Darf der 4. Advent auf Heiligabend liegen?

gestellt von gast am 1. Dezember 2014
Heiligabend beginnt um 18 Uhr

Foto: Getty Images/iStockphoto/poplasen

Lieber Herr Pastor!
Sachen gibt`s - die gibt`s gar nicht!
Am 24. Dezember 2017 fällt Heiligabend und der 4. Advent auf den gleichen Tag.
Frage: Ist das ein Wunder oder ein kalendarischer Winkelzug und ein kühnes Vorhaben von Kirche + Staat, zumal im Jahr 2017 - 500 Jahre Reformation gefeiert werden soll. Hat diese Doppelung möglicherweise eine wichtige Aussagekraft?

Der 24. Dezember 2017 kann meiner Meinung nach nicht gleichzeitig Heiligabend + der 4. Adventsonntag sein. Begründung: Man kann doch nicht die Geburt Jesu feiern aber gleichzeitig noch schwanger sein und auf den Geburtstermin warten, besser gesagt, sich in der Vorbereitungszeit auf das hohe Christusfest befinden.

Nach dem antiken christlichen Kalender endet der Tag mit dem Sonnenuntergang, somit gehört der Abend des 24. Dezember (Heiligabend) liturgisch bereits zum Weihnachtstag.

4 Sonntage vor diesem Weihnachtstag (Heiligabend) beginnt der 1. Advent. Im Jahr 2017 müsste folglich am Totensonntag/Ewigkeitssonntag der 1. Advent beginnen, damit Heiligabend und 4. Advent im Jahre 2017 nicht am gleichen Tag zusammenfällt.

Am Ewigkeitssonntag endet das Kirchenjahr (zumindest in Kirchengemeinden, die das Kirchenjahr nicht als Adiaphora betrachten) und weil das Kirchenjahr am Ewigkeitssonntag sowieso zu Ende ist, könnte auch der 1. Advent (Beginn des Kirchenjahres) am Ewigkeitssonntag (Ende des Kirchenjahres) beginnen. An die Verstorbenen zu denken und sich über die baldige Ankunft des Herrn zu freuen, also Advent feiern, ist meiner Ansicht nach keine Absurdität oder Widerspruch sondern könnte Trost und Hoffnung für die Hinterbliebenen sein.

Meiner Meinung nach könnte der 26. November 2017 für das Kirchenjahr Omega und Alpha bedeuten.
Warum sieht die kalendarische Rechnung der Landeskirche ganz anders aus? Warum soll partout die liturgische Farbe violett (Advent) mit der liturgisch „unbunten Grundfarbe weiß“ (Heiligabend) vermischt werden? Hat sich an der christlichen Zeitrechnung irgendetwas verändert?

Lieber Gast,

 

2017 ist nicht das erste Jahr, in dem Heiligabend und 4. Advent au denselben Tag fallen. Der Heiligabend ist nämlich (Achtung!) kein Feiertag – weder ein kirchlicher noch ein gesetzlicher! Es ist eben der Abend vor Weihnachten und – da haben Sie Recht – der Tag beginnt nach kirchlichem Verständnis mit dem Abend des Vortrages. Wenn aber Weihnachten um 18 Uhr des 24. Dezember beginnt, dann kann auch der 4. Advent, der ja nur bis 18 Uhr geht, auf dem 24.12. liegen. Also, noch einmal zum Mitschreiben: 24.12.2017: bis 18 Uhr 4. Advent, ab 18 Uhr Heilig Abend/Weihnachten.

Das einzige Problem, das sich stellen könnte, wenn man es sehr genau nehmen möchte, ist die Tatsache, dass die meisten Gottesdienste am 24.12. bereits vor 18 Uhr beginnen. Aber auch das sollte man mit einem Augenzwinkern übersehen.

 

Und noch etwas ist nicht ganz richtig in Ihrer Rechnung. Das Kirchenjahr ist nicht am Ewigkeitssonntag vorbei, sondern mit dem Ewigkeitssonntag beginnt (nach kirchlicher Zählung) die letzte Woche des Kirchenjahres. Das Kirchenjahr endet also am Samstag vor dem ersten Advent um 18 Uhr. Die Inhalte des Ewigkeitssonntags und des 1. Advents miteinander zu vermischen, hat eine charmante Note. Persönlich trenne ich die Themen lieber voneinander.

Kleine Note am Rande: Dass die Woche in unseren Kalendern mittlerweile mit dem Montag und nicht mit dem Sonntag beginnt, ist der ISO Norm 8601 von 1975 zu verdanken. Die Gründe für die Umstellung sind vollständig wirtschaftlicher Natur.

 

Ich grüße herzlich

Frank Muchlinsky

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Kommentare

Ihre Verschwörungstheorien sind wirklich unterhaltsam.

Verschwörungstheorien???

Nein, nein! Keine heimliche EKD-weite Verschwörung!
Die Perikopenrevision, ist in sehr hohem Maße transparent. Ganze Bücherbände kann man dazu kaufen. Dass z.B. diverse Sonntage im Kirchenjahr umbenannt wurden, das ist doch zweifelsohne kein kein Geheimniss. Der 4. Advent, genauer gesagt "der halbe 4. Advent" ist jetzt lustigerweise der "Sonntag der Maria".

In der neuen Ordnung wurde jetzt der Anteil der Texte aus dem alten Testament gesteigert, ohne dass jemand dumme Fragen zu der Änderung gestellt hätte. Um beim Beispiel des 4. Advents zu bleiben, wo es um Empfängnis geht, wird jetzt ganz neu, die Geschichte 1 Mose 18 gepredigt, die erzählt, wie die drei Männer Sara und Abraham besuchen und der inzwischen alt gewordenen Sara die Geburt eines Sohnes verheißen, die darüber so überrascht ist, dass sie lachen muss.

Ist das nicht zum kaputt lachen???

Ich habe am 26. November Geburtstag. Als ich klein war, fand ich das traurig, weil da ja immer auch Totensonntag ist. Inzwischen macht mir das nichts mehr aus, denn die Korrelation 4.Advent/Heiligabend ist für mich viel trauriger. Warum? Als Kind freute ich mich einfach auf Weihnachten und die Geschenke, jetzt, im reiferen Alter, ist mir in der Weihnachtszeit das Besinnliche wichtiger. Und da habe ich wirklich ein Problem, den 4. Advent und den Heiligen Abend an einem Tag "abzufeiern", irgendwas geht da unter und die Adventszeit ist viel zu kurz. Da fehlt eine ganze Woche. Ich glaube, wir werden zu Hause einfach schon am 26.11. die erste Kerze anzünden, dann paßt alles....

Tja! Schade, sehr schade!
Seit der Revision der Perikopenordnung ist nichts mehr, wie es war! Der 4. Sonntag im Advent wird quasi nur noch zur Hälfte abgefeiert.

Manche Produkte, wie z. B. einen Adventskranz mit 4 Kerzen, braucht man eigentlich gar nicht mehr zu kaufen, weil gar keine Zeit bleibt, die 4. Kerze zu entzünden.

Wie wäre es, wenn Ihr Euch über etwas wirklich Ärgerliches aufregen würdet? Zum Berispiel, dass wegen der kurzen Advenstzeit in diesem Jahr der 24.12. teilweise zu einem verkaufsoffenen Sonntag gemacht werden soll.

Der verkaufsoffene Sonntag am 24.12. hat ja auch etwas Gutes. Man kann direkt den 4. Advent und Heiligabend am Glühweinstand des Weihnachtsmarktes abfeiern.

Ein Geschenkehändler nimmt in 4 Wochen Adventszeit, äh,sorry, meine natürlich in 3 Wochen Adventszeit grade mal weniger als 10.000 Euro ein, während es ein Glühweinstand das 10fache einbringen kann.

Wenn die Adventszeit auf 3 Wochen reduziert wird, dann geht ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland langsam aber sicher den Bach runter. Meiner Meinung nach, hat der Glühweinstand kaum noch eine Überlebenschance, wenn die Adventszeit weiter abgebaut wird.

Ich frage mich ernsthaft, ob es sich überhaupt noch lohnt, die Weihnachtskrippe aufzustellen???

Begründung für das unsägliche Gesetz beispielsweise in NRW, das die Sonntagsöffnung am Heiligabend erlaubt (und Begründung meiner Chefin, warum sie die Möglichkeit zu nutzen gedenkt), ist die "ausnahmsweise" so ganz besonders kurze Adventszeit, wodurch dem Handel Umsatz entgehe. Dabei ist sie nicht ausnahmsweise so kurz, sondern das kommt immer wieder vor, weil sich die Erde um die Sonne dreht. Beschwerden darüber also am besten an den Schöpfer des Himmels und der Erde ;-) Ebenso häufig und aus demselben Grunde fällt etwa der erste oder auch der zweite Weihnachtsfeiertag auf einen Sonntag. Dann haben wir eine sehr lange Adventszeit und nach der Logik des Gesetzgebers demnach mehr Umsatz im Handel. Dass Beschäftigte deshalb den fehlenden freien Tag nachgeliefert bekämen, ist mir aber noch nicht zu Ohren gekommen.

2006: Der Heiligabend fällt auf den 4. Advent.

2000: Der Heiligabend fällt auf den 4. Advent.

1995: Der Heiligabend fällt auf den 4. Advent.

1989: Der Heiligabend fällt auf den 4. Advent.

1978: Der Heiligabend fällt auf den 4. Advent.

… etc. …

2017: Alles regt sich darüber auf, dass der Heiligabend plötzlich auf den 4 Advent fällt.

Besten Dank Herr Pastor Muchlinsky, dass Sie die "olle Kamelle" aus dem Jahr 1978 ausgegraben haben. Eine alte Geschichte: 1978 wurde erstmals die Perikopenordnung eingeführt und seit jener Zeit müssen wir damit leben, dass in regelmässigen Abständen der Heiligabend auf den 4. Advent fällt.

Dabei war im frühen Christentum alles ganz anders. Am 6.1. endete ganz stabil die Weihnachtzeit. 40 Tage zuvor (ohne Samstage + Sonntage) begann "immer" in der Nacht zum 11. November die Fastenzeit zum Advent. Nie und nimmer wäre der 4. Advent + Heiligabend auf den gleichen Tag gefallen, hätte nicht diese erste Perikopenordnung die alten Gesetze auf den Kopf gestellt. Es wurde gefastet um zur Besinnung zu kommen. Man nagte am Hungertuch und hat freiwillig Pfunde abgeworfen und Kohldampf geschoben, man hat auf viele Dinge freiwillig verzichtet. Heute wird in der Adventszeit konsumiert bis zur Besinnungslosigkeit und man feiert gleich 3 Feste am gleichen Tag, nämlich 4. Advent + Heiligabend + verkaufsoffener Sonntag. Das alles haben wir der Beschlußfassung aus dem Jahre 1978 zu verdanken.

Aktuell erfolgt die zweite Beschlußfassung zur "maßvollen Revision" der Perikopenordnung. Demnach endet die Weihnachtszeit künftig immer und stabil an "Maria Lichtmess". Der 4. Advent bekommt den Namen "Maria Magdalena" und am 9. November wird stabil immer die Reichskristallnacht abgefeiert.

Unser evangelisches Kirchenjahr bekommt jetzt nämlich aufgrund von ökumenischen Einsichten ganz neue Gedenk- und Feiertage dazu. Entsprechend den Einsichten des christlichjüdischen Dialogs werden auch jüdische Gedenk- und Feiertage im evangelischen Kirchenjahr einen Platz bekommen und auch die Geburt des Messias wird immer unwichtiger werden im evangelischen Kirchenjahr.

Im Grunde genommen ist es doch so, dass sehr viele Theologen an der neuen Perikopenordnung mitgearbeitet haben, mit dem Ergebnis, dass die Fastenzeit und Besinnungszeit aus der vorweihnachtlichen Zeit von A - O, äh, von A - Z vollumfänglich gestrichen wurde. Dass wir uns alle im Konsumrausch befinden, haben wir der Perikopenänderung zu verdanken. Ich warte noch auf den Tag, wo Weihnachten erst zu "Maria Himmelfahrt" endet.

Habe mal gegooglet! Nein, die sagt gar nichts über den Zeitpunkt der Feiertage aus, sondern nur über die Gottesdienstordnung an den jeweiligen Sonn- und Feiertagen im Kirchenjahr.

Dass sich die Adventssonntage immer über den Zeitraum der letzten 4 Sonntage vor Weihnachten erstrecken, gibt es demnach mindestens seit der Kalenderreform von 1582, als auf Donnerstag, dem 4. Oktober Freitag der 15. Oktober folgte. Demnach war bereits 1589 das erste Mal der 4. Advent am 24.12., da der WeihnachtsTAG eigentlich erst der 25.12. ist.

Bei uns gibt es das Problem nicht, da an Heiligabend traditionell der Adventskranz
gemeinsam mit dem Christbaum im Lichterglanz erstrahlt.(Wochentag ist egal)
Und übrigens: Santa kommt auch nicht am 24.

Aber Hallo!
Am 24. Dezember wird laut dem AT im Prophetenbuch des Jesaja, "Immanuel" geboren. Nicht gewusst???

Bezeichnend ist vor allem die Eingangsstelle Jes 7,14: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel geben."

Also: Wir feiern am Abend des 4. Advents den Geburtstag von Immanuel, das wurde von den Auftraggebern EKD, UEK und VELK in der Perikopenneuordnung so beschlossen. Es kann gut möglich sein, das die Auftraggeber auch den Geburtstag von Santa Claus ins evangelische Kirchenjahr aufnehmen und auch den fliegenden Rentier-Schlitten gutheißen und amtlich genehmigen.
Der 6. Dezember wird wohl ein fester Bestandteil bleiben. Was mit der Geburt Jesu geschehen soll, steht wohl noch in den Sternen.

Dass Christen den verheißenen Immanuel aus dem Jesajabuch mit Jesus Christus gleichsetzen, ist so alt wie das Christentum selbst. Da kann können weder die EKD noch die VELKD nioch die UEK etwas dafür.

Die Auftraggeber (EKD, UEK, VELK) haben den Auftrag erteilt, dass die Perikopenordnung so geändert wird, dass am 4. Advent, der ja auch Heiligabend ist, folgendes, "in Zukunft" gepredigt werden soll: Nämlich AT-Jesaja. Darin steht, dass eine junge Frau einen Sohn gebären wird, mit Namen Immanuel". Mehr steht da nicht! Dass der "Heilige Geist" mit im Spiel ist, davon wird nichts prophezeit. Ebensowenig ist klar, an welche Adresse diese Prophezeihung gerichtet ist. An den beiden weiteren Stellen bei Jesaja, die den Namen Immanuel erwähnen (Jes 8,8.10), scheint es sich wegen der damit verbundenen negativen Aussagen um eine Unheilswarnung zu handeln, so nach dem Motto:
"Zuerst kommt einer, der führt uns ins Verderben!"
"Dann kommt der Hunger!"
"Dann kommt der Krieg!"
"Dann krachen die Banken!"

Bleiben wir doch mal beim Neuen Testament. Da gibt es den Josef, und dieser Josef hat dem Sohn der Jungfrau Maria, den Namen "Jesus" gegeben. Er ist ein Heilbringer und kein Unheilbringer! Das ist doch ein großer Unterschied und kein Unsinn.

Das Kirchenjahr hat einen flexiblen Teil der ruhig einen Sonntag länger oder kürzer sein kann. Da kann man den Ewigkeitssonntag/Totensonntag/Christkönig so legen dass man 4 Adventssonntage hat. Die Adventssonntage werden anders gefeiert als der Heiligabend. Ich mache Kirchenmusik und mir entfallen durch diese Zusammenlegung dieses Jahr Gottesdienste und andere Auftrittsmöglichkeiten. Außerdem fühlt sich das für mich noch hektischer an als sonst wenn man eine ganze Woche weniger Zeit hat sich "auszutoben". Der Süßwarenindustrie tut das wohl keinen Abbruch ob so oder so, die fangen eh im August schon an ...

Das ist ja hochinteressant, was Sie als Kirchenmusiker da feststellen! Durch die Zusammenlegung vom 4. Advent + Heiligabend werden Ihnen Gottesdienste und weitere Auftrittsmöglichkeiten weggeschnappt, wenn nicht gar gestohlen, obwohl es eine Kleinigkeit wäre, die Adventszeit in ihrer vollen Länge zu bewahren. Aber wie Sie selber feststellen, ist das gar nicht gewünscht!

Ganz besonders schlimm finde ich den neuen Predigttext am 4. Advent aus dem AT.

In dem Predigttext wird die Ankündigung der Geburt Isaaks wiederholt. Der Gott Israels steht aus heiterem Himmel vor Abraham in der Mittagsglut eines Sommers, der das ganze Land so ausgetrocknet hat, wie es die Körper von Abraham und Sara inzwischen auch sind. Drei Tage zuvor hatte der Gott Israels
Abraham zur Beschneidung als Zeichen des Bundes mit ihm verpflichtet. Abraham hatte die Beschneidung
gehorsam vollzogen, aber als Gott wieder von dem alten Versprechen eines Kindes mit Sara
anfing, fiel Abraham vor Lachen um (1 Mose 17,17). Und/oder Sara hat sich kaputtgelacht.

Es ist ja aller Ehren Wert, dass Abraham sich beschneiden ließ als Zeichen des Bundes mit dem Gott Israels. Aber geht es in der Adventszeit nicht um das Kommen von Jesus? Geht es nicht um den neuen Bund?

Indem Jesus geboren und gestorben ist und sein Blut für uns vergossen hat, wurde ein neuer Bund zwischen Gott und uns geschlossen und auch sogleich in Kraft gesetzt. Jedes Mal wenn wir Abendmahl feiern, denken wir daran " durch Jesu Blut wurde der neue Bund mit Gott besiegelt".

Beschneidung als Zeichen des Bundes....Das ist Schnee von vorgestern weil für uns nur der neue Bund zählt. Deshalb finde ich es irgendwie unhöflich gegenüber Jesus , dass man zur Adventszeit so was aus der Bibel vorträgt. Es ist auch unangemessen und Respektlos, dass der 4. Advent und Heiligabend gleichzeitig gefeiert werden und Kirchenmusiker dadurch arbeitslos werden.

Der 4. Advent und Heiligabend können meinem Dafürhalten nach durchaus auf einen Tag fallen. Zwar war die Adventstradition (z.B. im Rauhen Haus) als Warten auf das Christfest gedacht (ich weigere mich, "Weihnachten" zu sagen, weil wir keine germanischen Weihenächte mehr feiern!), doch eigentlich geht es um etwas anderes, nämlich das Warten auf die Wiederkunft (zweites Kommen) des Sohnes Gottes, um das aufzurichten, worum wir beten: "Dein Reich komme."

Am Christfest, also am Abend des 4. Advents, auch Heilig Abend genannt, wird die Figur des Jesuskindes in die Weihnachtskrippe gelegt. Christ ist geboren in der heiligen Nacht. Wir feiern die Geburt.

Dazu tragen auch Schaltjahre bei, die diese Tage verschieben. In der Vergangenheit schon öfters vorgekommen, stellt dies kein Problem dar.Auch andre Feiertage verschieben sich.

Ja ja Gabriela, es kommt immer wieder mal vor, dass sich Feiertage verschieben. Das muss aber nicht sein! Schaltjahre hin oder her!

Zu den allerwichtigsten Festen im Kirchenjahr, zählt die Geburt Christi logischerweise dazu, denn ohne Jesus, würde es kein Kirchenjahr geben. Im Kirchenjahr gibt es flexible Zeiten und feste Zeiten. Das Christfest ist eine feste Größe, unflexibel auf den 24.Dez. festgetackert. Davor die 4 Wochen Besinnung, genannt Adventszeit. Nachdem aktuell das Kirchenjahr neu geordnet wird, könnte man für Christus automatisch eine lange Adventszeit einräumen. Doch nö, da werden statt dessen negative Ereignisse aus der Vergangenheit einen festen Platz im Kirchenjahr eingeräumt und das tut der Christenheit nicht gut!

3 Adventssonntage??? Das kann doch nur ein schlechter Witz sein oder ein Versehen.

Schlimm genug, dass sich die Adventszeit so krass verschiebt, aber jetzt verschieben sich auch noch die Lieder, die während der Adventszeit und Weihnachten in den Gottesdiensten gesungen werden.

Das Lied "Gottes Sohn ist kommen" und "Gelobet seist du, Jesu Christ" ist ja leider zur Christvesper gestrichen worden. Stattdessen wird jetzt am Heiligabend gesungen "Es ist ein Ros entsprungen"

Sein Text bezieht sich auf Jes 11,1a EU: "Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht"

Wer ist Isais und wer ist Jesse?
Wer ist der Rosenstock und wer ist "das Blümlein zart"?
Wo kommt der Reis her?
Was hat es mit der Wurzel auf sich???

Wenn wir an Heiligabend schlagartig etwas Zweideutiges singen , dann kommen wir schon ins grübeln, was das eigentlich zu bedeuten hat und aus welcher Wurzel das Blümlein nun stammt.

Fällt der 4. Adventsonntag auf den 21. Dezember
(Tag des Apostels Thomas), so kann dieser Aposteltag nur am Tag
zuvor oder am Montag bzw. Dienstag begangen werden, nicht aber am 4. Advent oder am 24. Dezember.

Wie jetzt? Seit wann feiern wir Apostel-Tage?
Wie soll ich das jetzt verstehen?

Fällt der 1. Adventsonntag auf den 30. November
(Tag des Apostels Andreas), so kann dieser Aposteltag am
Sonnabend oder in der folgenden Woche begangen werden, nicht aber am 1. Advent.

Ja was denn nun?

Warum glorifizieren wir in der Adventszeit den ungläubigen Thomas? Und warum feiern wir den Apostel Andreas, sowie Engel, Erzengel und die Enthauptung des Johannes des Täufers?

Sind wir über Nacht katholisch geworden?

... den 4. Advent will niemand abschaffen.
Ich habe mir gerade die Zeit genommen diese ganze Diskussion durchzulesen und frage mich was eigentlich das Problem ist. Anscheinend, dass dieses Jahr der 4. Advent und Heiligabend am selben Tag sind. Darauf hin wurde der Verdacht geäußert, die Kirche (die EKD) wolle den 4. Advent abschaffen. Das stimmt aber doch gar nicht. Nächstes Jahr fällt Heiligabend auf einen Montag, dann haben wie wieder einen vierten Advent der aber auch nicht von Sonntag bis Samsatg geht, sondern nur einen Tag - die Adventszeit ist also nur einen Tag länger als dieses Jahr. Um das zu ändern bräuchte man also einen fünften Advent oder man würde den Heiligabend auf einen bestimmten Samstag im Dezember festlegen aber damit nicht mehr auf den 24.12. fixieren. Das will aber doch auch keiner.
Im letzten Jahr hatten wir die längst mögliche Adventszeit und der 1. Advent war schon am 27.11. Diese lange Adventszeit wird wieder kommen - und wenn es so ist sollten wir uns umsomehr freuen.
Was ist damit gewonnen diese althergebrachte Ordnung zu ändern? Verliert die Kirche nicht erst recht an glaubwürdigkeit, wenn sie sich dem Bedürfnis der Menschen nach Besinnlichkeit unterwirft und damit dem Mammon in die Hände spielt.
Ich bin mir sicher, dass das "Ehre sei Gott in der Höhe" auch dieses Jahr in der Christnacht gesungen werden wird und das Weiß der Paramente wird in der Nacht das Violet des Advents ersetzen. Den vierten Advent lässt sich nur der klaun, der ihn sich klauen lassen will. Ich werde am Samstag den 23.12 bei Sonnenuntergang die vierte Kerze anzünden.
Dieses Jahr ist der Advent kurz und in den nächsten Jahren wird er immer länger, bis er wieder kurz ist und die Diskussion schon lange vergessen. Aber abgeschafft wird der 4. Advent sicherlich nicht.

Gut sichtbar wird, wie am 1. + 2. +3. + 4. Advent Texte aus dem
Alten Testament aufgenommen werden und andere Texte aus dem Neuen Testament daher weichen müssen, bzw. es werden andere Neugeborene in den Fokus gestellt!
Die neuen Texte aus dem Alten Testament sollen direkt aus einem neu entworfenen Materialheft (der Arbeitsgruppe) im Gottesdienst vorgetragen werden,
Ähem! Man muss de facto die Bibel, äh das Evangelium gar nicht mehr aufschlagen!
Und da sagen Sie: "Fürchtet Euch nicht???"

In der Adventszeit werden Texte im Gottesdienst gelesen, wie z. B.
AT mit Abraham und Sara, im NT mit Zacharias und Elisabeth. Beide Paare sind zweifellos zu alt, um sich ein Kind „anschaffen“ zu können.
Aber wider Erwarten empfangen beide Paare einen Sohn von Gott.

Ich habe nix gegen das Kind von Zacharias und Elisabeth. Aber geht es in der Adventszeit tatsächlich um diese Kinder???
Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben.

Ich habe auch nix gegen das Kind von Abraham und Sara. Und ich habe auch nix gegen das Kind/Kinder von Abraham und seinen Nebenfrauen....
- Isamel (von Hagar, der Magd Sarahs)
- Isaak (von Sarah)

danach noch 6 Söhne von Ketura, der Ehefrau Abrahams nach Sarahs Tod.
Die Namen der Söhne Keturas sind
- Simran
- Jokschan
- Medan
- Midian
- Jischbak
- Schuach

Aber müssen wir unbedingt mit diesen Männergeschichten die Adventszeit verunglimpfen????

Ich warte auf den Adventssonntag wo von dem Kind der Daniela Katzenberger und ihrem Mann Lucas Cordalis gepredigt wird. Ts, ts, ts!

Ich sehe die Kirchenregelung nachvollziehbar und lade zugleich alle freien Geister ein zu gedenken, wenn die Gedanken bei den Toten sind, die Vorfreude zu leben, wenn schönes bevorsteht und Lichter zu entzünden wenn sie ein mehr davon wünschen.
Und immer ist dann etwas gutes geschehen. Bei Christen, Juden, Muslimen, Atheisten. Bei allen Menschen dieser Welt!

Wenn ich das hier alles so lese, muss ich leider feststellen, das bei den meisten der Sinn von Weihnachten völlig in Vergessenheit geraten ist. Heilig Abend und die Geschenke. Bei uns ist die Bescherung M 1. Weihnachtstag, also zu Weihnachten. Haben wirklich 90 Prozent der Leute vergessen, das Weihnachten nichts kommerzielles ist, sondern das Fest der Liebe?
Auch meine Frau fragt jedes Jahr, was ich mir Wünsche, und Nein, es ist nicht der Weltfrieden, der wird eh von Gestörten geleitet. Es ist einfach nur Ruhe und Besinnlichkeit, den ich mir om Kreise meiner Lieben wünsche. Ohne Kaufrausch und teure Geschenke.
Und dabei ist es mir total Wurscht, ob der 4.Advent auf den heiligen Abend trifft. Denn es sagt schon das Wort aus "Heiliger ABEND" !

Lord,Lord,Lord,Du bist zur Welt gekommen um die Menschheit von ihren Sünden zu erlösen,
ist dies nicht das Wichtigste?
ich habe lange nicht mehr so gelacht,ich bin auch durch Zufall auf diese Seite gestossen,da ich
gerade am Kalender nachgesehen habe und feststellte,dass der vierte Advent auf den 24. fällt.

Jetzt wurde hier die ganze Zeit darüber diskutiert, ob der 4. Advent und der Heiligabend auf einen Tag (24. Dezember) fallen dürfen. Aber Keiner hat sich Gedanken darüber gemacht, wie das in diesem Jahr mit dem Adventskalender ist. Der 1. Advent ist am 03. Dezember. Die Adventskalender haben aber alle 24 Türchen, beginnen also bereits am 1. Dezember und damit, in diesem Jahr, vor dem 1. Advent. Darf ich nun, in diesem Jahr, das erste Türchen schon vor dem 1. Advent aber am 1. Dezember (Beginn der "Adventskalenderzeit") öffnen oder muss ich bis zum 1. Advent (3. Dezember) damit warten und kann dann dafür am 3. Dezember drei Türchen auf einen Schlag auf machen und mir die Schokolade schmecken lassen? Das ist ein echtes Problem! Oder? :-)

Das Problem haben wir aber so gut wie jedes Jahr. Es ist sehr selten, dass der 1. Dezember auch gleichzeitig der 1. Advent ist. Die Adventskalenderhersteller haben einfach den Dezember zur Adventszeit gemacht, damit sie nicht jedes Jahr neue herstellen müssen.

Stimmt! Es ist wirklich nicht sehr oft so, dass der 1. Advent und der 1. Dezember auf ein und denselben Tag fallen. Erst 2019 und dann wieder 2024 wird dies so sein. (Habe ich eben ausfindig machen können). In diesem Jahr werde ich also drei Tage vor dem 1. Advent mit dem Schokolade essen beginnen. Der Adventskalender hier bei evangelisch.de fängt ja auch am 1. Dezember an. Ich freue mich schon drauf, auf Schokolade essen und Adventskalender offline und online.

Es ist doch piep egal, ob sie gleich 3 Pralinen Happen aus dem Adventskalender entnehmen oder alle Schoko-Weihnachtskugeln auf einen Streich! Das ändert doch nichts an der Tatsache, dass sich hinter dem Adventskalender Türchen des 24. Dezember die allergrößte Überraschung befindet, nämlich eine halbe Ration vom "Christkind" und eine halbe Ration vom "4. Adventssonntag".

Ich sehe das Problem wo ganz anders, nämlich bei den Gleichnissen und Vergleichen im Alten Testament, die künftig an den Adventssonntagen gepredigt werden sollen.
So soll beispielsweise am 4. Adventssonntag die Aufnahme des Verkündigungsmotivs an eine Frau, die nicht (mehr) mit einer Geburt rechnet, aufgenommen werden. Ankündigung eines Kindes für Sara und Abraham. 1 Mose 18,1 bis blablabla. Als auch die Frohe Botschaft des Engel Gabriels nach Jes 52,7–1 an Elisabeth und Zacharias.

Aber Hallo! Da muss man sich doch einen Ast lachen, wenn man kurz vor dem Heiligabend an die alten Frauen Sara + Elisabeth gedenkt und an deren .Söhne.
Es ist doch ziemlich unfair gegenüber Maria + Josef. Ich behaupte: Das ist regelwidrig, zumal das Kirchenjahr das Herrenjahr ist!

Es wird wohl über kurz oder lang Adventskalender geben, da verbirgt sich hinter dem Türchen des 24.12. das Neugeborene Kind "Isaak" oder das Neugeborene Kind "Johannes" Sohn der Elisabeth + Zacharias. Das wird ja immer skuriler! Sie müssen doch zugeben, dass diese Predigttexte zu Weihnachten einfach unpassend sind, oder bin ich nicht emanzipiert genug???

Das vierundzwanzigste Türchen verdeutlicht den Sinngehalt eines Adventskalenders,
nämlich das Erreichen von Heiligabend.

Mir persönlich fehlt das Verständnis dafür, wenn ich das 24.te Türchen des Adventskalenders öffne und finde dahinter dann den 4. Advent.
Selbstverständlich hat der 4. Advent eine wichtige, liturgische Bedeutung. In den Evangelienlesungen nach Lukas, die am 4. Sonntag im Advent (bis 2017 noch!) vorgesehen sind, steht Maria im Vordergrund. Das Magnifikat sowie der Besuch des Engels, dessen Verkündigung sie sich unterwirft, werden allerdings (bis 2017 noch!) von einer weiteren Erzählung über Johannes, den Täufer, aus dem Johannes-Evangelium ergänzt.

Wie es mit dem 4. Advent und mit Maria im Jahr 2018 weitergeht, das wissen wir ja schon.

Dietrich Bonhoefer schreibt über das Magnificat: „Dieses Lied der Maria ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte fast sagen revolutionärste Adventslied, das je gesungen wurde. Es ist nicht die sanfte, zärtliche, verträumte Maria, wie wir sie auf Bildern sehen, sondern es ist die leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria, die hier spricht … ein hartes, starkes, unerbittliches Lied von stürzenden Thronen und gedemütigten Herren dieser Welt, von Gottes Gewalt und von der Menschen Ohnmacht.“

Zum halben vierten Advent 2017 kann ich jetzt nur noch eins sagen: WOW MARIA! WEITER SO!

Liebe Lesende und Antwortende,
ich bin auf der Suche nach "4. Advent und Hl. Abend gleichzeitig?!" auf diese Seite gekommen -
und lese die Kommentare - und stelle mir vor, wie Gott der Herr, oder Göttin die Mutter oder wer oder welche Macht im Himmel oder auf der Erde auch immer das liest, schenkelklopfend und lachend gerade rückwärts vom Stuhl kippt!
Mensch, Leute, gibt´s sonst keine Probleme zum Lösen!
Dann komme ich gerne nochmal HIER und JETZT auf die Welt.
Mit freundlichen Grüßen
von
ratet ´mal von wem!

Kaspar?
Melchior?
Baltasar?

Wen gibt`s denn noch im evangelischen Kirchenjahr?

Ich habe so langsam aber sicher den Eindruck, dass die evangelische Kirche immer katholischer wird.
Jetzt feiert die evangelische Kirche sogar offiziell den Nikolaus und St. Martin!
Wie war das doch gleich mit dem "Solus Christus"? "Sola Scriptura"?
Die evangeliche Kirche wird doch immer unglaubwürdiger! Meine Meinung!
Der Wichern Adventskranz hat auf jeden Fall in diesem Jahr 4 dicke Kerzen für die Adventssonntage und 18 dünne Kerzen für die Werktage.
Üblicherweise sind die Tage von Montag bis einschließlich Samstag Werktage. Wie man schnell feststellen kann, stimmt aus diesem Grunde heraus
der Wichern Adventskranz nicht mehr, denn der 4. Adventssonntag wurde in den meisten Bundesländern zum Werktag erklärt
mit Ladenöffnungszeiten. Folglich dürfte der Wichern Adventskranz nur 3 dicke Kerzen haben und 19 dünne Kerze.
Der Heiligabend Tag war ja schon immer nichts Besonderes, ein nullachtfünfzehn Werktag eben, aber dass jetzt auch der 4. Adventssonntag ein Werktag geworden ist, ist ja schon skandalträchtig. Dass der Wichern Adventskranz mit 4 dicken Kerzen und 18 dünnen im Bundestag steht, ist fast schon ein prophetisches Zeichen, das der Spender/Stifter Wert darauf legt, dass die 4 dicken Kerzen erhalten bleiben sollen, quasi als Sonntage.

In den meisten vom Christentum geprägten Ländern ist der Sonntag der wöchentliche Feiertag, an dem in fast allen Kirchen der Gottesdienst gefeiert wird als Feier von Tod und Auferstehung Christi am „ersten Tag der Woche“ (Mt 28,1 EU) = Tag des Herrn oder Herrentag.

Zitat: Mt 28,1 EU ....Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria und Magdala um nach dem Grab zu sehen.....

Ich kann mich eigentlich nur wundern. Im Zusammenhang mit einem der höchsten christlichen Feste fällt den Gläubigen Christen nichts besseres ein, als sich über Kalender Zeiten zu streiten. Gibt es denn nichts wichtigeres? Es gibt viele Menschen in der Welt, welche glücklich wären, wenn Sie wenigstens 1 Tag ihren Glauben feiern und praktizieren könnten. Auch die Frage, ob man die Botschaft der Liebe nicht verstanden hat, drängt sich mir auf. Da bleibt mir nur den Kopf zu schütteln.

dass die Begrifflichkeiten "Christvesper" und "Christmette" in vielen Gemeinden verschwunden sind!
Stattdessen werden stinknormale Gottesdienste gefeiert (mit 2/3 AT).

Ich kann mich nur wundern, dass das niemandem auffällt! Da kann ich nur den Kopf schütteln!

Hallo liebe Mitleser / -Schreiber (innen),

ich bin ohne Konf. - also nicht kirchlich und glaube auch nicht (außer an mich selbst).
Die Frage die sich mir stellt bei der ganzen Diskussion - ist das Ihr Ernst????? - In der Welt verhungern und verdursten Kinder und Erwachsene und Sie machen sich nen Kopp ob die 4 Advente richtig sind oder falsch ???? - Ich glaube Sie sollten mal an Ihrer Wertestruktur arbeiten...und das bei Gläubigen...tstst - das hinterlässt mich ehrlich gesagt fassungslos....

Zwischenzeitlich wird "Weihnachten" als "Winterfest" bezeichnet!
So nach dem Motto "Weihnachten war gestern - Heute gibt`s das Winterfest".
Achtung! Achtung!
Stellen Sie sicher, dass ihr Winterfest keine getarnte Weihnachtsfeier ist!
Vor allem könnte die Adventszeit eine Atmosphäre schaffen, in der sich manche Menschen ausgeschlossen fühlen.

Zwischenzeitlich wünscht man sich auch keine "Besinnliche Adventszeit" mehr oder "Frohe Weihnachten"
sondern "schöne Feiertage" , um christliche Exklusivität zu vermeiden.

Dass Weihnachten nicht "harmlos" ist, merkt man spätestens am 24, Dezemberg, wenn der 4. Advent + Heiligabend
gleichzeitig hinter dem Adventskalender-Türchen auftauchen und es jäh und unangemeldet keinen Beginn
der Weihnachtszeit mehr gibt, weil die Christvesper in einen gängigen Gottesdienst umgewandelt wurde.
Doch ohne Christvesper kann die Weihnachtszeit nicht beginnen! Und ohne Christmette findet kein weihnachtlicher
Höhepunkt statt. Meine persönliche Meinung: Weihnachten ohne Jesus, ist wie eine Feier ohne Grund!

Nebenbei erwähnt:
Statt der Weihnachtsbeleuchtung wird nun das Winterlicht entzündet.
Aus dem Weihnachtsmarkt wird der Wintermarkt.
Aus dem "Weihnachtsgeld" wird die Jahressonderzuwendung.

Dass aus "Ostern" das "Hasenfest" geworden ist, darüber regt sich schon lange niemand mehr auf!

Dass das evangelisch gewordene "St. Martinsfest" nun "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest"
heißen soll, das wundert mich ehrlich gesagt nicht!
Schliesslich wollen auch Kinder aus anderen Kultur-und Religionskreisen daran teilnehmen.

Frau Gästin benötigt eine volle Woche lang vierten Advent!? Wie soll das denn bittschön gehen? Wenn der vierte Adventssonntag auf beispielsweise den 18. Dezember fällt ist noch ok, aber wenn er auf den 21.?, 22.?, 23. oder gar 24. Dezember fällt geht das gar nicht? Wie kommen Sie zu der verqueren Vorstellung, dass die vierte Adventswoche eine vollständige Woche sein müsste? Wenn der 24.12. auf einen Sonntag fällt, sollte das dann Ihrer Meinung nach Sonntag nach dem vierten Adventssonntag sein und der übliche morgendliche Sonntagsgottesdienst ausfallen, weil bei Ihnen schon die Geschenke unter dem Baum liegen? Zum Haareraufen mit Ihnen...

N E I N !!!
Ich benötige keine volle Woche, sondern einen vollen Sonntag für den 4. Advent.

Diese Festlegung ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist eine kirchliche Festlegung.
In Mailand werden sogar 6 volle Adventssonntage gefeiert. Da kommt niemand auf die Idee, den Advent auf 5,5 Adventssonntage zu reduzieren!
Nur unsere Kirche rudert zurück, und stellt eine Rangordnung auf.....so nach dem Motto:
der 4. Adventssonntag ist "rangniedriger" als "Heiligabend" und muss somit zur Hälfte entfallen.

Wenn Sie das abgeänderte Kirchenjahr mal genauer betrachten, dann wird Ihnen auffallen, dass die Reihenfolge gar nicht mehr passt,
und dass die ursprüngliche Prioritätenliste eine ganz neue Priorität erhält.
Der 4. Advent und Heiligabend sind in eine Vorrangwarteschleife geraten, und diese Entwicklung sehe ich sehr kritisch!
Irgendwann gerät der Heiligabend in die Warteschleife und dreht eine Nullrunde nach der nächsten, und fällt dann irgendwann weg,
weil es eine Kommission so beschlossen hat.

Sie sollten sich die Haare raufen und sich ebenfalls ärgern, über diese Entwicklung!

Liebe Frau Gästin,

wie soll das denn Ihrer Meinung nach konkret gehen, wenn der 24. Dezember ein Sonntag ist? Ihrer Meinung nach darf das dann kein 4. Advent sein, richtig? Also in diesem Fall sollte ihrer Meinung nach der vierte Advent dann am 17. Dezember sein, ja? Am 24. Dezember wird, in der Regel abends, der Gottesdienst zum Heiligabend (Christmette) gefeiert. Eine Christmette lässt sich aber nicht am Morgen des 24.12. feiern, richtig? Sie haben nichts dagegen, dass wir jeden Sonntagmorgen Gottesdienst feiern und finden dies sogar richtig und beibehaltenswert? Aber was würden Sie mit dem 24.12. machen, wenn er auf einen Sonntag fällt und nicht vierter Advent sein darf? Welche liturgischen Texte für den obligatorischen Sonntagmorgengottesdienst am Sonntag dem 24.12.? Mit dem Weihnachtsevangelium und dem Gloria der himmlischen Heerscharen können Sie (aus Rücksicht auf junge Familien) frühestens am späten Nachmittag anfangen, besser erst in finsterer Nacht. Wollen Sie, dass Sonntag morgen am 24.12. an der Kirche ein Schild hängt "Weil der vierte Advent schon letzten Sonntag war und vong kommenden Weihnachten her: Kirche heute Morgen geschlossen." Wie würden SIE einen Sonntag den 24.12. liturgisch definieren? Ich konnte Ihrem Alternativvorschlag da bisher noch nicht so recht folgen.

(p.s.: lieber Admin: dieser Captcha Anti-Spam-Schutz ist sehr lästig weil manchmal kaum leserlich)

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