen glauben, wir sollen auch an Jesus glauben. Wir sollen bitten, danken, ja alles in diesem Namen tun. Folgerichtig haben die Apostel auf diesen Namen getauft.

Es gibt eine einzige Stelle mit der Formulierung "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Wie geht das zusammen?

Es handelt sich um einen Namen, dieser ist Jesus Christus, das ist der Name des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. So sind beide Bibelstellen harmonisch.

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