Umgemeindung und Kirchensteuer

gestellt von Anke Neu am 16. Januar 2019

In unserer Gemeinde gibt es unüberbrückbare Differenzen. Wir erwägen einen Gemeindewechsel. Wer erhält die Kirchensteuer,? Die wohnortnahe Gemeinde oder die Gemeinde, zu der man gehört?

Liebe Frau Neu,

Die Kirchensteuer, die Sie zahlen, geht zunächst an die Landeskirche, zu der Sie gehören, also auf deren Gebiet Sie wohnen. Die Landeskirche wiederum macht jährlich einen Haushalt und verteilt die Gelder an die verschiedenen Kirchenkreise. Wieviel Kirchensteuer eine Kirchengemeinde erhält, wird jährlich in den Haushaltsplänen der Kirchenkreise festgelegt. Dabei spielt es auch eine Rolle, wie groß die Kirchengemeinden sind. Darum: Wenn Sie sich umgemeinden lassen, wächst die Kirchengemeinde, in die Sie wechseln. Das wiederum hat spielt eine Rolle für den nächsten Haushalt. Sie wird also letztlich mehr Geld bekommen

Die Ausnahme ist allerdings, wenn Sie in eine Gemeinde wechseln möchten, die einer anderen Landeskirche angehört. In diesem Fall gilt, dass das Geld weiterhin der Landeskirche zufließt, auf deren Gebiet Sie wohnen.

Herzliche Grüße

Frank Muchlinsky

Fragen zum Thema
17.05.2018 - 18:30
Jugendreferentin Liebe Frau H.-M., die Taufe ist eine einmalige Sache. Darum werden Sie auch nicht noch…
15.01.2019 - 23:15
Arbeitsplatz bei der Diakonie nach Kirchenaustritt Liebe Frau P., wenn Sie einen Arbeitsplatz in der Diakonie anstreben, der eine…
13.10.2016 - 22:31
Wie können meine Kinder die Konfession wechseln? Liebe Familie Wolf, Wenn Sie als Mutter der Kinder der Meinung sind, dass Ihre Kinder in…

Neuen Kommentar schreiben