Darf eine Pastorin im Ruhestand noch taufen?

gestellt von Ute Werthammer am 25. September 2017

Guten Tag, Pastor Muchlinsky,

unsere beiden Söhne sind mit asiatischen Frauen verheiratet. Die Ehefrauen sind aus Thailand bzw. China. Ihre Kinder sind noch nicht getauft. Unsere Tochter lebt mit ihrem Ehemann in Spanien, sind Eltern eines 11 Monate alten Jungen. Auch er ist noch nicht getauft.

Meine Nachbarin ist Pastorin im Ruhestand. Dürfte sie dennoch unsere Enkel taufen? Evtl. in einer gemeinsamen Taufe, das würde ich mir sehr wünschen.
Müssen beide Elternteile der Kinder evangelisch sein? Die eine Schwiegertochter ist Buddhistin, unsere chinesische Schwiegertochter ohne Konfession. Unser spanischer Schwiegersohn kein praktizierender Katholik.

Wir (Großeltern und Söhne und Tochter) sind evangelisch lutherisch getauft und alle konfirmiert.
Natürlich kann ich unseren jungen Leuten nichts vorschreiben oder Druck ausüben in diese Richtung. Aber den Wunsch nach der Taufe äußere ich auf jeden Fall beim nächsten Familientreffen.
Vorher möchte ich gerne wissen, ob eine Taufe möglich ist.
Danke für ihre Antwort.
Mit Grüßen aus Bayern

Ute Werthammer, Neumarkt i.d. OPf.

Liebe Frau Werthammer,

Pastorin oder Pastor ist man auf Lebenszeit. Das heißt, Ihre Nachbarin darf ohne Probleme Ihre Enkelkinder taufen, wenn die Eltern damit einverstanden sind.

Dafür müssen die Eltern auch nicht evangelisch sein. Es genügt, wenn sie möchten, dass ihre Kinder getauft werden.

Sie können also gern Ihren Wunsch äußern gegenüber Ihren Kindern.

Herzliche Grüße

Frank Muchlinsky

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