Wieso wurde Menstruation so negativ gesehen?

gestellt von Alicia am 18. Juli 2017
Menstruation

Foto: Getty Images/iStockphoto/pxhidalgo

Two clean white tampons shaped in to a heart lying on wooden surface.

Sehr geehrter Herr Bezold, in der Bibel liest man oft, dass es eine Sünde sei, wenn ein Mann eine Frau berührt oder gar Sex mit ihr hat, wenn die Frau ihre Menstruation hat, selbst dann, wenn es die eigene Frau ist. Wieso wird es in der Bibel so negativ gesehen, wenn die Frau ihre Blutung hatte? Vielen Dank schon mal Alicia H.

Liebe Alicia,

vielen Dank für diese Frage. Wenn wir mit unserem modernen Verständnis über Biologie die von Ihnen erwähnten biblischen Passagen (z.B. Lev 15) über Menstruation lesen, können wir diese oft nicht nachvollziehen. Die Regeln über Reinheit und Unreinheit sind uns fremd.

 

Liest man nun die Bibelstellen genau, fällt auf, dass es nicht um medizinische oder biologische Fragen geht. Es geht auch nicht darum, festzulegen, ob jemand hygienisch oder unhygienisch bzw. etwa gut oder schlecht ist. Es geht um priesterliche Vorstellungen von rein und unrein, um alle Bereiche des Lebens in Bezug auf Gott und seine kultische Verehrung zu deuten. Es wird also Theologie betrieben. Das Unreine steht in dieser Vorstellung für den Bereich des Naturhaften, das Reine für den Bereich der Kultur. Zum Beispiel gehört alles, was aus dem Menschen fließt – beim Mann genauso wie bei der Frau – in den Bereich des Unreinen. Der Kontakt mit menschlichem Blut galt als besonders unrein im Kult. Alles, was damit in Berührung kommt, wird auch unrein. Insbesondere Priester, die den Kult für Gott ausgeübt haben, dürfen sich nicht verunreinigen.

Aus dieser kultischen Vorstellung erklärt sich das Verbot, mit einer menstruierenden Frau zu schlafen (Lev 20,18). Die Frau und der Mann würden beide unrein, was der kultischen Überzeugung eines heiligen Lebens vor Gott widerspricht. Für uns ChristInnen hat sich diese Vorstellung verändert. Die vielen Gebote und Verbote der Bibel werden neu interpretiert und haben teilweise an Bedeutung verloren. Einerseits hat sich unsere Vorstellung von der Reinheit und Heiligkeit Gottes gewandelt. Es gibt keine Hohepriester, keinen Tempel, keine Opferriten und auch meist keine Reinheitsgebote mehr im Christentum. Gottes Heiligkeit ist für uns nicht mehr an die Reinheitsvorstellungen gebunden. Andererseits hat sich unser Wissen verändert. Wir wissen heute sehr genau über natürliche biologische Funktionen des Körpers Bescheid. Menstruation ist wie der gesamte Bereich der Sexualität deshalb keine Sünde und verunreinigt nicht, sondern ist völlig selbstverständlich. Seinen Körper und alle seine Funktionen zu erleben, macht den Menschen aus, den Gott so nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Unser moderner Umgang mit Menstruation ist also ein anderer. Jede Frau kann selbst einen Umgang mit ihrem Körper finden, der ihr guttut, und kann das ohne Gedanken an Schuld oder Sünde tun.

 

Herzliche Grüße

Helge Bezold

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Kommentare

Auch im NT ist an so mancher Stelle von "rein" und "unrein" die Rede. In Zusammenhang mit dieser Frage fällt mir die Geschichte von der "Heilung der blutflüssigen Frau" ein. (Matthäus 9,20-22) Aber hier stellt Jesus, wie an so manch weiterer Stelle des NT, die Reinheitsgebote ja geradezu auf den Kopf.

Vor langer Zeit habe ich mal irgendwo gelesen, dass nach den Reinheitsgeboten des AT die blutflüssige Frau unrein war. Dadurch, dass sie das Gewand Jesu berührt hat, hat sie auch Jesus unrein gemacht, war da zu lesen.

Eigentlich hätte Jesus die Frau darauf hinweisen müssen. Aber Jesus geht in dem Bibeltext nicht darauf ein. Von einer Zurechtweisung durch Jesus wird in dem Text nicht berichtet. Jesus wendet sich hin zu der Frau und sagt zu ihr: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen.

Moin, Susanne, Ich meine, gelesen zu haben, dass Jesus sagte, dass nichts, was der Mensch zu sich nimmt oder ausscheidet, den Menschen unrein macht (Mt 15, 11)

Viele Grüße

Hallo Alexis,

das stimmt! Und das meine ich ja mit dem Satz, dass Jesus die Reinheitsgebote auf den Kopf stellt. Zur Zeit Jesu haben die Menschen die bestehenden Reinheitsgebote streng befolgt, um nicht "unrein" zu werden. Jesus aber dreht das um und sagt, ihr werdet nicht "unrein", wenn das Fleisch von "unreinen" Tieren esst. u.s.w. Das was aus dem Mund heraus kommt, das macht den Menschen "unrein" sagt Jesus. Er meint damit die schlechten Gedanken, die der Mensch in Worte fasst und ausspricht und auch die schlimmen Taten, die ein Mensch begeht. Kurz gesagt meint Jesus: Die Sünde macht den Menschen unrein, nichts anderes.

Richtig, so sehe ich das auch! :-)

Schön, dann sind wir uns ja einig!

Meistens sind zum Schluss alle einer Meinung, nämlich dass sie eh tun dürfen was sie wollen!
Aber ist das auch wirklich das was Gott will????

Hallo,

mir fehlt in der obigen Darstellung der Frage, weshalb menstruierende Frauen in praktisch allen antiken Kulturen als unrein gelten der große Zusammenhang, dass die Menschheit demonstrabel unter der Kontrolle parasitärer Dämonen steht, die den Mond als künstlichen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn gebracht haben, um die Menschheit zu kontrollieren und sie als ihren Wirt zu nutzen. Frauen werden im Rhythmus des Mondzyklus von diesen Dämonen heimgesucht und als ihre wesentliche Energiequelle genutzt. Der irdische Mond weist nachweislich zu viele Anomalien auf, um natürlichen Ursprungs zu sein.

Archonten sind die Dämonen der Saturn-Mond-Matrix, welche unter verschiedenen Namen in der Kulturgeschichte der Menschheit bekannt sind. Die Gnostiker beschreiben sie in den Nag Hammadi-Schriften als geistige Parasiten der menschlichen Noosphäre, die eine besondere niedere Energie (Lusch) aus menschlichen Leid beziehen, davon leben und Menschen auf diese Weise als Energieressource missbrauchen.

Auf dem Planeten Saturn existieren offensichtlich interdimensionale parasitäre ETs, deren Existenz schon vor vielen Jahrhunderten postuliert wurde und durch besondere Erscheinungen wie z.B. das Hexagon auf dem Nordpol oder die komplexe Radiostrahlung der Ringe auffallen, welche die native Wellenform-Informationsstruktur des Universums auf der Erde über die sog. Saturn-Mond-Matrix durch Interferenz negativ verändert.

Die Menstruation der Frau ist an den Mondzyklus gekoppelt. Menstruationsblut ist die Hauptnahrung dieser Dämonen, weshalb es im Monatszyklus zu einer massiven Dämonenpräsenz in fruchtbaren Frauen kommt, was man häufig an der instabilen psychischen Verfassung von Frauen während der Menstruations-Periode erkennen kann. Aufgrund dieser zyklischen Dämonenpräsenz im geistigen Wesen der Frau, erreichen Frauen nicht das gleiche Bewußteinslevel (Level of Consciousness, 'LoC') von Männern. Sie erbringen damit praktisch über 30-40 Jahre ein einprogrammiertes Blutopfer an Dämonen.

Die moderne Wissenschaft bestreitet selbstverständlich dies alles, jedoch ist die zeitgeschichtlich junge Philosophie der Naturwissenschaften das Ergebnis eines materialistischen Reduktionismus, der viele komplexe Probleme wie z.B. Dämonen-Präsenz im Universum nicht erkennt und die Menschheit deshalb innerhalb weniger Jahrzehnte u.a. in große ökologische Probleme geführt hat.

Wir leben heute in einer Kultur, die alles besser weiß als die in langer spiritueller Erfahrung gereiften antiken Kulturen, die unsere Religionen hervor gebracht haben. Durch dieses unreife Besserwissertum führt das moderne naturwissenschaftliche Denken demonstrabel in einen materialistischen Satanismus. Was von den antiken Kulturen vertreten wird, ist immer das Ergebnis von Jahrhunderten tiefer spiritueller Erkenntnis, die nicht immer logisch ableitbar ist und unserem modernen Gleichheitsdenken fast nie entspricht.

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