Was wird an Ostern gefeiert?

gestellt von Jan Neufeld am 16. März 2018

Was ist Ostern? Wann fängt das an? Wie feiert man? Was sollte man machen und was nicht?

Lieber Herr Neufeld,

 

Von Jesus von Nazareth wird erzählt, dass er zu seinen Lebzeiten Menschen um sich sammelte, vom Gottes Reich predigte und dieses Reich spürbar und erlebbar werden ließ wenn er zu den Menschen kam. Denn er heilte Menschen mit Krankheiten und Behinderungen und weckte in den Menschen eine Sehnsucht nach einem Ort ohne Schmerz und Leid. Es gab jedoch einflussreiche Menschen, die sich von Jesus und seiner Botschaft provoziert fühlten und ihm nach dem Leben trachteten. Zum jüdischen Passahfest kam Jesus mit seinen Jüngerinnen und Jüngern nach Jerusalem, an Passah feiern Jüdinnen und Juden den Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei. Jesus und seine Jünger pilgerten aus diesem Anlass nach Jerusalem dort wurde Jesus am Karfreitag gekreuzigt und starb. Sein Leichnam wurde in ein Felsengrab gelegt. Die Bibel erzählt davon, dass am Morgen des dritten Tages nach seinem Tod Frauen zum Grab kamen und es leer vorfanden.

Die Geschichte Jesu endete nicht mit seinem Tod, sondern seine Anhängerinnen machten die Erfahrung, dass er immer noch bei ihnen war. Sie begegneten Jesus und diese Erfahrung ist der Kern des Osterglaubens. An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu, dass das Leben stärker ist als der Tod und das kein Mensch je verloren ist. Mit Ostern beginnt im Kirchenjahr eine Freudenzeit, die fünfzig Tage währt, nach diesen fünfzig Tagen nach Ostern wird das Pfingsfest gefeiert. An Pfingsten predigten die Jünger in Jerusalem von der Auferstehung Jesu, die Apostelgeschichte erzählt, dass alle, die dort versammelt waren vom Heiligen Geist ergriffen wurden und sich taufen ließen. Das ist der Beginn der christlichen Kirche, ihr Geburtstag sozusagen.

Verschiedene Osterbräuche zeugen vom Auferstehungsglaube das deutlich: die Hühnereier, die an Ostern gefärbt, im Garten versteckt und bei keinem Osterfrühstück fehlen dürfen sind ein Symbol für die Auferstehung, denn das Ei bringt neues Leben hervor- was man ihm von außer nicht ansehen kann. Es gibt in verschiedenen Ländern und Regionen ganz unterschiedliche Osterbräuche, einer sei hier noch genannt. In manchen Regionen ist es üblich, dass der Pfarrer am Ostersonntag eine Predigt hält, die die Gemeinde zum Lachen bringt. Mit dem Osterlachen soll dem Tod ins Gesicht gelacht werden, denn er hat seine Macht verloren und seinen Schrecken.

Am Karfreitag, dem Todestag Jesu, gilt in Deutschland ein Tanzverbot (das von vielen Menschen kritisch gesehen wird), in vielen Familien wird außerdem darauf verzichtet Fleisch zu essen und es gibt traditionell Fischgerichte. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird in vielen Gemeinden die Osternacht gefeiert. Der Gottesdienst beginnt noch vor Sonnenaufgang und das Licht des Ostermorgens erinnert an die Auferstehung- den Sieg des Lebens durch Christus, als dem Licht der Welt. Neben dem Besuch des Gottesdienstes ist wohl das verstecken und suchen von Ostereiern und Ostergeschenken der verbreitetste Osterbrauch.

Seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. Wird Ostern am ersten Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond gefeiert. Das ergibt eine mögliche Spanne vom 22. März- 25. April innerhalb dessen die Osterfeier liegen kann. In den orthodoxen Kirchen unterscheidet sich das Datum bis heute - für die kniffligen Hintergründe ist hier mehr Lesestoff zu finden.

 

Ich hoffe das bringt etwas Klarheit in Ihre Passions- und Osterzeit,

liebe Grüße,

 

Maike Weiß

 

 

 

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Kommentare

Guten Morgen,
Jesus wurde zwar an einem Freitag hingerichtet, doch ist das nicht zwangsläufig immer ein Freitag. Ein Geburtstag ist ja auch nicht immer der gleiche Wochentag.
Zum anderen hat Jesus nicht dazu aufgefordert seine Auferstehung zu feiern. Am Abend vor seinem Tod führte er anstelle des Passahs eine neue Feier ein, das Abendmahl. Er gebrauchte Symbole wie Brot und Wein für seinen Leib und sein Blut welches für die Menschheit geopfert wurde und so die Opfergaben der damaligen Juden ablöste, die zur Sündenvergebung dienten und auf das größere Opfer Jesu hinwies.

Joh. 6:35 "Jesus sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens...."

Dieses Abendmahl sollte gemäß Lukas 22:19-20 immer wieder gefeiert werden. Dort steht:
"Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund Kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird."
Die ersten Christen kamen diesem Gebot nach. Leider wurde dies aber ab dem 2. Jhd., von der Kirche die sich aus dem Christentum des 1. Jhd. bildete, verwässert.
Doch am 14. Nisan, nach jüdischem Kalender, wird auch in diesem Jahr des Todes Jesu überall auf der Erde gedacht. Dieser fällt in diesem Jahr auf den 31. März.

Mit freundlichen Grüßen

Arnim Schulz

Ja, bei mir waren vorgestern zwei Zeugen jehovas an der Tür, die mir das gleiche erzählten. Die Kirche hat sich einen anderen Kalender gegeben. Worauf es ankommt, ist dass wir den Tod und die Auferstehung unseres Heilandes feiern. Der genaue Termin spielt eine geringere Rolle.

Aber bei Ihnen scheint alles eine geringere Rolle zu spielen was in der Bibel steht.
Bräuche, Aussagen und Lehren der katholischen und der evangelischen Kirche stimmen so gut wie gar nicht mehr mit Gotts Wort überein.

Wenn Sie meinen.

Sie haben dagegen kein Argument, das sieht man an Ihrer Aussage.
Dann können Sie den Gläubigen doch ruhig sagen, dass Kirche kaum noch was mit der Bibel und Gottes Willen zu tun hat.

Nö, so ist das nicht. Meine Kirche steht fest auf biblischem Grund. Dass Sie meinen, dass nur Sie in der Lage sind, diesen biblischen Grund auszulegen, ist dabei nicht das Problem der Kirche.

Ich habe nichts in dieser Richtung angedeutet, jedoch sollte man als Leser der Bibel erkennen können, dass Die traditionen und Bräuche der Kirche nicht auf die Bibel gestützt sind!
Man muss sich nur die einzelheiten der Bräuche ansehen und findet schnell heraus, dass eigentlich alles aus Vermischung mit anderen Religionen oder der Meinung einzelner ausgegangen ist.

Ostern: Feuer ist zur geistervertreibung; Hase und Ei sind heidnische Symbole für Fruchtbarkeit.

Weihnachten: Es ist mittlerweile allgemein anerkant, dass Jesus nicht im Dezember geboren worden sein kann. Jedoch lag genau in dieser Zeit das heidnische Gest der Wintersonnenwende...sehr christlich

Die Frühe Kirchenpolitik tendierte eindeutig dazu di heidnischen Feste und Bräuche mit ihren eigenen zu vermischen! Sie hielten sich nciht mehr an das was Gott wollte.

Vergleiche: Markusevangelium 7, 6-8: "Er aber sprach zu ihnen: Richtig hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht (Jesaja 29,13): »Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.
7 Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote.«
8 Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet an der Überlieferung der Menschen fest. "

Die Bibel und nicht menschliche Überlieferungen und Konzile müssen die Grundlage des Glaubens eines echten Christen sein!!

Sie hielten sich nicht an das, was Gott wollte? Und wo in der Bibel steht, wann wir die Geburt unseres Erlösers feiern sollen?

Richtig! In Markus lesen Sie doch, dass man sich auf Gottes Gebote (DIe Bibel) verlassen soll und nicht auf die Überlieferungen von Menschen!
Das ist doch der springende Punkt: Es steht überhaupt nicht in der Bibel, dass man die Geburt Jesu feiern soll!! Der Brauch des Geburtstagsfeierns selbst ist auch heidnischen Ursprunges. Zum beispiel wurde Johannes der Täufer am Geburtstag des Herodes getötet. Es ist nirgends davon die Rede, dass Christen so etwas feierten!

Ihr Problem ist, dass Sie die Bibel nur als Menschenwort betrachten.
Jedoch ist die Bibel geschrieben von Menschen, die durch den Heiligen Geist gleitet wurden!
2. Timotheus 3 "16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, "
Und das alles nicht aus eigener Überzeugung oder als Ergebnis von Nachdenken, sondern weil sie die falsche Lehre übernommen haben, die die Kirche verbreitet, damit sie sich nicht daran halten muss.

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