Woran erkennt man eine Sekte?

gestellt von Anne Kampf am 22. September 2015

Im Rahmen unserer Serie "Was glaubt Ihr? evangelisch.de besucht Freikirchen" hat unsere Redakteurin Anne Kampf ein paar grundsätzliche Fragen zum Thema beanwortet.

Die anderen Fragen zur Serie finden Sie ebenfalls in unserem Fragen-Bereich.

Eine Sekte ist zunächst - ebenso wie manche Freikirchen - eine Abspaltung von einer religiösen Gruppe oder Kirche. Oftmals wird in einer Sekte nicht (nur) auf Grundlage der Bibel gepredigt, sondern es gelten (auch) andere Texte. Sekten führen neue Bekenntnisse neben dem zum dreieinigen Gott ein und stützen sich auf Offenbarungen in Form von Visionen oder paranormalen Erfahrungen. Als weitere Merkmale führt Reinhard Hempelmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen an: Sekten missionieren oft aggressiv, weisen hierarchische Strukturen auf und schotten sich stark von der Außenwelt ab. Sie verlangen von ihren Mitgliedern bestimmte Verhaltensweisen und beanspruchen exklusiv für sich, nur sie würden das Heil vermitteln.

Fragen zum Thema

Kommentare

Im Mittelalter hat man "Klostertod" dazu gesagt. Der Klostertod ist eine juristische Konstruktion des Mittelalters. Eine lebende Person wurde bei Eintritt in einen Nonnen- oder Mönchsorden für die weltliche Rechtsprechung für tot erklärt und verlor die Rechtsfähigkeit. Ihre Besitztümer gingen an die Erben über.

Eine ähnliche ideologische Engführung gibt es auch bei Sekten, die oft als geselliger Verein daherkommen, gemäß der Aussage von Apg 4,32 (Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum....). Heutzutage gibt`s fast keine Klöster mehr, dafür aber Sekten.

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