Wie lautet die Taufformel?

Gefragt von Katharina

Wie lautet die Taufformel?

katharina

Liebe Katharina,

die Taufformel lautet: "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Das geht zurück auf den sogenannten "Missionsbefehl" Jesu aus dem Matthäusevangelium, wo Jesus sagt: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Den kleinen Unterschied merken Sie wahrscheinlich sofort. Hier heißt es "auf den Namen" nicht wie in der üblichen Taufformel "Im Namen".

Mit freundlichen Grüßen

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Sehr geehrter Herr Muchlinsky,

es ist ein Unterschied, ob getauft wird "im Namen ..." oder "auf den Namen ..."
"Im" bedeutet: Im Auftrag. "Auf" bedeutet: Du bekommst den Namen. Sicher handelt der Taufende im Auftrag Jesu. Aber der Täufling bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.
Herzlich grüßt
Christof Warnke, Pfr. i. R.

Ja, genau!

Danke, das wollte ich hören!
Meine Enkeltochter wird übermorgen getauft, bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.

Meine Enkelin wurde nun letzten Sonntag getauft.
Meine Ohren waren gespitzt!

Der quirlige Pfarrer hat zunächst den Missionsbefehl der gesamten Gemeinde verkündigt. Dann wurden die Täuflinge samt Familien + Paten zum Taufstein gebeten. Dort wurden dann die Täuflinge "im Namen..." getauft. Der Pfarrer hat gesagt, dass die Täuflinge nach der Taufe in der Kirche aufgenommen sind (ACK-Kirchen). Hä??? Wird man nicht mehr in die Gemeinde aufgenommen?

"Im" bedeutet: Im Auftrag. Sicher handelt der Taufende "im Auftrag" Jesu. Nachdem die Taufe ein Sakrament ist, und nur ordinierte Geistliche die Sakramente spenden dürfen, ist es doch logisch, dass der Pfarrer im Auftrag die Taufe durchführt, das muss der Pfarrer doch nicht extra sagen.

"Auf" bedeutet: Der Täufling bekommt den Christusnamen, wird Christ, gehört Christus.

Frage: Ist diese Taufe nun ungültig?
Beweis: Videoaufzeichnung (mit Genehmigung des Pfarrers)

Die Reihenfolge ist einfach: hingehen — Jünger machen.

taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und
lehren, alles zu bewahren, was Jesus geboten hat.

In der Apostelgeschichte 10,48 steht: "und er (Petrus) ordnete an, dass sie im Namen Jesu Christi (en to onomati) getauft würden." Diese Formulierung lässt sprachlich keine anders lautende Interpretation zu. Auch die deutsche Fomulierung "taufen auf den Namen Jesus Christus" ist eindeutig. Ich heiße dann Jesus Christus, ich bin nicht nur Christ. Schon deshalb kann die Übersetzung von "eis to Onoma" (Matthäus 28,19) mit "auf den Namen" so nicht richtig sein.

Petrus erfüllt vom Heiligen Geist sagt, das wir Buße tun und uns auf den Namen Jesus Christus untertauchen lassen sollen. Das ist Taufe.

1. Buße tun - das kann kein Säugling. Im NT wurden keine Säuglinge getauft, selbst in den Häusern nicht. Damals wurden keine Säuglinge getauft, das ist allgemein bekannt.

2. Baptizein, das griechische Wort bedeutet untertauchen. Taufe ist nicht nur wörtlich, sondern auch inhaltlich ein Untertauchen.

3. Auf den Namen Jesus Christus. Das ganze NT ist voll von der Erwähnung des Namens. Wir sollen an den Namen glauben, wir sollen auch an Jesus glauben. Wir sollen bitten, danken, ja alles in diesem Namen tun. Folgerichtig haben die Apostel auf diesen Namen getauft.

Es gibt eine einzige Stelle mit der Formulierung "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Wie geht das zusammen?

Es handelt sich um einen Namen, dieser ist Jesus Christus, das ist der Name des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. So sind beide Bibelstellen harmonisch.

Matthäus 28,19-20 ist vermutlich eine Fälschung.
Der Vers ging nämlich anders. Vor dem Konzil von Nicäa, hat man den Vers ohne dem: "auf den Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes" zitiert.
Erst in den (leider) ältesten Schriftstücken, die aus der Zeit von nach diesem Konzil stammen, steht es in diesem Wortlaut in den Abschriften.
In Briefen von Eusebius, die in der Zeit vor dem Konzil verfasst wurden steht es jedes mal folgendermaßen: "Gehet und machet zu Jüngern alle Völker in meinem Namen".

Die Stelle in Matthäus 28,19-20 ist eine Fälschung. Die ältesten Abschriftren stammen aus der Zeit von nach dem Konzil von Nicäa, 325 n. Chr.
In Briefen von Eusebius, die zeitlich vor dem Konzil von Nicäa verfasst wurden, ist die Stelle mit "auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" nicht zu finden. Und auch Jesus Jünger tauften nicht so. Siehe: Apg 2,38, Apg 8,16, Apg 10,48, Apg 19,5, Apg 22,16.
In der absoluten Mehrheit der Eusebius-Briefe, die vor dem Konzil von Nicäa verfasst wurden, findet sich folgender Wortlaut: "Gehet und machet zu Jüngern alle Völker in meinem Namen".
Darin steht nichts von Taufe, und auch nichts von "Heiliger Geist" oder "im Namen des Vaters".
Das Konzil von Nicäa scheint hierbei einen Einfluss auf den Text gehabt zu haben, da ab der Zeit nach dem Konzil die Textstelle anders zitiert wurde.
Deshalb muss man stark davon ausgehen, dass es sich bei der Passage um eine Fälschung bzw. nachträglich hinzugefügte Stelle handelt, die nicht dem Wortlaut Jesus entspricht.
Zudem tauft man dadurch alle Menschen im namen der Trinität, welche auch nirgends in der Bibel zu finden ist und zum selben Zeitpunkt bis ins 6. Jh. n. Chr. von der katholischen Kirche entwickelt wurde. Wobei jedem, der die Bibel aufmerksam ließt, klar werden sollte, dass Gott, Gottes Geist und Jesus nicht die selbe Person sein können. Gott und Gottes Geist sind eine Person. Der Geist Gottes, oder heilige Geist ist keine eigenständige Person neben Gott. Und Jesus ist der Sohn Gottes. Die Trinitätslehre ist eine Irrlehre der katholischen Kirche. Lieder ging die evangelische Aufspaltung nicht tief genug bzw. nicht bis zur Wurzel. So ist auch die Stelle in 1. Johannes 5,7-8 eine Fälschung. Diese findet sich zum Glück nur in der Schlachter 2000 Übersetzung. In der Elberfelder, wie auch in der Luther ist diese nicht zu finden. Ich persönlich vertraue darauf, dass die Jünger wussten, was sie da taten und es von Jesus auch so gelehrt bekamen. Deshalb sollte man meiner Meinung nach auch nur so getauft werden, wie es Petrus in Apg. 2,38 tut.
"Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."
Alle anderen Taufpraktiken erscheinen mir als Irrlehre und als nicht von Gott.